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Strom und Gaspreise Explodieren

Strom und Gaspreise Explodieren

Wir von Energy4home versuchen “so gut es geht” zu helfen!!!

Jeder ist betroffen, eine Verdopplung der Strompreise ist abzusehen und die Alternative zu wechseln hilft nur temporär falls der Anbieter nicht pleite geht beim Gas ist es nicht besser!

Unser Lösungsansatz:

Autarkie so gut es geht, so schnell wie möglich;

Um eine kostenlose und unverbindliche Beratung zu beauftragen müssen Sie folgendes tun:

Mieter:

  • lassen Sie uns Ihren Strom-Gas-Tarif überprüfen (Konditionen wie bei den bekannten Profilen, Sie verlieren nix, Sie sparen sich Zeit)
  • Beratungstermin für den Vermieter mit uns vereinbaren, damit wir Kontakt zu Ihm aufnehmen können.
  • Eigenheimbesitzer:

  • Entweder Formular für eine Brennstoffzelle ausfüllen um ein Angebot zu erhalten,
  • oder wenn möglich das Formular für eine Vitocal 252-A auswählen um ein Angebot zu erhalten,
  • eine PV würde separat angeboten werden,
  • da wir ein Zusammenschluss von Spezialisten sind

    In jedem Fall rufen wir Sie an, um die genauen Rahmenbedingungen und Wünsche zu erfragen.

    Wir sind fullservice-Anbieter, das bedeutet Sie müssen sich nahezu um nix zu kümmern!

    Wir haben ein Tool entwickelt, mit dem Sie ohne lästigen Vertreterbesuch uns Ihre technischen Gegebenheiten übermitteln können. Das hilft uns und Ihnen Angebote die technisch nicht umsetzbar zu vermeiden und die Angebote die wir Ihnen schicken soweit zu optimieren das es reibungslos funktioniert.

    Gewünschter Lieferbeginn: schnellstmöglich
    Derzeitiger Stromanbieter: Ihr lokaler Grundversorger
    Kundennummer: Lassen Sie das Feld leer oder füllen es mit „Unbekannt“, sofern ihr neuer Anbieter eine Kundennummer voraussetzt
    Ihr neuer Versorger wird Ihren Auftrag so schnell es geht prüfen und die Belieferung zum frühestmöglichen Zeitpunkt beim Netzbetreiber anfragen.
    Senden Sie uns Ihre letzte Abrechnung vollständig über das Formular

    Wir bieten nur von der Bundesnetzagentur genehmigte Anbieter
    In unserem Angebot zeigen wir Ihnen nur Tarife an, die die Bundesnetzagentur als Energieversorger zugelassen hat. Auch Grünwelt/ Stromio ist von der Bundesnetzagentur zugelassen. Als unabhängiger Vermittler werden wir Ihnen auch weiterhin einen transparenten und neutralen Marktvergleich über alle diese Anbieter in Deutschland bieten. Der Belieferungsstopp ist sehr bedauerlich, aber sicherlich auch der absolut außergewöhnlichen Kostenexplosion im Strommarkt geschuldet, die manche Anbieter in diesem Ausmaß nicht rechtzeitig haben kommen sehen.

    Energieversorger , Energiewende in Deutschland , Systemlösungen
    Strom und Gaspreise Explodieren

    Strom und Gaspreise Explodieren

    Wir von Energy4home versuchen “so gut es geht” zu helfen!!!

    Jeder ist betroffen, eine Verdopplung der Strompreise ist abzusehen und die Alternative zu wechseln hilft nur temporär falls der Anbieter nicht pleite geht beim Gas ist es nicht besser!

    Unser Lösungsansatz:

    Autarkie so gut es geht, so schnell wie möglich;

    Um eine kostenlose und unverbindliche Beratung zu beauftragen müssen Sie folgendes tun:

    Mieter:

  • lassen Sie uns Ihren Strom-Gas-Tarif überprüfen (Konditionen wie bei den bekannten Profilen, Sie verlieren nix, Sie sparen sich Zeit)
  • Beratungstermin für den Vermieter mit uns vereinbaren, damit wir Kontakt zu Ihm aufnehmen können.
  • Eigenheimbesitzer:

  • Entweder Formular für eine Brennstoffzelle ausfüllen um ein Angebot zu erhalten,
  • oder wenn möglich das Formular für eine Vitocal 252-A auswählen um ein Angebot zu erhalten,
  • eine PV würde separat angeboten werden,
  • da wir ein Zusammenschluss von Spezialisten sind

    In jedem Fall rufen wir Sie an, um die genauen Rahmenbedingungen und Wünsche zu erfragen.

    Wir sind fullservice-Anbieter, das bedeutet Sie müssen sich nahezu um nix zu kümmern!

    Wir haben ein Tool entwickelt, mit dem Sie ohne lästigen Vertreterbesuch uns Ihre technischen Gegebenheiten übermitteln können. Das hilft uns und Ihnen Angebote die technisch nicht umsetzbar zu vermeiden und die Angebote die wir Ihnen schicken soweit zu optimieren das es reibungslos funktioniert.

    Gewünschter Lieferbeginn: schnellstmöglich
    Derzeitiger Stromanbieter: Ihr lokaler Grundversorger
    Kundennummer: Lassen Sie das Feld leer oder füllen es mit „Unbekannt“, sofern ihr neuer Anbieter eine Kundennummer voraussetzt
    Ihr neuer Versorger wird Ihren Auftrag so schnell es geht prüfen und die Belieferung zum frühestmöglichen Zeitpunkt beim Netzbetreiber anfragen.
    Senden Sie uns Ihre letzte Abrechnung vollständig über das Formular

    Wir bieten nur von der Bundesnetzagentur genehmigte Anbieter
    In unserem Angebot zeigen wir Ihnen nur Tarife an, die die Bundesnetzagentur als Energieversorger zugelassen hat. Auch Grünwelt/ Stromio ist von der Bundesnetzagentur zugelassen. Als unabhängiger Vermittler werden wir Ihnen auch weiterhin einen transparenten und neutralen Marktvergleich über alle diese Anbieter in Deutschland bieten. Der Belieferungsstopp ist sehr bedauerlich, aber sicherlich auch der absolut außergewöhnlichen Kostenexplosion im Strommarkt geschuldet, die manche Anbieter in diesem Ausmaß nicht rechtzeitig haben kommen sehen.

    Billig-Stromanbieter in der Krise – das gilt für Kunden

    Der Stromanbieter Stromio stellt plötzlich die Lieferung ein. Hunderttausende Kunden sind betroffen. Bereits zuvor hatten die Schwesterunternehmen Gas.de und Grünwelt Gas-Lieferungen eingestellt. Undo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen klärt die wichtigsten Fragen für betroffene Kunden.

    Was das für Ihre Stromversorgung bedeutet
    Ihre Versorgung mit Strom ist zu jederzeit gesichert – das ist sogar gesetzlich garantiert. Seit dem 22.12.2021 werden Sie von Ihrem lokalen Grundversorger im Ersatzversorgungstarif mit Strom beliefert. Sollten Sie nicht erneut wechseln, gehen Sie drei Monate später automatisch in den Grundversorgungstarif über. Dieser ist in der Regel preisgleich zum Ersatzversorgungstarif. Sie müssen sich um nichts kümmern, alle diese Schritte erfolgen automatisch.

    Das passiert mit Ihren Boni und Abschlägen
    Neukundenboni werden zeitanteilig im Rahmen der Endabrechnung ausbezahlt. Grünwelt/ Stromio wird Ihnen die Endabrechnung innerhalb von sechs Wochen nach Beendigung der Belieferung zukommen lassen. In der Endabrechnung müssen auch eventuell zu viel gezahlte Abschläge verrechnet werden. Der Anbieter hat zugesagt, dass keine Abschlagszahlungen mehr eingezogen werden. Sie können zudem sicherheitshalber das SEPA-Mandat widerrufen. Wenn Sie für die Überweisung Ihrer monatlichen Abschläge einen Dauerauftrag eingerichtet haben, sollten Sie diesen entsprechend beenden.

    Zählerstand ablesen
    Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, Ihre Strom-Zählerstände zeitnah abzulesen und zu dokumentieren. Dies erleichtert eine korrekte Abrechnung. Die Daten sollten Sie auf Nachfrage (per Post oder E-Mail) dem Strom-Netzbetreiber mitteilen.

    Das können Sie tun – ein erneuter Wechsel kann sinnvoll sein
    Wir empfehlen Ihnen zeitnah die Preise der Ersatzversorgung Ihres lokalen Strom-Grundversorgers mit denen der alternativen Stromanbieter zu vergleichen, um mögliche Mehrkosten zu vermeiden.
    Aufgrund der extremen Strompreissteigerung im Dezember 2021 kalkulieren mehrere Anbieter aktuell ihre Tarife neu und es kann vorübergehend zu einem eingeschränkten Angebot an alternativen Stromtarifen kommen. Daher kann auch der Grundversorgungstarif zeitweise günstige Konditionen bieten. Prüfen Sie bei Ihrem Grundversorger genau, ob abweichende Neukundenpreise in der Ersatzversorgung aufgerufen werden. Diese Preise für Neukunden sind oftmals deutlich höher. Sie können Ihren Vergleichstarif bei CHECK24 entsprechend anpassen. Beachten Sie zudem, dass Grund- und Ersatzversorgungstarife keine Preisgarantie bieten und es in diesen Tarifen jederzeit zu Preiserhöhungen kommen kann. Tarife der Ersatzversorgung können Sie mit einer Frist von zwei Wochen jederzeit kündigen und dann erneut wechseln.

    Weitere Informationen zur aktuellen Lage im Strommarkt

    Das müssen Sie beim Anbieter-Wechsel über uns jetzt beachten
    Nutzen Sie einen Tarif mit mindestens 12 Monaten Preisgarantie. Dies ist bei allen von uns angebotenen Tarifen sichergestellt. So schützen Sie sich vor weiter steigenden Preisen.

    Um einen reibungslosen Wechsel sicherzustellen, wählen Sie unsere Expertise:

    Gewünschter Lieferbeginn: schnellstmöglich
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    Ihr neuer Versorger wird Ihren Auftrag so schnell es geht prüfen und die Belieferung zum frühestmöglichen Zeitpunkt beim Netzbetreiber anfragen.
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    Billig-Stromanbieter in der Krise

    Energieversorger
    Billig-Stromanbieter in der Krise – das gilt für Kunden

    Der Stromanbieter Stromio stellt plötzlich die Lieferung ein. Hunderttausende Kunden sind betroffen. Bereits zuvor hatten die Schwesterunternehmen Gas.de und Grünwelt Gas-Lieferungen eingestellt. Undo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen klärt die wichtigsten Fragen für betroffene Kunden.

    Was das für Ihre Stromversorgung bedeutet
    Ihre Versorgung mit Strom ist zu jederzeit gesichert – das ist sogar gesetzlich garantiert. Seit dem 22.12.2021 werden Sie von Ihrem lokalen Grundversorger im Ersatzversorgungstarif mit Strom beliefert. Sollten Sie nicht erneut wechseln, gehen Sie drei Monate später automatisch in den Grundversorgungstarif über. Dieser ist in der Regel preisgleich zum Ersatzversorgungstarif. Sie müssen sich um nichts kümmern, alle diese Schritte erfolgen automatisch.

    Das passiert mit Ihren Boni und Abschlägen
    Neukundenboni werden zeitanteilig im Rahmen der Endabrechnung ausbezahlt. Grünwelt/ Stromio wird Ihnen die Endabrechnung innerhalb von sechs Wochen nach Beendigung der Belieferung zukommen lassen. In der Endabrechnung müssen auch eventuell zu viel gezahlte Abschläge verrechnet werden. Der Anbieter hat zugesagt, dass keine Abschlagszahlungen mehr eingezogen werden. Sie können zudem sicherheitshalber das SEPA-Mandat widerrufen. Wenn Sie für die Überweisung Ihrer monatlichen Abschläge einen Dauerauftrag eingerichtet haben, sollten Sie diesen entsprechend beenden.

    Zählerstand ablesen
    Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, Ihre Strom-Zählerstände zeitnah abzulesen und zu dokumentieren. Dies erleichtert eine korrekte Abrechnung. Die Daten sollten Sie auf Nachfrage (per Post oder E-Mail) dem Strom-Netzbetreiber mitteilen.

    Das können Sie tun – ein erneuter Wechsel kann sinnvoll sein
    Wir empfehlen Ihnen zeitnah die Preise der Ersatzversorgung Ihres lokalen Strom-Grundversorgers mit denen der alternativen Stromanbieter zu vergleichen, um mögliche Mehrkosten zu vermeiden.
    Aufgrund der extremen Strompreissteigerung im Dezember 2021 kalkulieren mehrere Anbieter aktuell ihre Tarife neu und es kann vorübergehend zu einem eingeschränkten Angebot an alternativen Stromtarifen kommen. Daher kann auch der Grundversorgungstarif zeitweise günstige Konditionen bieten. Prüfen Sie bei Ihrem Grundversorger genau, ob abweichende Neukundenpreise in der Ersatzversorgung aufgerufen werden. Diese Preise für Neukunden sind oftmals deutlich höher. Sie können Ihren Vergleichstarif bei CHECK24 entsprechend anpassen. Beachten Sie zudem, dass Grund- und Ersatzversorgungstarife keine Preisgarantie bieten und es in diesen Tarifen jederzeit zu Preiserhöhungen kommen kann. Tarife der Ersatzversorgung können Sie mit einer Frist von zwei Wochen jederzeit kündigen und dann erneut wechseln.

    Weitere Informationen zur aktuellen Lage im Strommarkt

    Das müssen Sie beim Anbieter-Wechsel über uns jetzt beachten
    Nutzen Sie einen Tarif mit mindestens 12 Monaten Preisgarantie. Dies ist bei allen von uns angebotenen Tarifen sichergestellt. So schützen Sie sich vor weiter steigenden Preisen.

    Um einen reibungslosen Wechsel sicherzustellen, wählen Sie unsere Expertise:

    Gewünschter Lieferbeginn: schnellstmöglich
    Derzeitiger Stromanbieter: Ihr lokaler Grundversorger
    Kundennummer: Lassen Sie das Feld leer oder füllen es mit „Unbekannt“, sofern ihr neuer Anbieter eine Kundennummer voraussetzt
    Ihr neuer Versorger wird Ihren Auftrag so schnell es geht prüfen und die Belieferung zum frühestmöglichen Zeitpunkt beim Netzbetreiber anfragen.
    Senden Sie uns Ihre letzte Abrechnung vollständig über das Formular

    Wir bieten nur von der Bundesnetzagentur genehmigte Anbieter
    In unserem Angebot zeigen wir Ihnen nur Tarife an, die die Bundesnetzagentur als Energieversorger zugelassen hat. Auch Grünwelt/ Stromio ist von der Bundesnetzagentur zugelassen. Als unabhängiger Vermittler werden wir Ihnen auch weiterhin einen transparenten und neutralen Marktvergleich über alle diese Anbieter in Deutschland bieten. Der Belieferungsstopp ist sehr bedauerlich, aber sicherlich auch der absolut außergewöhnlichen Kostenexplosion im Strommarkt geschuldet, die manche Anbieter in diesem Ausmaß nicht rechtzeitig haben kommen sehen.

    Billig-Stromanbieter in der Krise

    Strom-und Gastarife
    STEIGENDE STROM- UND GASPREISE: HINTERGRÜNDE UND AKTUELLE INFOS

    STEIGENDE STROM- UND GASPREISE: HINTERGRÜNDE UND AKTUELLE INFOS

    In diesem Jahr spielten die Energiemärkte in Europa verrückt – und das treibt 2022 die Preise für Strom und Gas in die Höhe. Wir haben aber Vorschläge gemacht, wie der rasche Ausbau von Windkraft und Photovoltaik die Energiepreise künftig stabilisieren kann.

    Aktualisierung vom 7.12.21, 12.00:

    Die Großhandelspreise für Strom und Gas sind derzeit sehr volatil und bewegen sich auf historisch hohen Niveaus. Von dieser Preisrallye sind auch Ökoenergieversorger betroffen. Aufgrund der derzeit extrem hohen Beschaffungskosten für Strom und Gas können viele Anbieter neue Kunden momentan nicht mehr zu unseren aktuell geltenden Konditionen versorgen.

    Im Sinne Ihrer Bestandskunden haben viele sich deshalb dazu entschieden, vorübergehend keine Neukunden mehr unter Vertrag zu nehmen. Sie bedauern diesen Schritt, der aufgrund der aktuellen Marktsituation leider bis auf Weiteres notwendig ist, und hoffen, bald wieder neue Kunden begrüßen zu können. Gerade jetzt, wo die Energiemärkte aus den Fugen zu geraten scheinen, stellt sich die Frage nach den Ursachen einer des rasanten Auf und Ab der Strom- und Gaspreise: Ein Grund ist, dass sich die Weltwirtschaft im Laufe des Jahres 2021 von der Krise durch die Covid-19-Pandemie wieder zu erholen begann. Das führte auch zu einem unerwartet starken Anstieg der weltweiten Kohle- und Erdgasnachfrage. Zugleich war das Angebot für Kohle und Erdgas für Lieferungen nach Europa im Herbst 2021 überdurchschnittlich knapp. Fatih Birol, der Leiter der Internationalen Energieagentur in Paris, spricht im Zusammenhang mit den Gaslieferungen von „geplanten und ungeplanten Produktionsunterbrechungen“. Das weist in Richtung eines Landes, von dessen Handeln auch die EU abhängt: Russland.  Das mangelnde Energieangebot und andere Effekte – etwa die Rolle von Spekulanten – führten dazu, dass die Handelspreise für Kohle und Erdgas in Europa, aber auch in Deutschland neue Höchstwerte erreichten.

    „Solch eine Preisexplosion hat es noch nie gegeben“, sagt Johann Schmidt, der Leiter der Energiewirtschaft bei Green Planet: Im Oktober schoss der Gaspreis auf fast 70 Euro. Im Sommer noch lag er bei 15 Euro je Megawattstunde. Auch Öl verteuerte sich von 20 auf 80 Euro je Barrel. Was auf den ersten Blick wie ein Problem nur für Vielfahrer mit dem Auto, Flugreisende und energieintensive Unternehmen wirkt, trifft tatsächlich alle Verbraucher. Und damit auch Ökoenergiegenossenschaften wie Green Planet Energy. Denn weil die Preise für Ökoenergie sich an den Börsenpreisen für fossiles Gas, Öl und Kohle orientieren, wird auch der Einkauf erneuerbarer Energieträger wie Biogas oder Wind- und Solarstrom teurer.

    Die aktuelle Verknappung von Erdgas ist politisch gewollt

    „Die Verknappung war und ist politisch gewollt. Darüber ist sich der Energiehandel einig“, sagt Johann Schmidt. Die Indizien: Gazprom weigerte sich, Gas durch ukrainische Pipelines zu liefern. Deren Kapazität wurde teils nur zu einem Drittel genutzt. Im niedersächsischen Rehden wiederum betreibt der russische Staatskonzern über eine Tochterfirma Europas größten Gasspeicher. Der war 2021 lange fast leer und Mitte September nur halb voll. Solch knappe Speicherstände kurz vor der Heizsaison gab es viele Jahre nicht. Fatal: Denn Deutschland braucht russisches Gas, etwa für die Wärme von Millionen gasbeheizten Wohnungen. Der Marktanteil russischer Konzerne, vor allem Gazprom, liegt im Gassektor bei über 60 Prozent. Liefert der Riese Gazprom weniger, als nachgefragt wird, können die Zwerge das nicht ausgleichen – und Panik im Markt treibt die Preise durch die Decke.

    „Russland macht durch das Abdrehen des Gashahns Druck, damit Europa die umstrittene Pipeline North Stream 2 genehmigt“, gibt Schmidt die verbreitete Überzeugung der Energiehändler wieder. Als ob es noch eines Beweises für den Einfluss des Kremls auf den Gasmarkt bedurft hätte, erbrachte ihn Präsident Putin persönlich: Zwei Interviews mit der Ankündigung größerer Lieferungen reichten, um den Preis jeweils auf Talfahrt zu schicken (siehe auch Grafik 1).

    Viele Anbieter kaufen langfristig im Voraus ein

    „Die Energiepreise werden an Spot- und Terminmärkten der Börsen gebildet“, sagt Johann Schmidt von Green Planet Energy.“ Ob sie steigen oder fallen, erläutert unser Chefeinkäufer, hängt von diversen Faktoren ab: wie stark der Wind weht und die Sonne scheint, vom Preis für CO2-Emissionszertifikate und vor allem von den Preisen für Gas, Kohle und Öl. Sind die hoch, etwa aufgrund der Nachfrage durch starkes Wirtschaftswachstum, steigen parallel auch die Preise für Ökostrom oder Biogas. „Wir selbst kaufen zwar nie an der Börse ein, sondern immer direkt von Ökokraftwerksbetreibern oder deren Vermarkten. Zudem kaufen wir den größten Teil unseres Stroms schon ein bis zwei Jahre im Voraus. Doch auch wir müssen manchmal Mengen relativ kurzfristig zukaufen, weil wir trotz unserer Prognosen vorab nie wissen, wie viel Energie unsere Kunden wirklich verbrauchen“, erklärt Schmidt.

    Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy

    Produzenten etwa von Windstrom orientieren sich am – aktuell extrem hohen – Preisniveau an den Börsen, wenn sie Strom verkaufen. Für die Energiegenossenschaften sind die hohen Marktpreise daher eine Herausforderung. Denn um die auch wegen eines unerwartet starken Kundenwachstums entstandene Lücke zwischen Prognose und Verbrauch zu schließen, musste er in der Preiskrise zwar nur kleine Teile nachkaufen. Das aber waren teure Deals, weil auch die Ökoenergieproduzenten höhere Preise forderten. Immerhin: Die absoluten Preisspitzen zu Ende Oktober konnten Schmidt und sein Team „aussitzen“. „Alles in allem“, sagt Nils Müller, einer der beiden Vorstände von Green Planet Energy, „ist die Versorgung unserer Bestandskunden aber aufgrund unseres langfristigen Einkaufs trotz dieser außergewöhnlichen Situation gesichert und unsere Preisgarantie bis zum Jahresende 2021 steht.“

    Auf den Strompreis wirken viele Faktoren ein

    Doch auch weitere Faktoren wie die EEG-Umlage oder die Netzentgelte und weitere staatliche Abgaben wirken sich auf den Strompreis aus. „Als nicht profitmaximierende Genossenschaft haben wir hier aber einen klaren Kurs“, sagt Green Planet Energy-Vorstand Müller: „Wir geben, egal ob bei Strom oder Gas, nur die tatsächlichen Mehrkosten an unsere Kunden weiter.“ Und so werden die Strompreise im Jahr 2022 trotz aller Turbulenzen „nur“ um rund 1 Cent je Kilowattstunde ansteigen.

    Zwar ist Deutschland bei den Gaslieferungen vom Goodwill Russlands abhängig, dennoch hat es  Möglichkeiten, durch eigene Maßnahmen mittelfristig die Energiepreise sinken zu lassen: Was die Bundesregierung tun kann, zeigt eine kürzlich veröffentlichte, von Green Planet Energy in Auftrag gegebene Analyse des Berliner Analyse-Instituts Energy Brainpool. Sie macht auf eine der Ursachen aufmerksam, die jetzt auf den Strompreis in Deutschland einwirkt: Je größer der Anteil fossiler Kraftwerke an der Stromerzeugung, desto stärker schlagen die Beschaffungskosten dieser Kraftwerke für Kohle und Gas (sowie für CO2-Zertifikate) auf die Kosten zur Strombereitstellung durch.

    Schneller Ökostrom-Ausbau führt zu sinkenden Stromkosten

    Fazit der Analyse von Energy Brainpool: Das teuerste konventionelle Kraftwerk (rechts) setzt den Preis. Ein verstärkter Zubau von günstigeren erneuerbaren Energien schiebt die teuren fossilen Kraftwerke aus dem Markt. Das senkt den Strompreis.

    Wie aber bekommt man die steigenden Strom- und Gaspreise wieder in den Griff? Die Lösung: Schnell weg von jeglichen fossilen Brennstoffen – hin zu ausschließlich erneuerbaren Energien. Hier besteht gerade in der aktuellen Situation dringender Handlungsbedarf.

    Die Analytiker von Energy Brainpool zeigen ganz klar, wie der beschleunigte Kohleausstieg die Stromkosten sinken lässt. Michael Claußner, Experte bei Energy Brainpool sagt: „Je schneller zusätzliche erneuerbare Energien als Ersatz für die scheidenden Kohlekraftwerke ausgebaut werden, desto seltener müssen vergleichsweise teure, fossile Kraftwerke eingesetzt werden und desto niedriger fällt der Strompreis am Großhandelsmarkt aus.“ Ein Gutes hat die Panik am Gasmarkt: Industrie und Politik lernen gerade, dass sie sich auf allzeit billige fossile Energie nicht verlassen können. Und: dass Windkraft, Photovoltaik und Co. schon jetzt und erst recht in Zukunft für niedrige Energiepreise sorgen – ein starkes Argument für ihren beschleunigten Ausbau.

    Quelle: Green Planet Energy 12/2021

    STEIGENDE STROM- UND GASPREISE: HINTERGRÜNDE UND AKTUELLE INFOS

    Energiewende in Deutschland
    STEIGENDE STROM- UND GASPREISE: HINTERGRÜNDE UND AKTUELLE INFOS

    STEIGENDE STROM- UND GASPREISE: HINTERGRÜNDE UND AKTUELLE INFOS

    In diesem Jahr spielten die Energiemärkte in Europa verrückt – und das treibt 2022 die Preise für Strom und Gas in die Höhe. Wir haben aber Vorschläge gemacht, wie der rasche Ausbau von Windkraft und Photovoltaik die Energiepreise künftig stabilisieren kann.

    Aktualisierung vom 7.12.21, 12.00:

    Die Großhandelspreise für Strom und Gas sind derzeit sehr volatil und bewegen sich auf historisch hohen Niveaus. Von dieser Preisrallye sind auch Ökoenergieversorger betroffen. Aufgrund der derzeit extrem hohen Beschaffungskosten für Strom und Gas können viele Anbieter neue Kunden momentan nicht mehr zu unseren aktuell geltenden Konditionen versorgen.

    Im Sinne Ihrer Bestandskunden haben viele sich deshalb dazu entschieden, vorübergehend keine Neukunden mehr unter Vertrag zu nehmen. Sie bedauern diesen Schritt, der aufgrund der aktuellen Marktsituation leider bis auf Weiteres notwendig ist, und hoffen, bald wieder neue Kunden begrüßen zu können. Gerade jetzt, wo die Energiemärkte aus den Fugen zu geraten scheinen, stellt sich die Frage nach den Ursachen einer des rasanten Auf und Ab der Strom- und Gaspreise: Ein Grund ist, dass sich die Weltwirtschaft im Laufe des Jahres 2021 von der Krise durch die Covid-19-Pandemie wieder zu erholen begann. Das führte auch zu einem unerwartet starken Anstieg der weltweiten Kohle- und Erdgasnachfrage. Zugleich war das Angebot für Kohle und Erdgas für Lieferungen nach Europa im Herbst 2021 überdurchschnittlich knapp. Fatih Birol, der Leiter der Internationalen Energieagentur in Paris, spricht im Zusammenhang mit den Gaslieferungen von „geplanten und ungeplanten Produktionsunterbrechungen“. Das weist in Richtung eines Landes, von dessen Handeln auch die EU abhängt: Russland.  Das mangelnde Energieangebot und andere Effekte – etwa die Rolle von Spekulanten – führten dazu, dass die Handelspreise für Kohle und Erdgas in Europa, aber auch in Deutschland neue Höchstwerte erreichten.

    „Solch eine Preisexplosion hat es noch nie gegeben“, sagt Johann Schmidt, der Leiter der Energiewirtschaft bei Green Planet: Im Oktober schoss der Gaspreis auf fast 70 Euro. Im Sommer noch lag er bei 15 Euro je Megawattstunde. Auch Öl verteuerte sich von 20 auf 80 Euro je Barrel. Was auf den ersten Blick wie ein Problem nur für Vielfahrer mit dem Auto, Flugreisende und energieintensive Unternehmen wirkt, trifft tatsächlich alle Verbraucher. Und damit auch Ökoenergiegenossenschaften wie Green Planet Energy. Denn weil die Preise für Ökoenergie sich an den Börsenpreisen für fossiles Gas, Öl und Kohle orientieren, wird auch der Einkauf erneuerbarer Energieträger wie Biogas oder Wind- und Solarstrom teurer.

    Die aktuelle Verknappung von Erdgas ist politisch gewollt

    „Die Verknappung war und ist politisch gewollt. Darüber ist sich der Energiehandel einig“, sagt Johann Schmidt. Die Indizien: Gazprom weigerte sich, Gas durch ukrainische Pipelines zu liefern. Deren Kapazität wurde teils nur zu einem Drittel genutzt. Im niedersächsischen Rehden wiederum betreibt der russische Staatskonzern über eine Tochterfirma Europas größten Gasspeicher. Der war 2021 lange fast leer und Mitte September nur halb voll. Solch knappe Speicherstände kurz vor der Heizsaison gab es viele Jahre nicht. Fatal: Denn Deutschland braucht russisches Gas, etwa für die Wärme von Millionen gasbeheizten Wohnungen. Der Marktanteil russischer Konzerne, vor allem Gazprom, liegt im Gassektor bei über 60 Prozent. Liefert der Riese Gazprom weniger, als nachgefragt wird, können die Zwerge das nicht ausgleichen – und Panik im Markt treibt die Preise durch die Decke.

    „Russland macht durch das Abdrehen des Gashahns Druck, damit Europa die umstrittene Pipeline North Stream 2 genehmigt“, gibt Schmidt die verbreitete Überzeugung der Energiehändler wieder. Als ob es noch eines Beweises für den Einfluss des Kremls auf den Gasmarkt bedurft hätte, erbrachte ihn Präsident Putin persönlich: Zwei Interviews mit der Ankündigung größerer Lieferungen reichten, um den Preis jeweils auf Talfahrt zu schicken (siehe auch Grafik 1).

    Viele Anbieter kaufen langfristig im Voraus ein

    „Die Energiepreise werden an Spot- und Terminmärkten der Börsen gebildet“, sagt Johann Schmidt von Green Planet Energy.“ Ob sie steigen oder fallen, erläutert unser Chefeinkäufer, hängt von diversen Faktoren ab: wie stark der Wind weht und die Sonne scheint, vom Preis für CO2-Emissionszertifikate und vor allem von den Preisen für Gas, Kohle und Öl. Sind die hoch, etwa aufgrund der Nachfrage durch starkes Wirtschaftswachstum, steigen parallel auch die Preise für Ökostrom oder Biogas. „Wir selbst kaufen zwar nie an der Börse ein, sondern immer direkt von Ökokraftwerksbetreibern oder deren Vermarkten. Zudem kaufen wir den größten Teil unseres Stroms schon ein bis zwei Jahre im Voraus. Doch auch wir müssen manchmal Mengen relativ kurzfristig zukaufen, weil wir trotz unserer Prognosen vorab nie wissen, wie viel Energie unsere Kunden wirklich verbrauchen“, erklärt Schmidt.

    Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy

    Produzenten etwa von Windstrom orientieren sich am – aktuell extrem hohen – Preisniveau an den Börsen, wenn sie Strom verkaufen. Für die Energiegenossenschaften sind die hohen Marktpreise daher eine Herausforderung. Denn um die auch wegen eines unerwartet starken Kundenwachstums entstandene Lücke zwischen Prognose und Verbrauch zu schließen, musste er in der Preiskrise zwar nur kleine Teile nachkaufen. Das aber waren teure Deals, weil auch die Ökoenergieproduzenten höhere Preise forderten. Immerhin: Die absoluten Preisspitzen zu Ende Oktober konnten Schmidt und sein Team „aussitzen“. „Alles in allem“, sagt Nils Müller, einer der beiden Vorstände von Green Planet Energy, „ist die Versorgung unserer Bestandskunden aber aufgrund unseres langfristigen Einkaufs trotz dieser außergewöhnlichen Situation gesichert und unsere Preisgarantie bis zum Jahresende 2021 steht.“

    Auf den Strompreis wirken viele Faktoren ein

    Doch auch weitere Faktoren wie die EEG-Umlage oder die Netzentgelte und weitere staatliche Abgaben wirken sich auf den Strompreis aus. „Als nicht profitmaximierende Genossenschaft haben wir hier aber einen klaren Kurs“, sagt Green Planet Energy-Vorstand Müller: „Wir geben, egal ob bei Strom oder Gas, nur die tatsächlichen Mehrkosten an unsere Kunden weiter.“ Und so werden die Strompreise im Jahr 2022 trotz aller Turbulenzen „nur“ um rund 1 Cent je Kilowattstunde ansteigen.

    Zwar ist Deutschland bei den Gaslieferungen vom Goodwill Russlands abhängig, dennoch hat es  Möglichkeiten, durch eigene Maßnahmen mittelfristig die Energiepreise sinken zu lassen: Was die Bundesregierung tun kann, zeigt eine kürzlich veröffentlichte, von Green Planet Energy in Auftrag gegebene Analyse des Berliner Analyse-Instituts Energy Brainpool. Sie macht auf eine der Ursachen aufmerksam, die jetzt auf den Strompreis in Deutschland einwirkt: Je größer der Anteil fossiler Kraftwerke an der Stromerzeugung, desto stärker schlagen die Beschaffungskosten dieser Kraftwerke für Kohle und Gas (sowie für CO2-Zertifikate) auf die Kosten zur Strombereitstellung durch.

    Schneller Ökostrom-Ausbau führt zu sinkenden Stromkosten

    Fazit der Analyse von Energy Brainpool: Das teuerste konventionelle Kraftwerk (rechts) setzt den Preis. Ein verstärkter Zubau von günstigeren erneuerbaren Energien schiebt die teuren fossilen Kraftwerke aus dem Markt. Das senkt den Strompreis.

    Wie aber bekommt man die steigenden Strom- und Gaspreise wieder in den Griff? Die Lösung: Schnell weg von jeglichen fossilen Brennstoffen – hin zu ausschließlich erneuerbaren Energien. Hier besteht gerade in der aktuellen Situation dringender Handlungsbedarf.

    Die Analytiker von Energy Brainpool zeigen ganz klar, wie der beschleunigte Kohleausstieg die Stromkosten sinken lässt. Michael Claußner, Experte bei Energy Brainpool sagt: „Je schneller zusätzliche erneuerbare Energien als Ersatz für die scheidenden Kohlekraftwerke ausgebaut werden, desto seltener müssen vergleichsweise teure, fossile Kraftwerke eingesetzt werden und desto niedriger fällt der Strompreis am Großhandelsmarkt aus.“ Ein Gutes hat die Panik am Gasmarkt: Industrie und Politik lernen gerade, dass sie sich auf allzeit billige fossile Energie nicht verlassen können. Und: dass Windkraft, Photovoltaik und Co. schon jetzt und erst recht in Zukunft für niedrige Energiepreise sorgen – ein starkes Argument für ihren beschleunigten Ausbau.

    Quelle: Green Planet Energy 12/2021

    STEIGENDE STROM- UND GASPREISE: HINTERGRÜNDE UND AKTUELLE INFOS

    AGB
    Strompreisentwicklung 2022

    Hauptursachen für die Strompreisentwicklung 2021/2022

    Die Strompreise steigen 2021/2022 vor allem aus folgenden Gründen stark an:

    • Extremer Anstieg der Börsenpreise für Strom als Folge des Gaspreisanstiegs
    • Engpass bei Strom aus Windkraftwerken; teurer Ausgleich über Kohlekraftwerke (CO₂-Steuer)

    Im Folgenden gehen wir näher auf die einzelnen Ursachen der aktuellen Strompreisentwicklung 2022 ein.

    Strompreisentwicklung 2022: Anstieg der Einkaufspreise

    Die Einkaufspreise für Strom sind bereits im Verlauf des Jahres 2021 stark angestiegen, wobei es ab August zu einer noch extremeren Strompreisentwicklung nach oben kommt. Dies liegt unter anderem daran, dass ab Herbst ein großer Gasmangel auf dem Energiemarkt herrscht.

    Die Folge ist eine Gaspreisentwicklung, die steil nach oben geht. So wird die Stromerzeugung aus Gas teurer. Auch beim Strom aus Kohlekraftwerken kommt es durch die CO₂-Abgaben, welche die Produzenten pro Tonne Kohlendioxid für Zertifikate zahlen müssen, zu einer Verteuerung.

    Strompreisentwicklung 2022: Einfluss der CO₂-Abgabe und Windkraft-Engpass

    Auch wenn im Strompreis keine direkte CO₂-Steuer enthalten ist wie im Gaspreis, hat diese Abgabe auf mehrere Arten Einfluss auf die Strompreisentwicklung 2021/2022. Für den Herbst 2021 wird ein geringeres Windaufkommen als erwartet prognostiziert. Dementsprechend kann weniger Strom über Windkraftwerke erzeugt werden.

    Der Ausgleich muss über Energiequellen erfolgen, die weniger klimafreundlich sind. Dazu zählen z. B. Kohlekraftwerke, die einen hohen CO₂-Ausstoß haben. Entsprechend müssen die Betreiber hohe CO₂-Abgaben zahlen (bzw. teure Zertifikate erwerben), was den erzeugten Strom weiter verteuert.

    Strompreisentwicklung 2022: Einfluss der EEG-Umlage

    Politische Entscheidungen haben großen Einfluss darauf, wie stark Verbraucher preislich beim Strompreis belastet werden. Das liegt am hohen Anteil an Steuern und Abgaben (fast 50 Prozent) am Strompreis.

    Allein die EEG-Umlage macht aktuell über 20 Prozent des Gesamtpreises aus. Sie dient der Förderung von erneuerbaren Energien. Erzeuger von „grünem“ Strom (z. B. Windkraft, Solar, Wasserkraft und Biomasse) erhalten darüber feste Vergütungen.

    Alle Stromanbieter müssen für jede an den Verbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber abgeben. Diese Kosten werden an die Kunden weitergegeben.

    Die Höhe der EEG-Umlage hat sich in den letzten acht Jahren beinahe verdoppelt (2012: 3,592 ct/kWh). 2021 sank die EEG-Umlage jedoch von 6,756 Cent/kWh auf 6,5 ct/kWh. Dies wurde durch Zuschüsse des Bundeshaushalts ermöglicht, um im Rahmen der Corona-Krise eine Entlastung bei den Stromkosten zu schaffen. Die Zuschüsse stammen aus Einnahmen durch die CO2-Steuer und aus dem Corona-Konjunkturpaket.

    Ohne diese Zuschüsse wäre der Preisanteil für die EEG-Umlage 2021 auf mindestens 8,6 ct/kWh gestiegen (Quelle: strom-report.de). Die Kosten für Verbraucher wären also deutlich höher ausgefallen als ohnehin.

    EEG-Umlage: Wie geht es ab 2022 weiter?

    Der Großteil der Parteien plant, die EEG-Umlage bei einer Regierungsbeteiligung in Folge der Bundestagswahl abzuschaffen. So könnte eine extreme Strompreisentwicklung nach oben, wie sie derzeit der Fall ist, abgefedert werden.

    Für das Jahr 2022 erfolgt zunächst eine Senkung der EEG-Umlage (von 6,5 ct/kWh auf 6,0 ct/kWh). Diese Preissenkung wird aus den Einnahmen durch die CO₂-Abgabe finanziert. Das bedeutet zwar, dass die Strompreise durch die EEG-Umlage nicht noch weiter in die Höhe steigen. Trotzdem kann die Senkung der Umlage die allgemeine Strompreisentwicklung nach oben nicht aufhalten.

    Strompreisentwicklung 2022: Einfluss der Netzentgelte

    Bei der Strompreisentwicklung wird rund ein Viertel des Preises aktuell durch Netznutzungsentgelte bestimmt: Stromanbieter müssen diese Entgelte an Netzbetreiber zahlen, um deren Verteilernetze für die Strombelieferung nutzen zu können. Auch der Betrieb, die Wartung und der Ausbau der Netze werden über die Netzentgelte finanziert.

    Die Netzentgelte sorgen für eine weitere ungünstige Strompreisentwicklung 2022 für Privatkunden. Die Netzentgelte fallen im bundesweiten Durchschnitt so hoch aus wie nie zuvor. Die Steigung beträgt durchschnittlich 3,7 Prozent. Ein Privathaushalte mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden müsste dann etwa 11 Euro mehr zahlen als im Jahr 2021 (Quelle: Verivox).

    Energieversorger können bis Mitte November entscheiden, inwiefern sie die Kosten durch die erhöhten Netzentgelte an ihre Kunden weitergeben.

    Besonders stark soll die Strompreisentwicklung nach oben durch die Netzentgelte in Bremen ausfallen – gefolgt von Hamburg und dem Saarland. Die Preissteigerungen sind je nach Region unterschiedlich hoch (je nach notwendigem Ausbau des Verteilernetzes). Während die Entgelte normalerweise in einigen Bundesländern sogar sinken, steigen sie in anderen um 10 Prozent oder mehr. Allerdings ist eine bundesweite Angleichung bis 2023 geplant.

    Erhöhungen kommen dadurch zustande, dass die Stromnetze in Deutschland und über die Grenzen hinaus im Rahmen der Energiewende stets aus- bzw. umgebaut werden. Zudem fallen umfassende Netzsanierungen an.

    Strompreisentwicklung 2022: Weitere Steuern und Abgaben

    Neben der CO₂-Abgabe und der EEG-Umlage gibt es weitere Steuern und Abgaben, die den Strompreis bzw. die Strompreisentwicklung mehr oder weniger stark beeinflussen. Im Folgenden erläutern wir, welchen Einfluss die Konzessionsabgabe, die Umsatzsteuer, die Stromsteuer und weitere Umlagen auf die Strompreisentwicklung haben.

    Konzessionsabgabe

    Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt, das Netzbetreiber an Gemeinden zahlen, um im Gegenzug auf öffentlichem Grund Strom- und Gasleitungen verlegen und betreiben zu dürfen.

    Der Anteil der Konzessionsabgabe am Strompreis beträgt im Schnitt 5-6 %. Die Obergrenzen liegen für die meisten Stromkunden zwischen 1,32 und 2,39 ct/kWh. Der Durchschnittsbetrag für die Konzessionsabgabe liegt im Jahr 2021 bei 1,66 ct/kWh.

    Die Höhe dieser Abgabe ist nicht frei wählbar, sondern wird durch gesetzlich geregelte Obergrenzen und die Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeinde bestimmt.

    Umsatzsteuer und Stromsteuer

    Ebenfalls fast ein Viertel des Strompreises ergibt sich aus der Umsatz- und Stromsteuer. Steuerliche Anpassungen haben demnach einen deutlichen Einfluss auf die Strompreisentwicklung.

    • Die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, liegt für Strom derzeit bei 19 % und wird auf den Netto-Strompreis aufgeschlagen.
      Zwischen 01.07.2020 und 31.12.2020 betrug sie aufgrund der Corona-Krise nur 16 %.
    • Die Stromsteuer, auch Ökosteuer genannt, liegt aktuell bei 6,4 % des Strompreises und ist seit dem Jahr 2003 auf dem gleichen Niveau.
      Entgelte aus der Stromsteuer werden zum Teil für die Senkung der Rentenbeitragssätze verwendet.

    Sonstige Steuern und Abgaben

    Die restlichen Anteile des Strompreises setzen sich aus sonstigen Umlagen zusammen, wie zum Beispiel KWK-Umlage, Stromnetzentgeltverordnung, Offshore-Haftungsumlage und Umlage für abschaltbare Lasten. Diese haben jedoch im Vergleich zu den anderen Preisbestandteilen aktuell nur einen geringen Einfluss auf die Strompreisentwicklung.

    Strompreisentwicklung 2020/2021

    Etwa drei Viertel aller deutschen Anbieter (rund 630 Stromversorger) haben 2020 die Strompreise erhöht. Bei der Strompreisentwicklung kam es 2020 zu einem durchschnittlichen Anstieg von 6,8 Prozent.

    Der Durchschnittspreis für Strom ist von 31,81 ct/kWh (2020) auf 31,94 ct/kWh (2021) gestiegen (Quelle: BDEW-Strompreisanalyse).

    Hier finden Sie eine Übersicht, welche Faktoren die Kosten 2020/21 in die Höhe getrieben haben, gesunken sind oder unverändert geblieben sind. Die Werte beziehen sich auf einen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

    Zu einer Erhöhung kam es bei…

    • Netzentgelten: Durchschnittlicher Anstieg um 0,6 %, d. h. von 7,75 ct/kWh (2020) auf 7,80 ct/kWh (2021)
    • Beschaffung und Vertrieb: Durchschnittlicher Anstieg um 2,5 %, d. h. Steigerung um 0,19 ct/kWh

    Eine Senkung erfolgte bei…

    • Steuern, Abgaben und Umlagen: Verringerung um 0,5 % bzw. 0,16 ct/kWh, d. h. von 16,55 ct/kWh (2020) auf 16,39 ct/kWh (2021)

    Im folgenden Abschnitt gehen wir näher auf die Strompreisentwicklung im Rahmen der Corona-Krise ein.

    Strompreisentwicklung: Einfluss der Corona-Krise

    Die Corona-Krise zeigte sich deutlich in der Strompreisentwicklung und wirkte sich auf mehrere Bestandteile des Preises aus: So kamen gesunkene Einkaufspreise, eine streckenweise gesenkte Mehrwertsteuer, eine gedeckelte EEG-Umlage und ggf. ein steigender Verbrauch durch Homeoffice & Co. zusammen. Was Corona für die Strompreisentwicklung genau bedeutete, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

    Änderung des Einkaufspreises: Negative Strompreisentwicklung an der Strombörse

    Während der Corona-Pandemie sank 2020 die Stromnachfrage im Industriebereich stark, z. B. durch Produktions-Stopps. Die geringere Nachfrage hatte zur Folge, dass die Preise an der Strombörse für einige Zeit niedriger waren.

    Vergleich: Mai 2020: ca. 2 ct/kWh vs. Mai 2019: ca. 3 ct/kWh (Quelle: CHECK24).

    Viele Stromversorger konnten also von der Strompreisentwicklung nach unten profitieren. Trotzdem bedeutete dies für viele Privatverbraucher keine Preissenkungen. Anbieter geben eine Ersparnis (egal welcher Ursache) normalerweise nicht an Bestandskunden weiter, denn sie sind nicht dazu verpflichtet. Stattdessen investieren Stromanbieter meist nur in Neukundenangebote (günstigere Tarife und Bonuszahlungen), während Bestandskunden deutlich mehr zahlen.

    Hinzu kam, dass nicht alle Anbieter die günstige Strompreisentwicklung ausnutzen konnten: Viele Anbieter kaufen nur einen Bruchteil ihres Stroms an der Strombörse. Den Großteil beziehen sie länger im Voraus bei Erzeugern. Dadurch haben einige Stromversorger zu hohe Preise für 2020/21 gezahlt.

    Senkung der Mehrwertsteuer 2020

    Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Mehrwertsteuersatz vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 gesenkt, was sich auch auf die Strompreisentwicklung auswirkte. Die Steuer betrug dadurch nur 16 statt 19 Prozent.

    Tipp: Kontrollieren Sie sicherheitshalber auf Ihrer Stromrechnung, ob Ihr Stromversorger dies berücksichtigt hat. Verlangen Sie ggf. eine Korrektur.

    Senkung bzw. Deckelung der EEG-Umlage ab 2021

    Eine weitere Entlastung während der Corona-Krise soll für den Verbraucher die Senkung bzw. Deckelung der EEG-Umlage ab 2021 bewirken. Der Anteil der Umlage am Strompreis wäre sonst stärker ausgefallen und hätte somit eine weitere Preissteigerung zur Folge gehabt.

    Durch Zuschüsse des Bundes wurde die Umlage im Jahr 2021 auf 6,5 ct/kWh gesenkt (statt 8,6 ct/kWh). Im Jahr 2022 sinkt sie weiter auf 6 ct/kWh.

    Steigender Stromverbrauch durch Corona-Krise

    Durch Homeoffice, Lockdowns & Co. kam es im Rahmen der Corona-Krise zu einem steigenden Stromverbrauch bei Privatkunden. Laut einer Umfrage von Verivox muss jeder zweite deutsche Haushalt für die Pandemie-Zeit (2020/21) eine Nachzahlung leisten, hat also einen höheren Stromverbrauch als bisher. Die Nachzahlungen betrugen durchschnittlich 112 Euro.

    Gleichzeitig ist für Privathaushalte während der Corona-Krise auch 2021 oder 2022 keine Strompreisentwicklung nach unten in Sicht. Daher ist ein Stromanbieterwechsel jetzt für Verbraucher besonders lohnenswert, um die guten Neukundenangebote zu nutzen.

    Wenn Sie nicht selbst nach dem besten Stromanbieter suchen möchten, übernehmen wir dies gerne für Sie. Fordern Sie einfach eine kostenlose, unverbindliche Tarifempfehlung an.

    Strompreisentwicklung 2022: Anstieg der Einkaufspreise

    Energieversorger , Energiewende in Deutschland
    Strompreisentwicklung 2022

    Hauptursachen für die Strompreisentwicklung 2021/2022

    Die Strompreise steigen 2021/2022 vor allem aus folgenden Gründen stark an:

    • Extremer Anstieg der Börsenpreise für Strom als Folge des Gaspreisanstiegs
    • Engpass bei Strom aus Windkraftwerken; teurer Ausgleich über Kohlekraftwerke (CO₂-Steuer)

    Im Folgenden gehen wir näher auf die einzelnen Ursachen der aktuellen Strompreisentwicklung 2022 ein.

    Strompreisentwicklung 2022: Anstieg der Einkaufspreise

    Die Einkaufspreise für Strom sind bereits im Verlauf des Jahres 2021 stark angestiegen, wobei es ab August zu einer noch extremeren Strompreisentwicklung nach oben kommt. Dies liegt unter anderem daran, dass ab Herbst ein großer Gasmangel auf dem Energiemarkt herrscht.

    Die Folge ist eine Gaspreisentwicklung, die steil nach oben geht. So wird die Stromerzeugung aus Gas teurer. Auch beim Strom aus Kohlekraftwerken kommt es durch die CO₂-Abgaben, welche die Produzenten pro Tonne Kohlendioxid für Zertifikate zahlen müssen, zu einer Verteuerung.

    Strompreisentwicklung 2022: Einfluss der CO₂-Abgabe und Windkraft-Engpass

    Auch wenn im Strompreis keine direkte CO₂-Steuer enthalten ist wie im Gaspreis, hat diese Abgabe auf mehrere Arten Einfluss auf die Strompreisentwicklung 2021/2022. Für den Herbst 2021 wird ein geringeres Windaufkommen als erwartet prognostiziert. Dementsprechend kann weniger Strom über Windkraftwerke erzeugt werden.

    Der Ausgleich muss über Energiequellen erfolgen, die weniger klimafreundlich sind. Dazu zählen z. B. Kohlekraftwerke, die einen hohen CO₂-Ausstoß haben. Entsprechend müssen die Betreiber hohe CO₂-Abgaben zahlen (bzw. teure Zertifikate erwerben), was den erzeugten Strom weiter verteuert.

    Strompreisentwicklung 2022: Einfluss der EEG-Umlage

    Politische Entscheidungen haben großen Einfluss darauf, wie stark Verbraucher preislich beim Strompreis belastet werden. Das liegt am hohen Anteil an Steuern und Abgaben (fast 50 Prozent) am Strompreis.

    Allein die EEG-Umlage macht aktuell über 20 Prozent des Gesamtpreises aus. Sie dient der Förderung von erneuerbaren Energien. Erzeuger von „grünem“ Strom (z. B. Windkraft, Solar, Wasserkraft und Biomasse) erhalten darüber feste Vergütungen.

    Alle Stromanbieter müssen für jede an den Verbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber abgeben. Diese Kosten werden an die Kunden weitergegeben.

    Die Höhe der EEG-Umlage hat sich in den letzten acht Jahren beinahe verdoppelt (2012: 3,592 ct/kWh). 2021 sank die EEG-Umlage jedoch von 6,756 Cent/kWh auf 6,5 ct/kWh. Dies wurde durch Zuschüsse des Bundeshaushalts ermöglicht, um im Rahmen der Corona-Krise eine Entlastung bei den Stromkosten zu schaffen. Die Zuschüsse stammen aus Einnahmen durch die CO2-Steuer und aus dem Corona-Konjunkturpaket.

    Ohne diese Zuschüsse wäre der Preisanteil für die EEG-Umlage 2021 auf mindestens 8,6 ct/kWh gestiegen (Quelle: strom-report.de). Die Kosten für Verbraucher wären also deutlich höher ausgefallen als ohnehin.

    EEG-Umlage: Wie geht es ab 2022 weiter?

    Der Großteil der Parteien plant, die EEG-Umlage bei einer Regierungsbeteiligung in Folge der Bundestagswahl abzuschaffen. So könnte eine extreme Strompreisentwicklung nach oben, wie sie derzeit der Fall ist, abgefedert werden.

    Für das Jahr 2022 erfolgt zunächst eine Senkung der EEG-Umlage (von 6,5 ct/kWh auf 6,0 ct/kWh). Diese Preissenkung wird aus den Einnahmen durch die CO₂-Abgabe finanziert. Das bedeutet zwar, dass die Strompreise durch die EEG-Umlage nicht noch weiter in die Höhe steigen. Trotzdem kann die Senkung der Umlage die allgemeine Strompreisentwicklung nach oben nicht aufhalten.

    Strompreisentwicklung 2022: Einfluss der Netzentgelte

    Bei der Strompreisentwicklung wird rund ein Viertel des Preises aktuell durch Netznutzungsentgelte bestimmt: Stromanbieter müssen diese Entgelte an Netzbetreiber zahlen, um deren Verteilernetze für die Strombelieferung nutzen zu können. Auch der Betrieb, die Wartung und der Ausbau der Netze werden über die Netzentgelte finanziert.

    Die Netzentgelte sorgen für eine weitere ungünstige Strompreisentwicklung 2022 für Privatkunden. Die Netzentgelte fallen im bundesweiten Durchschnitt so hoch aus wie nie zuvor. Die Steigung beträgt durchschnittlich 3,7 Prozent. Ein Privathaushalte mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden müsste dann etwa 11 Euro mehr zahlen als im Jahr 2021 (Quelle: Verivox).

    Energieversorger können bis Mitte November entscheiden, inwiefern sie die Kosten durch die erhöhten Netzentgelte an ihre Kunden weitergeben.

    Besonders stark soll die Strompreisentwicklung nach oben durch die Netzentgelte in Bremen ausfallen – gefolgt von Hamburg und dem Saarland. Die Preissteigerungen sind je nach Region unterschiedlich hoch (je nach notwendigem Ausbau des Verteilernetzes). Während die Entgelte normalerweise in einigen Bundesländern sogar sinken, steigen sie in anderen um 10 Prozent oder mehr. Allerdings ist eine bundesweite Angleichung bis 2023 geplant.

    Erhöhungen kommen dadurch zustande, dass die Stromnetze in Deutschland und über die Grenzen hinaus im Rahmen der Energiewende stets aus- bzw. umgebaut werden. Zudem fallen umfassende Netzsanierungen an.

    Strompreisentwicklung 2022: Weitere Steuern und Abgaben

    Neben der CO₂-Abgabe und der EEG-Umlage gibt es weitere Steuern und Abgaben, die den Strompreis bzw. die Strompreisentwicklung mehr oder weniger stark beeinflussen. Im Folgenden erläutern wir, welchen Einfluss die Konzessionsabgabe, die Umsatzsteuer, die Stromsteuer und weitere Umlagen auf die Strompreisentwicklung haben.

    Konzessionsabgabe

    Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt, das Netzbetreiber an Gemeinden zahlen, um im Gegenzug auf öffentlichem Grund Strom- und Gasleitungen verlegen und betreiben zu dürfen.

    Der Anteil der Konzessionsabgabe am Strompreis beträgt im Schnitt 5-6 %. Die Obergrenzen liegen für die meisten Stromkunden zwischen 1,32 und 2,39 ct/kWh. Der Durchschnittsbetrag für die Konzessionsabgabe liegt im Jahr 2021 bei 1,66 ct/kWh.

    Die Höhe dieser Abgabe ist nicht frei wählbar, sondern wird durch gesetzlich geregelte Obergrenzen und die Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeinde bestimmt.

    Umsatzsteuer und Stromsteuer

    Ebenfalls fast ein Viertel des Strompreises ergibt sich aus der Umsatz- und Stromsteuer. Steuerliche Anpassungen haben demnach einen deutlichen Einfluss auf die Strompreisentwicklung.

    • Die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, liegt für Strom derzeit bei 19 % und wird auf den Netto-Strompreis aufgeschlagen.
      Zwischen 01.07.2020 und 31.12.2020 betrug sie aufgrund der Corona-Krise nur 16 %.
    • Die Stromsteuer, auch Ökosteuer genannt, liegt aktuell bei 6,4 % des Strompreises und ist seit dem Jahr 2003 auf dem gleichen Niveau.
      Entgelte aus der Stromsteuer werden zum Teil für die Senkung der Rentenbeitragssätze verwendet.

    Sonstige Steuern und Abgaben

    Die restlichen Anteile des Strompreises setzen sich aus sonstigen Umlagen zusammen, wie zum Beispiel KWK-Umlage, Stromnetzentgeltverordnung, Offshore-Haftungsumlage und Umlage für abschaltbare Lasten. Diese haben jedoch im Vergleich zu den anderen Preisbestandteilen aktuell nur einen geringen Einfluss auf die Strompreisentwicklung.

    Strompreisentwicklung 2020/2021

    Etwa drei Viertel aller deutschen Anbieter (rund 630 Stromversorger) haben 2020 die Strompreise erhöht. Bei der Strompreisentwicklung kam es 2020 zu einem durchschnittlichen Anstieg von 6,8 Prozent.

    Der Durchschnittspreis für Strom ist von 31,81 ct/kWh (2020) auf 31,94 ct/kWh (2021) gestiegen (Quelle: BDEW-Strompreisanalyse).

    Hier finden Sie eine Übersicht, welche Faktoren die Kosten 2020/21 in die Höhe getrieben haben, gesunken sind oder unverändert geblieben sind. Die Werte beziehen sich auf einen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

    Zu einer Erhöhung kam es bei…

    • Netzentgelten: Durchschnittlicher Anstieg um 0,6 %, d. h. von 7,75 ct/kWh (2020) auf 7,80 ct/kWh (2021)
    • Beschaffung und Vertrieb: Durchschnittlicher Anstieg um 2,5 %, d. h. Steigerung um 0,19 ct/kWh

    Eine Senkung erfolgte bei…

    • Steuern, Abgaben und Umlagen: Verringerung um 0,5 % bzw. 0,16 ct/kWh, d. h. von 16,55 ct/kWh (2020) auf 16,39 ct/kWh (2021)

    Im folgenden Abschnitt gehen wir näher auf die Strompreisentwicklung im Rahmen der Corona-Krise ein.

    Strompreisentwicklung: Einfluss der Corona-Krise

    Die Corona-Krise zeigte sich deutlich in der Strompreisentwicklung und wirkte sich auf mehrere Bestandteile des Preises aus: So kamen gesunkene Einkaufspreise, eine streckenweise gesenkte Mehrwertsteuer, eine gedeckelte EEG-Umlage und ggf. ein steigender Verbrauch durch Homeoffice & Co. zusammen. Was Corona für die Strompreisentwicklung genau bedeutete, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

    Änderung des Einkaufspreises: Negative Strompreisentwicklung an der Strombörse

    Während der Corona-Pandemie sank 2020 die Stromnachfrage im Industriebereich stark, z. B. durch Produktions-Stopps. Die geringere Nachfrage hatte zur Folge, dass die Preise an der Strombörse für einige Zeit niedriger waren.

    Vergleich: Mai 2020: ca. 2 ct/kWh vs. Mai 2019: ca. 3 ct/kWh (Quelle: CHECK24).

    Viele Stromversorger konnten also von der Strompreisentwicklung nach unten profitieren. Trotzdem bedeutete dies für viele Privatverbraucher keine Preissenkungen. Anbieter geben eine Ersparnis (egal welcher Ursache) normalerweise nicht an Bestandskunden weiter, denn sie sind nicht dazu verpflichtet. Stattdessen investieren Stromanbieter meist nur in Neukundenangebote (günstigere Tarife und Bonuszahlungen), während Bestandskunden deutlich mehr zahlen.

    Hinzu kam, dass nicht alle Anbieter die günstige Strompreisentwicklung ausnutzen konnten: Viele Anbieter kaufen nur einen Bruchteil ihres Stroms an der Strombörse. Den Großteil beziehen sie länger im Voraus bei Erzeugern. Dadurch haben einige Stromversorger zu hohe Preise für 2020/21 gezahlt.

    Senkung der Mehrwertsteuer 2020

    Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Mehrwertsteuersatz vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 gesenkt, was sich auch auf die Strompreisentwicklung auswirkte. Die Steuer betrug dadurch nur 16 statt 19 Prozent.

    Tipp: Kontrollieren Sie sicherheitshalber auf Ihrer Stromrechnung, ob Ihr Stromversorger dies berücksichtigt hat. Verlangen Sie ggf. eine Korrektur.

    Senkung bzw. Deckelung der EEG-Umlage ab 2021

    Eine weitere Entlastung während der Corona-Krise soll für den Verbraucher die Senkung bzw. Deckelung der EEG-Umlage ab 2021 bewirken. Der Anteil der Umlage am Strompreis wäre sonst stärker ausgefallen und hätte somit eine weitere Preissteigerung zur Folge gehabt.

    Durch Zuschüsse des Bundes wurde die Umlage im Jahr 2021 auf 6,5 ct/kWh gesenkt (statt 8,6 ct/kWh). Im Jahr 2022 sinkt sie weiter auf 6 ct/kWh.

    Steigender Stromverbrauch durch Corona-Krise

    Durch Homeoffice, Lockdowns & Co. kam es im Rahmen der Corona-Krise zu einem steigenden Stromverbrauch bei Privatkunden. Laut einer Umfrage von Verivox muss jeder zweite deutsche Haushalt für die Pandemie-Zeit (2020/21) eine Nachzahlung leisten, hat also einen höheren Stromverbrauch als bisher. Die Nachzahlungen betrugen durchschnittlich 112 Euro.

    Gleichzeitig ist für Privathaushalte während der Corona-Krise auch 2021 oder 2022 keine Strompreisentwicklung nach unten in Sicht. Daher ist ein Stromanbieterwechsel jetzt für Verbraucher besonders lohnenswert, um die guten Neukundenangebote zu nutzen.

    Wenn Sie nicht selbst nach dem besten Stromanbieter suchen möchten, übernehmen wir dies gerne für Sie. Fordern Sie einfach eine kostenlose, unverbindliche Tarifempfehlung an.

    Strompreisentwicklung 2022: Anstieg der Einkaufspreise

    Beratung zu Erneuerbaren Energien
    Hier wird Strom und Gas besonders teuer

    Hunderte Strom- und Gasversorger erhöhen zum Jahreswechsel ihre Preise. Manche verdoppeln sie sogar. Unsere Karten und Tabellen zeigen, wer wie stark betroffen ist.
    Schon seit Monaten steigen die Energiepreise für private Verbraucher. Zum Jahresende schwillt die Preiserhöhungswelle für Gas und Strom nun nochmal gewaltig an. Mehr als 400 der rund 700 Gasversorger haben aktuell die Preise erhöht oder dies zu Dezember oder Januar angekündigt, wie die Vergleichsportale Verivox und Check24 berichten. Beim Strom melden rund 200 Grundversorger Preiserhöhungen.

    Am 20. November läuft die Frist ab, bis zu der Versorger Erhöhungen zum Jahreswechsel melden müssen. Eine Übersicht über alle bisher bekannten Preiserhöhungen der Grundversorger finden Sie hier für Gas und hier für Strom. “Wir erleben aktuell ein Preischaos im Energiemarkt. Hunderte Anbieter erhöhen die Preise drastisch. Dies führt im kommenden Jahr nicht selten zu Mehrkosten von mehr als Tausend Euro”.

    Den Stromanbieter zu wechseln, kann viel Geld sparen

    Hier wird Strom und Gas besonders teuer

    Gas wird Hunderte Euro teurer
    Vor allem Gas-Kunden sollten sich die Briefe ihrer Versorger derzeit lieber genau angucken. Denn die angekündigten Erhöhungen sind zum Teil massiv. Bei einzelnen Gasversorgern verdoppeln sich die Preise gar. Im Schnitt wird Gas für 2,7 Millionen Haushalte rund 25 Prozent teurer, berichtet Check24. Verivox zählt für die gesamte zweite Jahreshälfte sogar 3,9 Millionen betroffene Haushalte, deren Gaspreis im Schnitt um 21 Prozent steigt. Ein Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlt so 305 Euro mehr im Jahr für Gas, in der Check24-Rechnung sind es sogar 369 Euro.

    Etwas moderater fällt die Preiserhöhungswelle beim Strom aus, der allerdings schon auf einem Rekordniveau steht. Die angekündigten Preiserhöhungen treffen rund 1,5 Millionen Haushalte und liegen im Schnitt bei sieben bis neun Prozent. Ein Durchschnittshaushalt muss dadurch etwa 100 bis 150 Euro mehr im Jahr für Strom bezahlen. 21 Stromgrundversorger senken die Preise dagegen sogar zum Jahreswechsel leicht. Dann sinkt auch die EEG-Umlage, was die Strompreise zumindest etwas entlastet.

    Hier wird Strom und Gas besonders teuer

    Energiewende in Deutschland
    Hier wird Strom und Gas besonders teuer

    Hunderte Strom- und Gasversorger erhöhen zum Jahreswechsel ihre Preise. Manche verdoppeln sie sogar. Unsere Karten und Tabellen zeigen, wer wie stark betroffen ist.
    Schon seit Monaten steigen die Energiepreise für private Verbraucher. Zum Jahresende schwillt die Preiserhöhungswelle für Gas und Strom nun nochmal gewaltig an. Mehr als 400 der rund 700 Gasversorger haben aktuell die Preise erhöht oder dies zu Dezember oder Januar angekündigt, wie die Vergleichsportale Verivox und Check24 berichten. Beim Strom melden rund 200 Grundversorger Preiserhöhungen.

    Am 20. November läuft die Frist ab, bis zu der Versorger Erhöhungen zum Jahreswechsel melden müssen. Eine Übersicht über alle bisher bekannten Preiserhöhungen der Grundversorger finden Sie hier für Gas und hier für Strom. “Wir erleben aktuell ein Preischaos im Energiemarkt. Hunderte Anbieter erhöhen die Preise drastisch. Dies führt im kommenden Jahr nicht selten zu Mehrkosten von mehr als Tausend Euro”.

    Den Stromanbieter zu wechseln, kann viel Geld sparen

    Hier wird Strom und Gas besonders teuer

    Gas wird Hunderte Euro teurer
    Vor allem Gas-Kunden sollten sich die Briefe ihrer Versorger derzeit lieber genau angucken. Denn die angekündigten Erhöhungen sind zum Teil massiv. Bei einzelnen Gasversorgern verdoppeln sich die Preise gar. Im Schnitt wird Gas für 2,7 Millionen Haushalte rund 25 Prozent teurer, berichtet Check24. Verivox zählt für die gesamte zweite Jahreshälfte sogar 3,9 Millionen betroffene Haushalte, deren Gaspreis im Schnitt um 21 Prozent steigt. Ein Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlt so 305 Euro mehr im Jahr für Gas, in der Check24-Rechnung sind es sogar 369 Euro.

    Etwas moderater fällt die Preiserhöhungswelle beim Strom aus, der allerdings schon auf einem Rekordniveau steht. Die angekündigten Preiserhöhungen treffen rund 1,5 Millionen Haushalte und liegen im Schnitt bei sieben bis neun Prozent. Ein Durchschnittshaushalt muss dadurch etwa 100 bis 150 Euro mehr im Jahr für Strom bezahlen. 21 Stromgrundversorger senken die Preise dagegen sogar zum Jahreswechsel leicht. Dann sinkt auch die EEG-Umlage, was die Strompreise zumindest etwas entlastet.

    Hier wird Strom und Gas besonders teuer

    Energiewende im Überblick


    Das Ziel der Energiewende ist es, die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen – beim Stromsektor, aber auch bei Wärme und bei Verkehr. Im Stromsektor gilt es, die sichere Versorgung weiter zu erhalten und Strom bezahlbar zu halten. Das ist nicht nur ein anspruchsvolles, da komplexes technisches Unterfangen. Die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien befasst auch viel mehr Akteure als die Energiegewinnung der bisherigen, konventionellen Art, was somit einen erhöhten Abstimmungsprozess mit sich bringt.

    Von den fossilen zu den nachwachsenden Energiequellen
    Bereits im vergangenen Jahrtausend war man sich im Klaren, dass fossile Energiequellen irgendwann versiegen werden. Ideen wurden geboren, wie die fossilen Energiequellen ersetzt werden könnten. Vor über zwei Jahrzehnten wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz beschlossen, womit die Nutzung von diesen alternativen, nachwachsenden Energiequellen gefördert wurde.

    Etwa zehn Jahre später wurde der Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen, was seine Bekräftigung in der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 fand. Stufenweise geht seitdem ein Kernkraftwerk nach dem anderen vom Netz. Bis Ende 2021 werden die Kernkraftwerke Grohnde, Gundremmingen C und Borkdorf vom Netz gehen. Die drei jüngsten Anlagen Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 werden spätestens Ende 2022 abgeschaltet.

    Und wiederum ein Jahrzehnt später beschließt Deutschland, aus der Kohleverstromung auszusteigen. Bis spätestens Ende 2038 soll in einem festen Stufenplan das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet werden. Haltepunkte sind definiert, an denen der Stufenplan überprüft werden soll, um auch künftige, heute noch nicht absehbare Entwicklungen berücksichtigen zu können.

    Förderung nach dem Wettbewerbsprinzip
    Diese bedeutenden Ausstiege müssen mit der Energiewende bewältigt werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gilt dabei bis heute als das Instrument für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das lässt sich sehen: Inzwischen sind Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse zu einem wichtigen Baustein im Strommix geworden, und zwar mit inzwischen 46 Prozent (Stand: Ende 2020). Dennoch gibt es noch viel zu tun.

    Der Ausbau der erneuerbaren Energien konzentriert sich mittlerweile auf die kostengünstigsten Technologien. Indem es die Ausbauziele festlegt, passt das EEG die zu fördernden Mengen zudem stets am Bedarf an. Das geltende Vergütungssystem per Ausschreibungen bestimmt letztlich, wer den Zuschlag erhält und wie hoch der Zuschlag ist.

    Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 („EEG 2021“) wurde ein Bund-Länder-Kooperationsausschuss zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien eingerichtet. Der Kooperationsausschuss soll einen Monitoringprozess entwickeln, um die Ausbauziele der Länder sowie deren Umsetzungsstand besser zu erfassen und so den Ausbau eneuerbarer Energien insgesamt voranzutreiben.

    Gesamtziel ist, die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern zu vertiefen, um das nächste Ausbauziel von 65 Prozent bis 2030 zu erreichen. Hierzu soll ein regelmäßiges Monitoring erfolgen. Auf Basis von Länderberichten soll der Ausschuss bis zum 31. Oktober eines Jahres einen Bericht an die Bundesregierung übermitteln.

    Netze zukunftssicher ausbauen
    Mehr und mehr wird die benötigte Energie, vor allem Strom, inzwischen aus Sonne, Wind und Co. erzeugt, und zwar in vielen und durchschnittlich kleineren Anlagen. Vor allem sind sie dezentral über das ganze Land verstreut. Eine Herausforderung für die Transportnetze des so erzeugten Stroms. Sie bilden derzeit das Nadelöhr, weswegen überregionale Übertragungsnetze und Verteilnetze entsprechend zügig ausgebaut werden müssen.

    Um das besondere Merkmal von Sonne und Wind, der Wetterabhängigkeit und damit der Unbeständigkeit zu begegnen, müssen Auffangmechanismen verlässlich greifen. So muss Energie aus Spitzenzeiten geschickt verteilt werden, um die Nachfrage bedienen zu können. Und Überschuss muss gespeichert werden werden, um sie bei Flaute anbieten zu können. Für dennoch ungedeckten Bedarf muss es flexible (Gas-)Kraftwerke geben, die schnell hochgefahren werden können.

    Aber: Noch sind die deutschen Stromnetze nicht flächendeckend auf den Transport des Stroms aus erneuerbaren Energien ausgelegt. Die Anfang März 2021 in Kraft getretene Änderung des Bundesbedarfsplangesetzes trägt dieser Situation Rechnung, indem es

    Planungs-und Genehmigungsverfahren für Netzausbauvorhaben strafft,
    prioritär zu verwirklichende Netzausbauvorhaben benennt und aktualisiert und
    einen innovativen Ansatz zur Höherauslastung der Bestandsnetze ermöglicht.
    Bei allen Veränderungen gilt dabei zuvorderst, dass der sichere Netzbetrieb ungeachtet der steigenden dezentral eingespeisten Strommengen erhalten werden muss. Es gilt zudem, dass für den Bau von Stromleitungen gesellschaftliche Akzeptanz benötigt wird, weswegen auch die Kommunen an den Erträgen beteiligt werden können sollen. Wegen der vielen Stromanbieter, die – auch selbst im Zeitablauf – verschieden viel Strom einspeisen, bedarf es nicht zuletzt sogenannter intelligenter Netze und intelligenter Zähler. Insofern intelligent, als sie mit den Schwankungen bestmöglich umgehen können. Denn eines ist sicher: Der Netzausbau richtet sich nicht an der größtmöglichen Durchlaufmenge aus. Das wäre nicht nur ineffizient, sondern schlichtweg impraktikabel.

    Energie sparen und effizienter nutzen
    Die Bundesregierung unterstützt Eigentümer darin, Gebäude energiesparend zu sanieren, etwa durch Wärmedämmung oder moderne Heizungsanlagen. Um die Sanierungsrate zu erhöhen, gewährt das KfW-Gebäudesanierungsprogramm Investitionszuschüsse und zinsgünstige Darlehen. Außerdem fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Heizungsanlagen, die Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnen.

    Nach und nach erhöht die Energieeinsparverordnung zudem für Neubauten die Energiestandards. Bauherren sind damit verpflichtet, beim Bau ihres Hauses das Thema Energie im Blick zu behalten. Verpflichtend ist inzwischen auch der Energieausweis für Gebäude, der Käufer und Mieter über den Energieverbrauch der Immobilie informiert.

    Eine Effizienzstrategie Gebäude für Deutschland bündelt alle Maßnahmen hierzu. Sie skizziert die Weiterentwicklung von CO2-Gebäudesanierungsprogramm, Marktanzreizprogramm, das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und die Energieeinsparverordnung.

    Die Bundesregierung hat darüber hinaus die Förderung der effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen verstärkt. Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) sieht ein jährliches Fördervolumen von 1,5 Milliarden Euro vor. Dabei wird gezielt die Umstellung der KWK von Kohle auf Gas gefördert.

    Bei Elektrogeräten sollen die Energieräuber vom Markt genommen und Energiespargeräte schneller eingeführt werden. Verbraucher müssen leicht erkennen können, wie viel Energie ein Gerät verbraucht. Die Bundesregierung setzt sich für hohe europäische Standards und eine transparente Kennzeichnung ein. Immer mehr Elektro-Produkte sind mit Kennzeichnungen – vor allem mit dem Energie-Label – versehen, die dem Verbraucher einzuschätzen helfen, ob ein Gerät sparsam mit Strom umgeht oder nicht.

    Förderung beim Kauf von E-Autos
    Die Bundesregierung fördert auch im Verkehrssektor den Umstieg auf abgasarme beziehungsweise abgasfreie Fahrzeuge. Die Bundesregierung erhofft sich dadurch eine bessere Luft, vor allem in Ballungszentren. Im Übrigen fördert die Bundesregierung alternative Antriebe, weil sie nachhaltiger vorgehen will. Dies flankiert sie mit entsprechender Förderung von Forschung und Entwicklung auf diesen Gebieten.

    Der Kauf eines Elektro- oder Hybridfahrzeuges könnte mit einer Förderung in Höhe von bis zu 6.000 Euro attraktiv sein. Angesichts der eher beschränkten Reichweite von Elektroautos zumindest für Stadtfahrten und kürzere Strecken. Diese Fördersumme gilt für Fahrzeuge bis 40.000 Euro Nettolistenpreis. Für Fahrzeuge ab 40.000 bis 65.000 Euro Nettolistenpreis können Interessierte bis zu 5.000 Euro Förderung erhalten. Ihren Antrag können Käufer von Elektro- oder Hybridautos auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle online stellen. Das Förderprogramm, das von Bund und Industrie jeweils hälftig getragen wird, gilt bis Ende 2025.

    Ein zusätzlicher Anreiz: Elektroautos beim Arbeitgeber aufzutanken bleibt steuerfrei. Halter von einem Elektrofahrzeug zahlen überdies mehrere Jahre lang keine Kfz-Steuer. Außerdem setzt das Elektromobilitätsgesetz weitere Anreize: Es schafft die Grundlagen dafür, dass Städte und Gemeinden den Verkehr für Elektroautos attraktiver machen können, beispielsweise durch eigene Parkplätze mit Ladestationen und die Erlaubnis, Busspuren zu nutzen.

    Um den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur zu beschleunigen ist vorgesehen, Wohn- und Nichtwohngebäude, die über größere Parkplätze verfügen, mit Lademöglichkeiten zu versorgen. Das soll Laden von Elektrofahrzeugen zu Hause, am Arbeitsplatz oder bei der Erledigung alltäglicher Besorgungen erleichtern.

    Quelle Bundesregierung 01.12.2021

    Energiewende im Überblick

    Energiewende in Deutschland
    Energiewende im Überblick


    Das Ziel der Energiewende ist es, die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen – beim Stromsektor, aber auch bei Wärme und bei Verkehr. Im Stromsektor gilt es, die sichere Versorgung weiter zu erhalten und Strom bezahlbar zu halten. Das ist nicht nur ein anspruchsvolles, da komplexes technisches Unterfangen. Die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien befasst auch viel mehr Akteure als die Energiegewinnung der bisherigen, konventionellen Art, was somit einen erhöhten Abstimmungsprozess mit sich bringt.

    Von den fossilen zu den nachwachsenden Energiequellen
    Bereits im vergangenen Jahrtausend war man sich im Klaren, dass fossile Energiequellen irgendwann versiegen werden. Ideen wurden geboren, wie die fossilen Energiequellen ersetzt werden könnten. Vor über zwei Jahrzehnten wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz beschlossen, womit die Nutzung von diesen alternativen, nachwachsenden Energiequellen gefördert wurde.

    Etwa zehn Jahre später wurde der Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen, was seine Bekräftigung in der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 fand. Stufenweise geht seitdem ein Kernkraftwerk nach dem anderen vom Netz. Bis Ende 2021 werden die Kernkraftwerke Grohnde, Gundremmingen C und Borkdorf vom Netz gehen. Die drei jüngsten Anlagen Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 werden spätestens Ende 2022 abgeschaltet.

    Und wiederum ein Jahrzehnt später beschließt Deutschland, aus der Kohleverstromung auszusteigen. Bis spätestens Ende 2038 soll in einem festen Stufenplan das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet werden. Haltepunkte sind definiert, an denen der Stufenplan überprüft werden soll, um auch künftige, heute noch nicht absehbare Entwicklungen berücksichtigen zu können.

    Förderung nach dem Wettbewerbsprinzip
    Diese bedeutenden Ausstiege müssen mit der Energiewende bewältigt werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gilt dabei bis heute als das Instrument für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das lässt sich sehen: Inzwischen sind Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse zu einem wichtigen Baustein im Strommix geworden, und zwar mit inzwischen 46 Prozent (Stand: Ende 2020). Dennoch gibt es noch viel zu tun.

    Der Ausbau der erneuerbaren Energien konzentriert sich mittlerweile auf die kostengünstigsten Technologien. Indem es die Ausbauziele festlegt, passt das EEG die zu fördernden Mengen zudem stets am Bedarf an. Das geltende Vergütungssystem per Ausschreibungen bestimmt letztlich, wer den Zuschlag erhält und wie hoch der Zuschlag ist.

    Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 („EEG 2021“) wurde ein Bund-Länder-Kooperationsausschuss zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien eingerichtet. Der Kooperationsausschuss soll einen Monitoringprozess entwickeln, um die Ausbauziele der Länder sowie deren Umsetzungsstand besser zu erfassen und so den Ausbau eneuerbarer Energien insgesamt voranzutreiben.

    Gesamtziel ist, die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern zu vertiefen, um das nächste Ausbauziel von 65 Prozent bis 2030 zu erreichen. Hierzu soll ein regelmäßiges Monitoring erfolgen. Auf Basis von Länderberichten soll der Ausschuss bis zum 31. Oktober eines Jahres einen Bericht an die Bundesregierung übermitteln.

    Netze zukunftssicher ausbauen
    Mehr und mehr wird die benötigte Energie, vor allem Strom, inzwischen aus Sonne, Wind und Co. erzeugt, und zwar in vielen und durchschnittlich kleineren Anlagen. Vor allem sind sie dezentral über das ganze Land verstreut. Eine Herausforderung für die Transportnetze des so erzeugten Stroms. Sie bilden derzeit das Nadelöhr, weswegen überregionale Übertragungsnetze und Verteilnetze entsprechend zügig ausgebaut werden müssen.

    Um das besondere Merkmal von Sonne und Wind, der Wetterabhängigkeit und damit der Unbeständigkeit zu begegnen, müssen Auffangmechanismen verlässlich greifen. So muss Energie aus Spitzenzeiten geschickt verteilt werden, um die Nachfrage bedienen zu können. Und Überschuss muss gespeichert werden werden, um sie bei Flaute anbieten zu können. Für dennoch ungedeckten Bedarf muss es flexible (Gas-)Kraftwerke geben, die schnell hochgefahren werden können.

    Aber: Noch sind die deutschen Stromnetze nicht flächendeckend auf den Transport des Stroms aus erneuerbaren Energien ausgelegt. Die Anfang März 2021 in Kraft getretene Änderung des Bundesbedarfsplangesetzes trägt dieser Situation Rechnung, indem es

    Planungs-und Genehmigungsverfahren für Netzausbauvorhaben strafft,
    prioritär zu verwirklichende Netzausbauvorhaben benennt und aktualisiert und
    einen innovativen Ansatz zur Höherauslastung der Bestandsnetze ermöglicht.
    Bei allen Veränderungen gilt dabei zuvorderst, dass der sichere Netzbetrieb ungeachtet der steigenden dezentral eingespeisten Strommengen erhalten werden muss. Es gilt zudem, dass für den Bau von Stromleitungen gesellschaftliche Akzeptanz benötigt wird, weswegen auch die Kommunen an den Erträgen beteiligt werden können sollen. Wegen der vielen Stromanbieter, die – auch selbst im Zeitablauf – verschieden viel Strom einspeisen, bedarf es nicht zuletzt sogenannter intelligenter Netze und intelligenter Zähler. Insofern intelligent, als sie mit den Schwankungen bestmöglich umgehen können. Denn eines ist sicher: Der Netzausbau richtet sich nicht an der größtmöglichen Durchlaufmenge aus. Das wäre nicht nur ineffizient, sondern schlichtweg impraktikabel.

    Energie sparen und effizienter nutzen
    Die Bundesregierung unterstützt Eigentümer darin, Gebäude energiesparend zu sanieren, etwa durch Wärmedämmung oder moderne Heizungsanlagen. Um die Sanierungsrate zu erhöhen, gewährt das KfW-Gebäudesanierungsprogramm Investitionszuschüsse und zinsgünstige Darlehen. Außerdem fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Heizungsanlagen, die Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnen.

    Nach und nach erhöht die Energieeinsparverordnung zudem für Neubauten die Energiestandards. Bauherren sind damit verpflichtet, beim Bau ihres Hauses das Thema Energie im Blick zu behalten. Verpflichtend ist inzwischen auch der Energieausweis für Gebäude, der Käufer und Mieter über den Energieverbrauch der Immobilie informiert.

    Eine Effizienzstrategie Gebäude für Deutschland bündelt alle Maßnahmen hierzu. Sie skizziert die Weiterentwicklung von CO2-Gebäudesanierungsprogramm, Marktanzreizprogramm, das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und die Energieeinsparverordnung.

    Die Bundesregierung hat darüber hinaus die Förderung der effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen verstärkt. Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) sieht ein jährliches Fördervolumen von 1,5 Milliarden Euro vor. Dabei wird gezielt die Umstellung der KWK von Kohle auf Gas gefördert.

    Bei Elektrogeräten sollen die Energieräuber vom Markt genommen und Energiespargeräte schneller eingeführt werden. Verbraucher müssen leicht erkennen können, wie viel Energie ein Gerät verbraucht. Die Bundesregierung setzt sich für hohe europäische Standards und eine transparente Kennzeichnung ein. Immer mehr Elektro-Produkte sind mit Kennzeichnungen – vor allem mit dem Energie-Label – versehen, die dem Verbraucher einzuschätzen helfen, ob ein Gerät sparsam mit Strom umgeht oder nicht.

    Förderung beim Kauf von E-Autos
    Die Bundesregierung fördert auch im Verkehrssektor den Umstieg auf abgasarme beziehungsweise abgasfreie Fahrzeuge. Die Bundesregierung erhofft sich dadurch eine bessere Luft, vor allem in Ballungszentren. Im Übrigen fördert die Bundesregierung alternative Antriebe, weil sie nachhaltiger vorgehen will. Dies flankiert sie mit entsprechender Förderung von Forschung und Entwicklung auf diesen Gebieten.

    Der Kauf eines Elektro- oder Hybridfahrzeuges könnte mit einer Förderung in Höhe von bis zu 6.000 Euro attraktiv sein. Angesichts der eher beschränkten Reichweite von Elektroautos zumindest für Stadtfahrten und kürzere Strecken. Diese Fördersumme gilt für Fahrzeuge bis 40.000 Euro Nettolistenpreis. Für Fahrzeuge ab 40.000 bis 65.000 Euro Nettolistenpreis können Interessierte bis zu 5.000 Euro Förderung erhalten. Ihren Antrag können Käufer von Elektro- oder Hybridautos auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle online stellen. Das Förderprogramm, das von Bund und Industrie jeweils hälftig getragen wird, gilt bis Ende 2025.

    Ein zusätzlicher Anreiz: Elektroautos beim Arbeitgeber aufzutanken bleibt steuerfrei. Halter von einem Elektrofahrzeug zahlen überdies mehrere Jahre lang keine Kfz-Steuer. Außerdem setzt das Elektromobilitätsgesetz weitere Anreize: Es schafft die Grundlagen dafür, dass Städte und Gemeinden den Verkehr für Elektroautos attraktiver machen können, beispielsweise durch eigene Parkplätze mit Ladestationen und die Erlaubnis, Busspuren zu nutzen.

    Um den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur zu beschleunigen ist vorgesehen, Wohn- und Nichtwohngebäude, die über größere Parkplätze verfügen, mit Lademöglichkeiten zu versorgen. Das soll Laden von Elektrofahrzeugen zu Hause, am Arbeitsplatz oder bei der Erledigung alltäglicher Besorgungen erleichtern.

    Quelle Bundesregierung 01.12.2021

    Energiewende im Überblick

    SAUBERE ENERGIEN IN GAS- UND WASSERSTOFFSPEICHERN

    Im Juli 2021 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie umfangreiche Modellierungen für die Zukunft des Energiesystems vorgestellt. Die sogenannten „Langfristszenarien für die Transformation des Energiesystems in Deutschland“ zeigen: Die Energiewende benötigt Wasserstoffspeicher in enormem Umfang. Die Gasspeicherwirtschaft arbeitet bereits an den notwendigen Veränderungen. Gefordert ist allerdings auch politische Unterstützung.

    Die Langfristszenarien der Bundesregierung hat ein interdisziplinäres Konsortium renommierter Institute und Berater erarbeitet. In den Szenarien werden Pfade zur Erreichung der Treibhausgasneutralität modelliert. Damit soll ein Trichter an Lösungen aufgespannt werden, wie in Deutschland die Klimaschutz-Ziele erreicht werden können. Als Zieljahr wurde zwar noch 2050 angenommen. Die Aussagen der Modellierung verändern sich laut den beteiligten Beratern durch das neue Klimaschutz-Zieljahr 2045 aber nicht grundlegend.

    Zur Beschreibung der Klimaschutz-Lösungen haben die Berater drei sogenannte Hauptszenarien entworfen: TN-Strom, TN-H2-G und TN-PtG/PtL. Hinter den rätselhaften Abkürzungen verbergen sich die jeweils vordergründig verfolgten Technologieoptionen. Das Szenario TN-Strom setzt stark auf elektrische Anwendungen. Im Szenario TN-H2-G kommt Wasserstoff umfänglich zum Einsatz. Und im Szenario TN PtG/PtL rücken synthetische Kohlenwasserstoffe in den Fokus. Im weiteren Projektverlauf sollen noch über 25 weitere Szenarien folgen, um Pfadabhängigkeiten auszuleuchten.

    LANGFRISTSZENARIEN: ELEKTRIFIZIERUNG KOSTENGÜNSTIGSTER PFAD DER ENERGIEWENDE

    Die Langfristszenarien der Energiewende sind eine techno-ökonomische Analyse. Das bedeutet, dass die beteiligten Experten auch die Kosten berechnet haben, die mit den einzelnen Szenarien einhergehen. Die Langfristszenarien kommen zu dem Schluss, dass es kostenseitig zwei unterschiedliche Wege zum Klimaschutz gibt: Entweder es fließt viel Geld in die Infrastruktur oder in die Energieträger.

    Die Elektrifizierung im TN-Strom-Szenario führt zu hohen Investitionen in Infrastruktur. Insbesondere müssen dann Stromnetze ausgebaut werden. Die beiden Szenarien TN H2-G und TN PtG/PtL weisen höhere Energiekosten auf. Das liegt insbesondere der vermehrten Produktion von Wasserstoff und seinen Folgeprodukten. Die Kosten für Infrastruktur sinken in diesem Fall jedoch – auch hier vor allem mit Blick auf die Stromnetze.

    Die Langfristszenarien der Energiewende kommen zu dem Schluss: Die volkswirtschaftlichen Kosten sind für eine starke Elektrifizierung des Energiesystems am niedrigsten. Das Szenario TN-Strom ist demnach rund 250 Milliarden Euro günstiger als das TN-H2-G-Szenario. Das TN-PtG/PtL-Szenario schneidet sogar rund 360 Milliarden Euro teurer ab.

    HOHER BEDARF FÜR WASSERSTOFFSPEICHER VORHANDEN

    Die Betreiber von Gasspeichern und Wasserstoffspeichern verfolgen die Entwicklung der Langfristszenarien mit großem Interesse. Die Bundesregierung hat in den Langfristszenarien nämlich auch den zukünftigen Bedarf für Energiespeicher berechnen lassen. Das Ergebnis: Es ergibt sich ein Bedarf an unterirdischen Wasserstoff-Speichern von 47 bis 73 Terawattstunden.

    Das TN-Strom-Szenario bringt dabei mit 73 Terawattstunden den größten Wasserstoffspeicher-Bedarf mit sich. Im Szenario TN-H2-G besteht mit 47 Terawattstunden der niedrigste Bedarf. Trotz dieser Unterschiede gibt es eine zentrale Gemeinsamkeit. Alle Wege in die Treibhausgasneutralität benötigen in erheblichem Umfang Wasserstoffspeicher.

    GASSPEICHER KÖNNEN WASSERSTOFFSPEICHER-BEDARF IN TEILEN DECKEN

    Technische Untersuchungen zeigen: Stellt man einen Gasspeicher von Erdgas auf Wasserstoff um, dann bleiben zunächst etwa 20 Prozent der energetischen Speicherfähigkeit erhalten. Damit könnten die gesamten aktuell in Deutschland installierten Gasspeicher mit einer Kapazität von etwa 255 Terawattstunden Erdgas nach Umstellung etwa 50 Terawattstunden Wasserstoff speichern. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass von den heutigen Porenspeichern mit etwa 90 Terawattstunden Kapazität voraussichtlich nur ein kleinerer Teil zur Speicherung von reinem Wasserstoff fähig sein wird.

    Nimmt man die Langfristszenarien der Energiewende ernst, wird die Umstellung des gesamten geeigneten Gasspeicher-Bestands auf Wasserstoff also nicht ausreichen. Für die Erreichung der Klimaschutz-Ziele braucht Deutschland einen Zubau von Wasserstoffspeichern. Im Fall des TN-Strom-Szenarios müsste sich die Kapazitäten der Kavernenspeicher in Deutschland zum Beispiel mehr als verdoppeln.

    ENERGIEWENDE BRAUCHT SAUBERE ENERGIEN UND (WASSERSTOFF-)SPEICHER

    Die Langfristszenarien bestätigen zunächst alte Erkenntnisse: Die Energiewende braucht neben sauberen Energien auch Speicher. Dass damit vor allem Wasserstoffspeicher gemeint sind, ist in der Debatte eine Erkenntnis mit Neuigkeitswert.

    Um den Herausforderungen im Bereich der Wasserstoffspeicherung zu begegnen, bedarf es der politischen Unterstützung. Die INES hat dafür verschiedene Empfehlungen:

    • Der Wärmemarkt sollte zumindest in Teilen auf Gas- und Wasserstoff-Heizungen setzen. Die vollständige Elektrifizierung des Wärmemarkts würde bedeuten, dass elektrische Wärmepumpen zum Einsatz kommen, die teilweise durch die Rückverstromung von Wasserstoff in Kraftwerken versorgt werden müssen. Das treibt den Wasserstoff-Bedarf.
    • Im Energiesystem sollten wir Biomethan und Erdgas, das zur treibhausgasneutralen Wasserstoff-Produktion genutzt wird, berücksichtigen. So können wir das Potenzial der vorhandenen untertägigen Porenspeicher vollständig nutzen. Denn: Nicht alle Porenspeicher können reinen Wasserstoff lagern.
    • Alle Energieträger sollten über den gesamten Lebenszyklus zertifiziert werden. Das verschafft dem Markt Klarheit zu den Einsatzperspektiven von unterschiedlichen Energieträgern und so auch für die Verwendung von Biomethan und Erdgas zur Wasserstoffproduktion.
    • Wasserstoffspeicher sollten bei Förderinitiativen und Förderprogrammen stärker in den Blick genommen werden. Entsprechende Überlegungen müssen in die TEN-E-Verordnung und die Leitlinien für Energiebeihilfen der Europäischen Union, aber auch die IPCEI-Projekte und zukünftige geplante Programme des Bundeswirtschaftsministeriums einfließen.

    Gemeinsam mit der Politik arbeiten die Gasspeicher-Unternehmen mit Hochdruck an der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen und tragen gerne zum Gelingen der Energiewende bei.

    SAUBERE ENERGIEN IN GAS- UND WASSERSTOFFSPEICHERN

    Energiewende in Deutschland
    SAUBERE ENERGIEN IN GAS- UND WASSERSTOFFSPEICHERN

    Im Juli 2021 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie umfangreiche Modellierungen für die Zukunft des Energiesystems vorgestellt. Die sogenannten „Langfristszenarien für die Transformation des Energiesystems in Deutschland“ zeigen: Die Energiewende benötigt Wasserstoffspeicher in enormem Umfang. Die Gasspeicherwirtschaft arbeitet bereits an den notwendigen Veränderungen. Gefordert ist allerdings auch politische Unterstützung.

    Die Langfristszenarien der Bundesregierung hat ein interdisziplinäres Konsortium renommierter Institute und Berater erarbeitet. In den Szenarien werden Pfade zur Erreichung der Treibhausgasneutralität modelliert. Damit soll ein Trichter an Lösungen aufgespannt werden, wie in Deutschland die Klimaschutz-Ziele erreicht werden können. Als Zieljahr wurde zwar noch 2050 angenommen. Die Aussagen der Modellierung verändern sich laut den beteiligten Beratern durch das neue Klimaschutz-Zieljahr 2045 aber nicht grundlegend.

    Zur Beschreibung der Klimaschutz-Lösungen haben die Berater drei sogenannte Hauptszenarien entworfen: TN-Strom, TN-H2-G und TN-PtG/PtL. Hinter den rätselhaften Abkürzungen verbergen sich die jeweils vordergründig verfolgten Technologieoptionen. Das Szenario TN-Strom setzt stark auf elektrische Anwendungen. Im Szenario TN-H2-G kommt Wasserstoff umfänglich zum Einsatz. Und im Szenario TN PtG/PtL rücken synthetische Kohlenwasserstoffe in den Fokus. Im weiteren Projektverlauf sollen noch über 25 weitere Szenarien folgen, um Pfadabhängigkeiten auszuleuchten.

    LANGFRISTSZENARIEN: ELEKTRIFIZIERUNG KOSTENGÜNSTIGSTER PFAD DER ENERGIEWENDE

    Die Langfristszenarien der Energiewende sind eine techno-ökonomische Analyse. Das bedeutet, dass die beteiligten Experten auch die Kosten berechnet haben, die mit den einzelnen Szenarien einhergehen. Die Langfristszenarien kommen zu dem Schluss, dass es kostenseitig zwei unterschiedliche Wege zum Klimaschutz gibt: Entweder es fließt viel Geld in die Infrastruktur oder in die Energieträger.

    Die Elektrifizierung im TN-Strom-Szenario führt zu hohen Investitionen in Infrastruktur. Insbesondere müssen dann Stromnetze ausgebaut werden. Die beiden Szenarien TN H2-G und TN PtG/PtL weisen höhere Energiekosten auf. Das liegt insbesondere der vermehrten Produktion von Wasserstoff und seinen Folgeprodukten. Die Kosten für Infrastruktur sinken in diesem Fall jedoch – auch hier vor allem mit Blick auf die Stromnetze.

    Die Langfristszenarien der Energiewende kommen zu dem Schluss: Die volkswirtschaftlichen Kosten sind für eine starke Elektrifizierung des Energiesystems am niedrigsten. Das Szenario TN-Strom ist demnach rund 250 Milliarden Euro günstiger als das TN-H2-G-Szenario. Das TN-PtG/PtL-Szenario schneidet sogar rund 360 Milliarden Euro teurer ab.

    HOHER BEDARF FÜR WASSERSTOFFSPEICHER VORHANDEN

    Die Betreiber von Gasspeichern und Wasserstoffspeichern verfolgen die Entwicklung der Langfristszenarien mit großem Interesse. Die Bundesregierung hat in den Langfristszenarien nämlich auch den zukünftigen Bedarf für Energiespeicher berechnen lassen. Das Ergebnis: Es ergibt sich ein Bedarf an unterirdischen Wasserstoff-Speichern von 47 bis 73 Terawattstunden.

    Das TN-Strom-Szenario bringt dabei mit 73 Terawattstunden den größten Wasserstoffspeicher-Bedarf mit sich. Im Szenario TN-H2-G besteht mit 47 Terawattstunden der niedrigste Bedarf. Trotz dieser Unterschiede gibt es eine zentrale Gemeinsamkeit. Alle Wege in die Treibhausgasneutralität benötigen in erheblichem Umfang Wasserstoffspeicher.

    GASSPEICHER KÖNNEN WASSERSTOFFSPEICHER-BEDARF IN TEILEN DECKEN

    Technische Untersuchungen zeigen: Stellt man einen Gasspeicher von Erdgas auf Wasserstoff um, dann bleiben zunächst etwa 20 Prozent der energetischen Speicherfähigkeit erhalten. Damit könnten die gesamten aktuell in Deutschland installierten Gasspeicher mit einer Kapazität von etwa 255 Terawattstunden Erdgas nach Umstellung etwa 50 Terawattstunden Wasserstoff speichern. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass von den heutigen Porenspeichern mit etwa 90 Terawattstunden Kapazität voraussichtlich nur ein kleinerer Teil zur Speicherung von reinem Wasserstoff fähig sein wird.

    Nimmt man die Langfristszenarien der Energiewende ernst, wird die Umstellung des gesamten geeigneten Gasspeicher-Bestands auf Wasserstoff also nicht ausreichen. Für die Erreichung der Klimaschutz-Ziele braucht Deutschland einen Zubau von Wasserstoffspeichern. Im Fall des TN-Strom-Szenarios müsste sich die Kapazitäten der Kavernenspeicher in Deutschland zum Beispiel mehr als verdoppeln.

    ENERGIEWENDE BRAUCHT SAUBERE ENERGIEN UND (WASSERSTOFF-)SPEICHER

    Die Langfristszenarien bestätigen zunächst alte Erkenntnisse: Die Energiewende braucht neben sauberen Energien auch Speicher. Dass damit vor allem Wasserstoffspeicher gemeint sind, ist in der Debatte eine Erkenntnis mit Neuigkeitswert.

    Um den Herausforderungen im Bereich der Wasserstoffspeicherung zu begegnen, bedarf es der politischen Unterstützung. Die INES hat dafür verschiedene Empfehlungen:

    • Der Wärmemarkt sollte zumindest in Teilen auf Gas- und Wasserstoff-Heizungen setzen. Die vollständige Elektrifizierung des Wärmemarkts würde bedeuten, dass elektrische Wärmepumpen zum Einsatz kommen, die teilweise durch die Rückverstromung von Wasserstoff in Kraftwerken versorgt werden müssen. Das treibt den Wasserstoff-Bedarf.
    • Im Energiesystem sollten wir Biomethan und Erdgas, das zur treibhausgasneutralen Wasserstoff-Produktion genutzt wird, berücksichtigen. So können wir das Potenzial der vorhandenen untertägigen Porenspeicher vollständig nutzen. Denn: Nicht alle Porenspeicher können reinen Wasserstoff lagern.
    • Alle Energieträger sollten über den gesamten Lebenszyklus zertifiziert werden. Das verschafft dem Markt Klarheit zu den Einsatzperspektiven von unterschiedlichen Energieträgern und so auch für die Verwendung von Biomethan und Erdgas zur Wasserstoffproduktion.
    • Wasserstoffspeicher sollten bei Förderinitiativen und Förderprogrammen stärker in den Blick genommen werden. Entsprechende Überlegungen müssen in die TEN-E-Verordnung und die Leitlinien für Energiebeihilfen der Europäischen Union, aber auch die IPCEI-Projekte und zukünftige geplante Programme des Bundeswirtschaftsministeriums einfließen.

    Gemeinsam mit der Politik arbeiten die Gasspeicher-Unternehmen mit Hochdruck an der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen und tragen gerne zum Gelingen der Energiewende bei.

    SAUBERE ENERGIEN IN GAS- UND WASSERSTOFFSPEICHERN

    2045 kein Gas mehr in Deutschland?

    Die Ampelkoalition will spätestens 2045 kein Gas mehr in Deutschland verbrennen und den Ausstieg sogar noch auf 2040 vorziehen, wenn das technisch machbar ist. Darauf haben sich nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ die Verhandler von SPD, Grünen und FDP verständigt. Damit würde Deutschland nach der Kernkraft und der Kohle auch auf den Energieträger Gas verzichten. Anders sei das Ziel der CO2-Freiheit nicht zu erreichen, heißt es aus Koalitionskreisen.

    Ein schneller Ausstieg aus dem Gas stellt jedoch Industrie und Immobilienbesitzer vor riesige Probleme. „Gas ist eine Transformationstechnologie hin zum Wasserstoff“, sagt Peter Meyer, Leiter Außenbeziehungen des „Zukunft Gas e.V.“, eines Interessenverbundes der Gaswirtschaft. „Wir brauchen Versorgungssicherheit, aber ohne Gas haben wir sie nicht“, fürchtet Meyer. Der Großteil der Wohnungen und Häuser in Deutschland werden mit Gas beheizt und auch die Industrie kann auf Gas als Energieträger nicht verzichten. „Wir brauchen das Gas noch sehr lange“, sagt Meyer.

    Die Lage ist auch deshalb kritisch, weil schon im kommenden Jahr das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen wird und der Ausstieg aus der Kohle auf 2030 vorgezogen werden soll. Für die Netzstabilität sind Gaskraftwerke unverzichtbar, wenn die Sonne nicht scheint und Wind nicht weht, also kaum erneuerbare Energie ins Netz eingespeist werden. Der Umstieg auf neue Techniken, so Meyer, sei „ein Wettlauf mit der Zeit“.

    Mehr zum Thema: Mit dem Konjunkturaufschwung nach dem Corona-Schock steigen auch die Gas- und Strompreise. Das bekommen die Verbraucher zu spüren. In der Grundversorgung drohen Mehrkosten von Hunderten Euro im Jahr.

    Für Nutzer einer frisch eingebauten Brennstoffzelle heißt das, daß Sie diese auf jeden Fall noch betreiben können, bis diese ohnehin technisch erneuert werden muß. Bestandsschutz für Anlagen die bis dahin noch nicht erneuert werden müssen ist auch eine logische Konsequenz. Also noch mehr als 20 Jahre Zeit. Und als positives Fazit denken wir, das es den Druck erhöht Elektrolyseure für Privathaushalte zur Wasserstofferzeugung, zulassen zu müssen.

    22/11/2021

    2045 kein Gas mehr in Deutschland?

    Energiewende in Deutschland
    2045 kein Gas mehr in Deutschland?

    Die Ampelkoalition will spätestens 2045 kein Gas mehr in Deutschland verbrennen und den Ausstieg sogar noch auf 2040 vorziehen, wenn das technisch machbar ist. Darauf haben sich nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ die Verhandler von SPD, Grünen und FDP verständigt. Damit würde Deutschland nach der Kernkraft und der Kohle auch auf den Energieträger Gas verzichten. Anders sei das Ziel der CO2-Freiheit nicht zu erreichen, heißt es aus Koalitionskreisen.

    Ein schneller Ausstieg aus dem Gas stellt jedoch Industrie und Immobilienbesitzer vor riesige Probleme. „Gas ist eine Transformationstechnologie hin zum Wasserstoff“, sagt Peter Meyer, Leiter Außenbeziehungen des „Zukunft Gas e.V.“, eines Interessenverbundes der Gaswirtschaft. „Wir brauchen Versorgungssicherheit, aber ohne Gas haben wir sie nicht“, fürchtet Meyer. Der Großteil der Wohnungen und Häuser in Deutschland werden mit Gas beheizt und auch die Industrie kann auf Gas als Energieträger nicht verzichten. „Wir brauchen das Gas noch sehr lange“, sagt Meyer.

    Die Lage ist auch deshalb kritisch, weil schon im kommenden Jahr das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen wird und der Ausstieg aus der Kohle auf 2030 vorgezogen werden soll. Für die Netzstabilität sind Gaskraftwerke unverzichtbar, wenn die Sonne nicht scheint und Wind nicht weht, also kaum erneuerbare Energie ins Netz eingespeist werden. Der Umstieg auf neue Techniken, so Meyer, sei „ein Wettlauf mit der Zeit“.

    Mehr zum Thema: Mit dem Konjunkturaufschwung nach dem Corona-Schock steigen auch die Gas- und Strompreise. Das bekommen die Verbraucher zu spüren. In der Grundversorgung drohen Mehrkosten von Hunderten Euro im Jahr.

    Für Nutzer einer frisch eingebauten Brennstoffzelle heißt das, daß Sie diese auf jeden Fall noch betreiben können, bis diese ohnehin technisch erneuert werden muß. Bestandsschutz für Anlagen die bis dahin noch nicht erneuert werden müssen ist auch eine logische Konsequenz. Also noch mehr als 20 Jahre Zeit. Und als positives Fazit denken wir, das es den Druck erhöht Elektrolyseure für Privathaushalte zur Wasserstofferzeugung, zulassen zu müssen.

    22/11/2021

    2045 kein Gas mehr in Deutschland?

    Neuer PtX Potenzialatlas

    zu Energieträgern aus Sonnen und Windenergie

    Strombasierte Kraftstoffe (Power-to-X) und damit verbundenen Technologien sind maßgeblich für einen klimafreundlichen Luft- und Seeverkehr. Viele Regionen der Welt haben große Potenziale für die Herstellung dieser neuen Energieträger, insbesondere aus grünem Wasserstoff. Das geht aus dem Globalen PtX-Potenzialatlas des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik hervor, der heute präsentiert wird. Positive Wirkungen hat dies auch für den Anlagenbau in Deutschland, da hier an zahlreichen PtX-Verfahren gearbeitet wird. Wie insgesamt der Markthochlauf von strombasierten Kraftstoffen für den Luft- und Seeverkehr erfolgreich gestaltet werden kann, diskutieren Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bei der vom BMU ausgerichteten Fachkonferenz.

    Bundesumweltministerin Svenja Schulze: “PtX-Technologien sind der Schlüssel für einen klimafreundlichen See- und Luftverkehr. Denn nur bei sehr wenigen Schiffen und Flugzeugen ist der Umstieg auf direkte Stromnutzung überhaupt möglich. Deshalb sind PtX-Produkte das Mittel der Wahl, sofern sie mit grünem Wasserstoff hergestellt werden. Mit dem Markthochlauf von PtX-Technologien entstehen viele neue Arbeitsplätze. Denn für die Entwicklung und Produktion von PtX-Technologien wird das gebündelte Knowhow von Forschern, Ingenieuren und technischen Fachkräften aus Deutschland gebraucht. Gleichzeitig treiben PtX-Technologien die nachhaltige Entwicklung bei unseren Partnern weltweit voran. Denn die Nachfrage nach grünem Wasserstoff zieht den massiven Ausbau erneuerbarer Energien nach sich. Daher will die Bundesregierung mit der deutschen Wirtschaft die Kooperation mit Hochpotenzial-Ländern stärken, dort die nötigen Kompetenzen aufbauen und Lieferketten partnerschaftlich etablieren.”

    Kurt Rohrig, Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik: “Für den PtX-Atlas haben wir alle weltweiten Potenziale außerhalb Europas ermittelt und dabei starke Nachhaltigkeitskriterien sowie sozioökonomische Kriterien für Gesellschaft, Politik und Ökonomie zu Grunde gelegt. Im Ergebnis zeigt sich ein langfristig realistisch zu erschließendes Erzeugungspotenzial von insgesamt etwa 69.100 Terawattstunden jährlich (TWh p.a.) für grünen Wasserstoff oder 57.000 TWh p.a. für synthetische Kraft- und Brennstoffe (PtL). Für die Umsetzung ist nicht die Flächenverfügbarkeit der limitierende Faktor, sondern vielmehr die maximal mögliche Ausbaudynamik bei den erneuerbaren Energien, die für die Erzeugungsanlagen von Wasserstoff und PtL zusätzlich zu errichten sind.”

    Uwe Lauber, Vorstandsvorsitzender von MAN Energy Solutions und Vorsitzender der VDMA Arbeitsgemeinschaft Power-to-X for Applications: “Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist international führend bei der Entwicklung von PtX-Verfahren. Es sind Zukunftstechnologien, die in dieser Dekade bereit sind für die industrielle Skalierung. Gerade die Luft- und Seefahrt ist geprägt von langfristigen Investitionszyklen. Deswegen benötigt die Industrie vor allem Planungssicherheit. Dazu gehören auch robuste Verfahren, die die Klimaneutralität im gesamten Antriebskonzept bewerten. Hierfür sollte sich die Bundesregierung in Brüssel einsetzen, damit die Finanzmarkt-Taxonomie auch PtX-Kraftstoffe anerkennt. Eine Betrachtung, die nur auf die direkten CO2-Emissionen am Tailpipe fokussiert, führt zu Fehleinschätzungen bei den Gesamtemissionen.”

    Grüner Wasserstoff und strombasierte Brenn-, Kraft- und Grundstoffe, auch bezeichnet als PtX-Produkte, werden in Zukunft national wie international einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten. Neben der direkten Nutzung von Wasserstoff in energieintensiven Industrien mit prozessbedingten Emissionen wie etwa der Stahlindustrie können PtX-Produkte in der Chemieindustrie als Alternative zur Nutzung fossiler Rohstoffe zum Einsatz kommen. Dies gilt auch für Verkehrsbereiche, in denen eine direkte Nutzung von Strom technisch voraussichtlich auch zukünftig nicht möglich ist (zum Beispiel Luft- und Langstreckenseeverkehr).

    Viele Regionen der Welt bieten gute Bedingungen für die Produktion von grünem Wasserstoff und PtX-Produkten. Das geht aus dem weltweit ersten PtX-Atlas des Fraunhofer IEE hervor. Die Forscher kommen in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass sich außerhalb Europas langfristig 69.100 Terawattstunden Wasserstoff bzw. 57.000 Terawattstunden strombasierte flüssige Kraftstoffe herstellen ließen. Zum Vergleich: Für die globale Luftfahrt werden 2050 insgesamt mindestens 6.700 Terawattstunden, für den weltweiten Schiffsverkehr 4.500 Terawattstunden strombasierte Kraftstoffe benötigt. In welchen Regionen und Ländern die klimafreundlichen Brenn- und Kraftstoffe zu welchen Kosten und in welcher Menge produziert werden können geht im Detail aus dem PtX-Atlas hervor. Beispielsweise zeigen sich die größten Flächenpotenziale in den USA und Australien, die Kostenuntergrenze der PtX-Erzeugung in Chile und Argentinien. Die Bewertung der technischen und ökonomischen Potenziale basiert auf umfangreichen Analysen beispielsweise der Flächenverfügbarkeit und den Wetterbedingungen. Auch Faktoren wie die lokale Wasserverfügbarkeit, den Naturschutz, die Investitionssicherheit oder die Transportkosten haben die Forscher berücksichtigt. Der PtX-Atlas ist im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts DeVKopSys entstanden.

    Das Bundesumweltministerium unterstützt die Weiterentwicklung und den Markthochlauf von PtX-Technologien in verschiedener Weise. Im PtX-Lab Lausitz werden die fachlichen Grundlagen für eine umweltfreundliche Erzeugung und Nutzung von PtX-Technologien geschaffen und Kooperationen von Forschung und Wirtschaft angestoßen. Um PtX-Technologien greifbar zu machen, entsteht überdies eine Demonstrationsanlage in der Lausitz. Die Nationale Wasserstoffstrategie enthält 600 Millionen Euro, die das BMU zur Förderung der Herstellung von strombasierten Kraftstoffen für den Luft- und Seeverkehr nutzen wird. Der International PtX-Hub Berlin soll vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern die nachhaltige Produktion und den Einsatz von klimaneutralen Grund- und Kraftstoffen auf Basis von grünem Wasserstoff vorantreiben. Der Aufbau von internationalen Netzwerken und der interdisziplinäre Wissenstransfer über den PtX-Hub soll einer nachhaltigen Wasserstoff- und PtX-Wirtschaft global zum Durchbruch verhelfen. Der Hub wurde vom Bundesumweltministerium (BMU) gegründet. Des Weiteren begleiten die Fachleute des Kompetenzzentrums für Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) den Umstieg der Industrie auf grünen Wasserstoff. Seit Anfang 2021 stehen auch die Mittel aus dem Förderprogramm “Dekarbonisierung in der Industrie” all jenen Unternehmen zur Verfügung, die in diesem Feld vorangehen wollen.

    Der VDMA vertritt rund 3.300 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung, Mittelstand und beschäftigt rund vier Millionen Menschen in Europa, davon mehr als eine Million allein in Deutschland. In der VDMA Plattform Power-to-X for Applications sind die wesentlichen Player einer PtX-Wertschöpfungskette organisiert: von der Erzeugung erneuerbarer Energie über die Anlagenbauer bis hin zu den Abnehmern künstlicher Kraftstoffe.

    04.08.2021 | Pressemitteilung Nr. 192/21 | KlimaschutzGemeinsame Pressemitteilung des BMU, Fraunhofer IEE und VDMA

    Neuer PtX Potenzialatlas

    Energiewende in Deutschland
    Neuer PtX Potenzialatlas

    zu Energieträgern aus Sonnen und Windenergie

    Strombasierte Kraftstoffe (Power-to-X) und damit verbundenen Technologien sind maßgeblich für einen klimafreundlichen Luft- und Seeverkehr. Viele Regionen der Welt haben große Potenziale für die Herstellung dieser neuen Energieträger, insbesondere aus grünem Wasserstoff. Das geht aus dem Globalen PtX-Potenzialatlas des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik hervor, der heute präsentiert wird. Positive Wirkungen hat dies auch für den Anlagenbau in Deutschland, da hier an zahlreichen PtX-Verfahren gearbeitet wird. Wie insgesamt der Markthochlauf von strombasierten Kraftstoffen für den Luft- und Seeverkehr erfolgreich gestaltet werden kann, diskutieren Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bei der vom BMU ausgerichteten Fachkonferenz.

    Bundesumweltministerin Svenja Schulze: “PtX-Technologien sind der Schlüssel für einen klimafreundlichen See- und Luftverkehr. Denn nur bei sehr wenigen Schiffen und Flugzeugen ist der Umstieg auf direkte Stromnutzung überhaupt möglich. Deshalb sind PtX-Produkte das Mittel der Wahl, sofern sie mit grünem Wasserstoff hergestellt werden. Mit dem Markthochlauf von PtX-Technologien entstehen viele neue Arbeitsplätze. Denn für die Entwicklung und Produktion von PtX-Technologien wird das gebündelte Knowhow von Forschern, Ingenieuren und technischen Fachkräften aus Deutschland gebraucht. Gleichzeitig treiben PtX-Technologien die nachhaltige Entwicklung bei unseren Partnern weltweit voran. Denn die Nachfrage nach grünem Wasserstoff zieht den massiven Ausbau erneuerbarer Energien nach sich. Daher will die Bundesregierung mit der deutschen Wirtschaft die Kooperation mit Hochpotenzial-Ländern stärken, dort die nötigen Kompetenzen aufbauen und Lieferketten partnerschaftlich etablieren.”

    Kurt Rohrig, Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik: “Für den PtX-Atlas haben wir alle weltweiten Potenziale außerhalb Europas ermittelt und dabei starke Nachhaltigkeitskriterien sowie sozioökonomische Kriterien für Gesellschaft, Politik und Ökonomie zu Grunde gelegt. Im Ergebnis zeigt sich ein langfristig realistisch zu erschließendes Erzeugungspotenzial von insgesamt etwa 69.100 Terawattstunden jährlich (TWh p.a.) für grünen Wasserstoff oder 57.000 TWh p.a. für synthetische Kraft- und Brennstoffe (PtL). Für die Umsetzung ist nicht die Flächenverfügbarkeit der limitierende Faktor, sondern vielmehr die maximal mögliche Ausbaudynamik bei den erneuerbaren Energien, die für die Erzeugungsanlagen von Wasserstoff und PtL zusätzlich zu errichten sind.”

    Uwe Lauber, Vorstandsvorsitzender von MAN Energy Solutions und Vorsitzender der VDMA Arbeitsgemeinschaft Power-to-X for Applications: “Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist international führend bei der Entwicklung von PtX-Verfahren. Es sind Zukunftstechnologien, die in dieser Dekade bereit sind für die industrielle Skalierung. Gerade die Luft- und Seefahrt ist geprägt von langfristigen Investitionszyklen. Deswegen benötigt die Industrie vor allem Planungssicherheit. Dazu gehören auch robuste Verfahren, die die Klimaneutralität im gesamten Antriebskonzept bewerten. Hierfür sollte sich die Bundesregierung in Brüssel einsetzen, damit die Finanzmarkt-Taxonomie auch PtX-Kraftstoffe anerkennt. Eine Betrachtung, die nur auf die direkten CO2-Emissionen am Tailpipe fokussiert, führt zu Fehleinschätzungen bei den Gesamtemissionen.”

    Grüner Wasserstoff und strombasierte Brenn-, Kraft- und Grundstoffe, auch bezeichnet als PtX-Produkte, werden in Zukunft national wie international einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten. Neben der direkten Nutzung von Wasserstoff in energieintensiven Industrien mit prozessbedingten Emissionen wie etwa der Stahlindustrie können PtX-Produkte in der Chemieindustrie als Alternative zur Nutzung fossiler Rohstoffe zum Einsatz kommen. Dies gilt auch für Verkehrsbereiche, in denen eine direkte Nutzung von Strom technisch voraussichtlich auch zukünftig nicht möglich ist (zum Beispiel Luft- und Langstreckenseeverkehr).

    Viele Regionen der Welt bieten gute Bedingungen für die Produktion von grünem Wasserstoff und PtX-Produkten. Das geht aus dem weltweit ersten PtX-Atlas des Fraunhofer IEE hervor. Die Forscher kommen in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass sich außerhalb Europas langfristig 69.100 Terawattstunden Wasserstoff bzw. 57.000 Terawattstunden strombasierte flüssige Kraftstoffe herstellen ließen. Zum Vergleich: Für die globale Luftfahrt werden 2050 insgesamt mindestens 6.700 Terawattstunden, für den weltweiten Schiffsverkehr 4.500 Terawattstunden strombasierte Kraftstoffe benötigt. In welchen Regionen und Ländern die klimafreundlichen Brenn- und Kraftstoffe zu welchen Kosten und in welcher Menge produziert werden können geht im Detail aus dem PtX-Atlas hervor. Beispielsweise zeigen sich die größten Flächenpotenziale in den USA und Australien, die Kostenuntergrenze der PtX-Erzeugung in Chile und Argentinien. Die Bewertung der technischen und ökonomischen Potenziale basiert auf umfangreichen Analysen beispielsweise der Flächenverfügbarkeit und den Wetterbedingungen. Auch Faktoren wie die lokale Wasserverfügbarkeit, den Naturschutz, die Investitionssicherheit oder die Transportkosten haben die Forscher berücksichtigt. Der PtX-Atlas ist im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts DeVKopSys entstanden.

    Das Bundesumweltministerium unterstützt die Weiterentwicklung und den Markthochlauf von PtX-Technologien in verschiedener Weise. Im PtX-Lab Lausitz werden die fachlichen Grundlagen für eine umweltfreundliche Erzeugung und Nutzung von PtX-Technologien geschaffen und Kooperationen von Forschung und Wirtschaft angestoßen. Um PtX-Technologien greifbar zu machen, entsteht überdies eine Demonstrationsanlage in der Lausitz. Die Nationale Wasserstoffstrategie enthält 600 Millionen Euro, die das BMU zur Förderung der Herstellung von strombasierten Kraftstoffen für den Luft- und Seeverkehr nutzen wird. Der International PtX-Hub Berlin soll vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern die nachhaltige Produktion und den Einsatz von klimaneutralen Grund- und Kraftstoffen auf Basis von grünem Wasserstoff vorantreiben. Der Aufbau von internationalen Netzwerken und der interdisziplinäre Wissenstransfer über den PtX-Hub soll einer nachhaltigen Wasserstoff- und PtX-Wirtschaft global zum Durchbruch verhelfen. Der Hub wurde vom Bundesumweltministerium (BMU) gegründet. Des Weiteren begleiten die Fachleute des Kompetenzzentrums für Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) den Umstieg der Industrie auf grünen Wasserstoff. Seit Anfang 2021 stehen auch die Mittel aus dem Förderprogramm “Dekarbonisierung in der Industrie” all jenen Unternehmen zur Verfügung, die in diesem Feld vorangehen wollen.

    Der VDMA vertritt rund 3.300 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung, Mittelstand und beschäftigt rund vier Millionen Menschen in Europa, davon mehr als eine Million allein in Deutschland. In der VDMA Plattform Power-to-X for Applications sind die wesentlichen Player einer PtX-Wertschöpfungskette organisiert: von der Erzeugung erneuerbarer Energie über die Anlagenbauer bis hin zu den Abnehmern künstlicher Kraftstoffe.

    04.08.2021 | Pressemitteilung Nr. 192/21 | KlimaschutzGemeinsame Pressemitteilung des BMU, Fraunhofer IEE und VDMA

    Neuer PtX Potenzialatlas

    Energiewende

    Wind, Wasser und Sonne – die erneuerbaren Energien sind der Schlüssel zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Die Energiewende basiert auf Innovationen, deren Erfoschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.

    Solaranlage unter blauem Himmel.
    Effizientere Energieversorgung: Bis 2020 soll 20 Prozent weniger Energie verbraucht werden als noch im Jahr 2008.© thinkstock

    Der Wohlstand unserer Gesellschaft hängt von einer funktionierenden Energieversorgung ab. Ohne Strom, Wärme und Mobilität ist unser Alltag nicht mehr denkbar. Das Ziel der Energiewende ist es deshalb, eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung zu realisieren. Die Erforschung von Technologien und gesellschaftlichen Konzepten zur nachhaltigen Energieerzeugung, -umwandlung und -verteilung stehen daher im Fokus dieses Projekts.

    Für eine nachhaltige Energieversorgung muss der Verbrauch fossiler Energieträger, wie Erdöl, Erdgas und Kohle, gesenkt werden. Bei der Verbrennung dieser fossilen Energieträger entsteht Energie in Form von Wärme sowie das Treibhausgas Kohlendioxid, das in hohem Maß umweltbelastend wirkt und wichtiger Mitverursacher der globalen Erwärmung ist. Der Schlüssel zu mehr Klimaschutz ist eine Energiewende, die durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz fossile Energieträger einspart.

    Auf dem Weg zu mehr Energieffizienz

    Im Zuge der Energiewende ersetzen Erneuerbare Energien, wie Wasser- und Solarkraft, Windenergie, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe die fossilen Energieträger kontinuierlich. Sie sollen bis 2050 rund 60 Prozent am Bruttoendenergieverbrauch und 80 Prozent am Bruttostromverbrauch ausmachen.

    Die zweite Säule der Energiewende, neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, ist eine deutliche Erhöhung der Energieeffizienz. Die Potentiale reichen von Kraftwerksmodernisierung über energieeffiziente Motoren und energiesparende Industrieprozesse bis hin zu und energieeffizienter Gebäudesanierung und Haushaltsgeräten. So soll bis 2020 insgesamt 20 Prozent und bis 2050 rund 50 Prozent weniger Primärenergie verbraucht werden als noch im Jahr 2008. Ein essentielles Werkzeug zur Erhöhung der Energieeffizienz ist beispielweise die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei der die Abwärme der Stromerzeugung zum Heizen oder für Produktionsprozesse genutzt wird.

    Speicherlösungen entwickeln

    Neue Speicherkonzepte und intelligente Energienetze sind zentrale Elemente eines Energiesystems, das auf Erneuerbaren Energien basiert. Da Sonne und Wind nicht kontinuierlich zur Verfügung stehen, ist eine regenerative Stromerzeugung unbeständiger als die der Großkraftwerke. Für Überschüsse, die zu sonne- oder windreichen Zeiten erzeugt werden, müssen Speicherlösungen oder intelligente Netze entwickelt werden. Speicher trennen den Zeitpunkt der Erzeugung und des Verbrauchs voneinander. Die „Förderinitiative Energiespeicher“ soll dazu die notwendigen technologischen Durchbrüche liefern und zu einer schnellen Markteinführung neuer Energiespeichertechnologien beitragen.

    Für eine Zukunft mit einem sehr hohen Anteil an regenerativer Stromerzeugung ist das Konzept von Power-to-Gas vielversprechend. Es sieht vor, überschüssigen Wind- oder Solarstrom zur Wasserspaltung zu nutzen und den entstehenden Wasserstoff über Brennstoffzellen zurück in Strom zu wandeln oder in das Erdgasnetz einzuspeisen. Ebenso denkbar ist die Umwandlung von überschüssigem Wind- oder Solarstrom in Wärme (Power-to-Heat), in flüssige Kraftstoffe (Power-to-Fuel) oder in Basischemikalien (Power-to-Chemicals).

    Dezentrale Versorgung ist die Zukunft

    Der Charakter des Energieversorgungssystems wandelt sich von konventionellen, zentralen Großkraftwerken stärker zu einer dezentralisierten Struktur mit zahlreichen kleinen Erzeugungsanlagen. Dies erfordert eine Anpassung der regionalen und kommunalen Verteilnetze hin zu intelligenten Stromnetzen, in denen Erzeuger, Verbraucher, Speicher und Netzbetriebsmittel miteinander vernetzt sind. Die Forschung zum Ausbau der Stromnetzinfrastruktur und zur Einspeisung hoher Anteile Erneuerbarer Energien in die Übertragungs- und Verteilnetze erfolgt im Rahmen der Förderinitiative “Zukunftsfähige Stromnetze“.

    Die Materialforschung ist dabei nicht nur zur Verbesserung von Anlagen zur Energieproduktion erforderlich, sondern auch zur Steigerung der Energieeffizienz und der Ausrichtung fossiler Kraftwerke auf die Energiewende. Materialien können beispielsweise Windkraftanlagen standfester und Baustoffe energieeffizienter und kostengünstiger machen. Auch werden neue Materialien zur Energieerzeugung, wie für Photovoltaik, und -speicherung, beispielsweise zur Wasserstofferzeugung, erforscht. Diese Themen stehen im Zentrum der Förderinitiative “Materialforschung für die Energiewende”.

    Forschung für die Energiewende

    Mehr als 180 Hochschulen und 120 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen treiben die Forschung für die Energiewende heute an. Ihre Aktivitäten decken den gesamten Forschungsprozess ab, von der Grundlagenforschung über Forschung und Entwicklung mit konkretem Anwendungsbezug bis hin zu Demonstrations- und Pilotanlagen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert damit Grundlagenwissen, das die Basis für die Entdeckung neuer Technologien und Innovationen ist. Darüber hinaus ist das Bundesforschungsministerium zuständig für die institutionelle Energieforschung der Zentren der HGF (mit Ausnahme des DLR), der Fraunhofer Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft.

    Quelle BMBF 10/2021

    Energiewende

    Energiewende in Deutschland
    Energiewende

    Wind, Wasser und Sonne – die erneuerbaren Energien sind der Schlüssel zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Die Energiewende basiert auf Innovationen, deren Erfoschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.

    Solaranlage unter blauem Himmel.
    Effizientere Energieversorgung: Bis 2020 soll 20 Prozent weniger Energie verbraucht werden als noch im Jahr 2008.© thinkstock

    Der Wohlstand unserer Gesellschaft hängt von einer funktionierenden Energieversorgung ab. Ohne Strom, Wärme und Mobilität ist unser Alltag nicht mehr denkbar. Das Ziel der Energiewende ist es deshalb, eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung zu realisieren. Die Erforschung von Technologien und gesellschaftlichen Konzepten zur nachhaltigen Energieerzeugung, -umwandlung und -verteilung stehen daher im Fokus dieses Projekts.

    Für eine nachhaltige Energieversorgung muss der Verbrauch fossiler Energieträger, wie Erdöl, Erdgas und Kohle, gesenkt werden. Bei der Verbrennung dieser fossilen Energieträger entsteht Energie in Form von Wärme sowie das Treibhausgas Kohlendioxid, das in hohem Maß umweltbelastend wirkt und wichtiger Mitverursacher der globalen Erwärmung ist. Der Schlüssel zu mehr Klimaschutz ist eine Energiewende, die durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz fossile Energieträger einspart.

    Auf dem Weg zu mehr Energieffizienz

    Im Zuge der Energiewende ersetzen Erneuerbare Energien, wie Wasser- und Solarkraft, Windenergie, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe die fossilen Energieträger kontinuierlich. Sie sollen bis 2050 rund 60 Prozent am Bruttoendenergieverbrauch und 80 Prozent am Bruttostromverbrauch ausmachen.

    Die zweite Säule der Energiewende, neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, ist eine deutliche Erhöhung der Energieeffizienz. Die Potentiale reichen von Kraftwerksmodernisierung über energieeffiziente Motoren und energiesparende Industrieprozesse bis hin zu und energieeffizienter Gebäudesanierung und Haushaltsgeräten. So soll bis 2020 insgesamt 20 Prozent und bis 2050 rund 50 Prozent weniger Primärenergie verbraucht werden als noch im Jahr 2008. Ein essentielles Werkzeug zur Erhöhung der Energieeffizienz ist beispielweise die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei der die Abwärme der Stromerzeugung zum Heizen oder für Produktionsprozesse genutzt wird.

    Speicherlösungen entwickeln

    Neue Speicherkonzepte und intelligente Energienetze sind zentrale Elemente eines Energiesystems, das auf Erneuerbaren Energien basiert. Da Sonne und Wind nicht kontinuierlich zur Verfügung stehen, ist eine regenerative Stromerzeugung unbeständiger als die der Großkraftwerke. Für Überschüsse, die zu sonne- oder windreichen Zeiten erzeugt werden, müssen Speicherlösungen oder intelligente Netze entwickelt werden. Speicher trennen den Zeitpunkt der Erzeugung und des Verbrauchs voneinander. Die „Förderinitiative Energiespeicher“ soll dazu die notwendigen technologischen Durchbrüche liefern und zu einer schnellen Markteinführung neuer Energiespeichertechnologien beitragen.

    Für eine Zukunft mit einem sehr hohen Anteil an regenerativer Stromerzeugung ist das Konzept von Power-to-Gas vielversprechend. Es sieht vor, überschüssigen Wind- oder Solarstrom zur Wasserspaltung zu nutzen und den entstehenden Wasserstoff über Brennstoffzellen zurück in Strom zu wandeln oder in das Erdgasnetz einzuspeisen. Ebenso denkbar ist die Umwandlung von überschüssigem Wind- oder Solarstrom in Wärme (Power-to-Heat), in flüssige Kraftstoffe (Power-to-Fuel) oder in Basischemikalien (Power-to-Chemicals).

    Dezentrale Versorgung ist die Zukunft

    Der Charakter des Energieversorgungssystems wandelt sich von konventionellen, zentralen Großkraftwerken stärker zu einer dezentralisierten Struktur mit zahlreichen kleinen Erzeugungsanlagen. Dies erfordert eine Anpassung der regionalen und kommunalen Verteilnetze hin zu intelligenten Stromnetzen, in denen Erzeuger, Verbraucher, Speicher und Netzbetriebsmittel miteinander vernetzt sind. Die Forschung zum Ausbau der Stromnetzinfrastruktur und zur Einspeisung hoher Anteile Erneuerbarer Energien in die Übertragungs- und Verteilnetze erfolgt im Rahmen der Förderinitiative “Zukunftsfähige Stromnetze“.

    Die Materialforschung ist dabei nicht nur zur Verbesserung von Anlagen zur Energieproduktion erforderlich, sondern auch zur Steigerung der Energieeffizienz und der Ausrichtung fossiler Kraftwerke auf die Energiewende. Materialien können beispielsweise Windkraftanlagen standfester und Baustoffe energieeffizienter und kostengünstiger machen. Auch werden neue Materialien zur Energieerzeugung, wie für Photovoltaik, und -speicherung, beispielsweise zur Wasserstofferzeugung, erforscht. Diese Themen stehen im Zentrum der Förderinitiative “Materialforschung für die Energiewende”.

    Forschung für die Energiewende

    Mehr als 180 Hochschulen und 120 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen treiben die Forschung für die Energiewende heute an. Ihre Aktivitäten decken den gesamten Forschungsprozess ab, von der Grundlagenforschung über Forschung und Entwicklung mit konkretem Anwendungsbezug bis hin zu Demonstrations- und Pilotanlagen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert damit Grundlagenwissen, das die Basis für die Entdeckung neuer Technologien und Innovationen ist. Darüber hinaus ist das Bundesforschungsministerium zuständig für die institutionelle Energieforschung der Zentren der HGF (mit Ausnahme des DLR), der Fraunhofer Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft.

    Quelle BMBF 10/2021

    Energiewende

    Der Gaspreis

    Einleitung

    Der Gaspreis für Haushaltskunden setzt sich aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen:

    • Dem Preis für die Beschaffung sowie den Vertrieb des Gases,
    • den Entgelten für die Netznutzung,
    • sowie den sogenannten staatlich veranlassten Preisbestandteilen wie zum Beispiel Steuern und Wegenutzungsentgelte.

    Der Preis für die Beschaffung und den Vertrieb des Gases entsteht im Wettbewerb unter den Gasanbietern – er kann somit unterschiedlich hoch sein und wird auch als Wettbewerbsanteil bezeichnet. Die Entgelte für die Netznutzung und die staatlich veranlassten Preisbestandteile kann der Lieferant dagegen nicht beeinflussen.

    Der Wettbewerbsanteil am Gaspreis betrug im Jahr 2020 etwa 49 Prozent. Auf die Netzentgelte (einschließlich Mess- und Abrechnungskosten) entfielen rund 25 Prozent des Gaspreises und 26 Prozent auf die staatlich veranlassten Preisbestandteile Infografik (PDF, 76 KB).

    Zusammensetzung des Gaspreises 2017 für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh zum 1. April 2018
    Zusammensetzung des Gaspreises 2017 für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh zum 1. April 2018© Monitoringbericht 2018 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt

    Nach dem Monitoringbericht 2020 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt ergibt sich für Haushaltskunden mit einem jährlichen Gasverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh ein durchschnittlicher Gaspreis von insgesamt 6,31 Cent/kWh. Davon entfielen 3,12 Cent/kWh auf Energiebeschaffung und Vertrieb (Wettbewerbsanteil). Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Gaspreis für Haushaltskunden um 0,5 Prozent gesunken.

    Wichtig ist, die Endpreise der Gasanbieter zu vergleichen. Mit einem Wechsel kann oft Geld gespart werden. So betrug der durchschnittliche Gaspreis in 2020 bei einem Jahresgasverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh in der Grundversorgung 6,99 Cent/kWh, bei einem Vertrag beim Grundversorger außerhalb der Grundversorgung 6,29 Cent/kWh und bei einem Lieferanten, der nicht der örtliche Grundversorger ist, durchschnittlich 5,96 Cent/kWh.

    Die Netzentgelte sind bundesweit nicht einheitlich hoch, da sie von den Kosten des jeweiligen Netzgebiets und dem jeweiligen Gasabsatz in diesem Gebiet abhängen. Zum 1. April 2020 lagen sie nach dem Monitoringbericht 2020 im bundesweiten Durchschnitt bei 1,56 Cent/kWh einschließlich Mess- und Abrechnungskosten.

    Quelle: BMWi 10/2021

    Der Gaspreis

    Energieversorger
    Der Gaspreis

    Einleitung

    Der Gaspreis für Haushaltskunden setzt sich aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen:

    • Dem Preis für die Beschaffung sowie den Vertrieb des Gases,
    • den Entgelten für die Netznutzung,
    • sowie den sogenannten staatlich veranlassten Preisbestandteilen wie zum Beispiel Steuern und Wegenutzungsentgelte.

    Der Preis für die Beschaffung und den Vertrieb des Gases entsteht im Wettbewerb unter den Gasanbietern – er kann somit unterschiedlich hoch sein und wird auch als Wettbewerbsanteil bezeichnet. Die Entgelte für die Netznutzung und die staatlich veranlassten Preisbestandteile kann der Lieferant dagegen nicht beeinflussen.

    Der Wettbewerbsanteil am Gaspreis betrug im Jahr 2020 etwa 49 Prozent. Auf die Netzentgelte (einschließlich Mess- und Abrechnungskosten) entfielen rund 25 Prozent des Gaspreises und 26 Prozent auf die staatlich veranlassten Preisbestandteile Infografik (PDF, 76 KB).

    Zusammensetzung des Gaspreises 2017 für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh zum 1. April 2018
    Zusammensetzung des Gaspreises 2017 für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh zum 1. April 2018© Monitoringbericht 2018 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt

    Nach dem Monitoringbericht 2020 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt ergibt sich für Haushaltskunden mit einem jährlichen Gasverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh ein durchschnittlicher Gaspreis von insgesamt 6,31 Cent/kWh. Davon entfielen 3,12 Cent/kWh auf Energiebeschaffung und Vertrieb (Wettbewerbsanteil). Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Gaspreis für Haushaltskunden um 0,5 Prozent gesunken.

    Wichtig ist, die Endpreise der Gasanbieter zu vergleichen. Mit einem Wechsel kann oft Geld gespart werden. So betrug der durchschnittliche Gaspreis in 2020 bei einem Jahresgasverbrauch von 5.556 kWh bis 55.556 kWh in der Grundversorgung 6,99 Cent/kWh, bei einem Vertrag beim Grundversorger außerhalb der Grundversorgung 6,29 Cent/kWh und bei einem Lieferanten, der nicht der örtliche Grundversorger ist, durchschnittlich 5,96 Cent/kWh.

    Die Netzentgelte sind bundesweit nicht einheitlich hoch, da sie von den Kosten des jeweiligen Netzgebiets und dem jeweiligen Gasabsatz in diesem Gebiet abhängen. Zum 1. April 2020 lagen sie nach dem Monitoringbericht 2020 im bundesweiten Durchschnitt bei 1,56 Cent/kWh einschließlich Mess- und Abrechnungskosten.

    Quelle: BMWi 10/2021

    Der Gaspreis

    Brennstoffzelle im Mfh: Wärme & Stromerzeugung

    Die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme mit Kraft-Wärme-Kopplung bietet spannende Vorteile. Ein BHKW im Mehrfamilienhaus senkt mit der richtigen Auslegung die Energiekosten spürbar und verbessert die CO2-Bilanz. Wohnungswirtschaft und Bauträger finden bei uns durchdachte Systemlösungen!

    Ein BHKW erlaubt intelligente Kombinationen effizienter Heiztechniken mit Kraft-Wärme-Kopplung im Mehrfamilienhaus. Das parallele Erzeugen von elektrischem Strom und Wärme ermöglicht auf der einen Seite günstige Heizkosten. Auf der anderen Seite entstehen finanzielle Vorteile durch die Verdrängung des Kraftwerksstroms und des teuren Bezugs aus dem öffentlichen Netz durch die Eigenstromversorgung. Weiterhin erhöhen Mieterstrommodelle die Attraktivität eines Wohngebäudes und die CO2-Bilanz der Immobilie verbessert sich durch den hohen, kombinierten Wirkungsgrad.

    Wir stellen BHKW mit Erdgas als Energieträger anschlussfertig bereit. Baugewerbe und Immobilienwirtschaft, Wohnungswirtschaft, Bauträger und Anbieter von Energie-Contracting profitieren von zuverlässiger Systemtechnik aus einer Hand.

    Optimierte Systemlösungen für höchste Energieeffizienz

    Für den effizienten Einsatz eines BHKW im Mehrfamilienhaus müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Das Ziel ist eine möglichst hohe Anzahl an Volllaststunden pro Jahr. Allerdings ist die lange und gleichmäßige Laufzeit bei optimaler Leistung nur die eine Seite. Für den Wirkungsgrad des BHKW im Mehrfamilienhaus ist entscheidend, dass möglichst die gesamte Abwärme zum Einsatz kommt.

    BHKW als Heizgeräte sind daher wärmegeführt und zur Deckung der Grundlast ausgeführt. Mit einem hohen elektrischen Wirkungsgrad lässt sich pro Kilowattstunde thermischer Energie das Maximum an elektrischem Strom erzeugen.

    Der Spitzenlastkessel dient zur Deckung des Wärmebedarfs, der zeitweise über die Grundlast hinausgeht. Als Systemexperte bieten wir dafür vielseitige Optionen, vom Brennwert-Gaskessel bis zur Biomasse-Heizanlage.

    KWK-Anlagen von Buderus bieten zahlreiche Vorteile und bieten sich für Immobilien im Neubau ebenso an, wie für die Modernisierung oder Sanierung der Heizanlage.

    Einzelobjekte, Großanlagen und Nahwärmenetze

    Wir stellen Ausrüstung für Anlagen in jeder Größenordnung zur Verfügung: Von kompakten BHKW, die Mehrfamilienhäuser mit wenigen Wohneinheiten versorgen, bis zu dezentralen Großanlagen, die in Nahwärmenetze einspeisen und eine wichtige Rolle bei der regionalen Stromversorgung spielen. Je größer und gleichmäßiger der Wärmebedarf, desto eher amortisiert sich ein Blockheizkraftwerk. Spätestens ab 70 kW Leistung sollte unbedingt die Option eines BHKW im Mehrfamilienhaus durchgerechnet werden.

    Als Systempartner der Wohnungswirtschaft unterstützen wir Neubau- und Sanierungsprojekte mit durchdachten und bedarfsgerecht ausgeführten Komplettsystemen mit Blockheizkraftwerk, Spitzenlastkessel, Pufferspeicher und Regelgerät. Staatliche KWK-Förderung senkt den Investitionsbedarf und verbessert die Wirtschaftlichkeit von BHKWs im Mehrfamilienhaus.

    Profitieren Sie von unseren Systemlösungen und professioneller Begleitung bei der Planung und Projektentwicklung. Unsere KWK-Experten sind jederzeit für Sie da und beantworten gern Ihre Fragen.

    Brennstoffzelle im Mfh: Wärme & Stromerzeugung

    Brennstoffzelle im Mfh: Günstige Wärme und Eigenstromerzeugung

    Brennstoffzelle im Mfh: Günstige Wärme und Eigenstromerzeugung

    Brennstoffzelle im Mfh: Günstige Wärme und Eigenstromerzeugung

    Systemlösungen
    Brennstoffzelle im Mfh: Wärme & Stromerzeugung

    Die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme mit Kraft-Wärme-Kopplung bietet spannende Vorteile. Ein BHKW im Mehrfamilienhaus senkt mit der richtigen Auslegung die Energiekosten spürbar und verbessert die CO2-Bilanz. Wohnungswirtschaft und Bauträger finden bei uns durchdachte Systemlösungen!

    Ein BHKW erlaubt intelligente Kombinationen effizienter Heiztechniken mit Kraft-Wärme-Kopplung im Mehrfamilienhaus. Das parallele Erzeugen von elektrischem Strom und Wärme ermöglicht auf der einen Seite günstige Heizkosten. Auf der anderen Seite entstehen finanzielle Vorteile durch die Verdrängung des Kraftwerksstroms und des teuren Bezugs aus dem öffentlichen Netz durch die Eigenstromversorgung. Weiterhin erhöhen Mieterstrommodelle die Attraktivität eines Wohngebäudes und die CO2-Bilanz der Immobilie verbessert sich durch den hohen, kombinierten Wirkungsgrad.

    Wir stellen BHKW mit Erdgas als Energieträger anschlussfertig bereit. Baugewerbe und Immobilienwirtschaft, Wohnungswirtschaft, Bauträger und Anbieter von Energie-Contracting profitieren von zuverlässiger Systemtechnik aus einer Hand.

    Optimierte Systemlösungen für höchste Energieeffizienz

    Für den effizienten Einsatz eines BHKW im Mehrfamilienhaus müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Das Ziel ist eine möglichst hohe Anzahl an Volllaststunden pro Jahr. Allerdings ist die lange und gleichmäßige Laufzeit bei optimaler Leistung nur die eine Seite. Für den Wirkungsgrad des BHKW im Mehrfamilienhaus ist entscheidend, dass möglichst die gesamte Abwärme zum Einsatz kommt.

    BHKW als Heizgeräte sind daher wärmegeführt und zur Deckung der Grundlast ausgeführt. Mit einem hohen elektrischen Wirkungsgrad lässt sich pro Kilowattstunde thermischer Energie das Maximum an elektrischem Strom erzeugen.

    Der Spitzenlastkessel dient zur Deckung des Wärmebedarfs, der zeitweise über die Grundlast hinausgeht. Als Systemexperte bieten wir dafür vielseitige Optionen, vom Brennwert-Gaskessel bis zur Biomasse-Heizanlage.

    KWK-Anlagen von Buderus bieten zahlreiche Vorteile und bieten sich für Immobilien im Neubau ebenso an, wie für die Modernisierung oder Sanierung der Heizanlage.

    Einzelobjekte, Großanlagen und Nahwärmenetze

    Wir stellen Ausrüstung für Anlagen in jeder Größenordnung zur Verfügung: Von kompakten BHKW, die Mehrfamilienhäuser mit wenigen Wohneinheiten versorgen, bis zu dezentralen Großanlagen, die in Nahwärmenetze einspeisen und eine wichtige Rolle bei der regionalen Stromversorgung spielen. Je größer und gleichmäßiger der Wärmebedarf, desto eher amortisiert sich ein Blockheizkraftwerk. Spätestens ab 70 kW Leistung sollte unbedingt die Option eines BHKW im Mehrfamilienhaus durchgerechnet werden.

    Als Systempartner der Wohnungswirtschaft unterstützen wir Neubau- und Sanierungsprojekte mit durchdachten und bedarfsgerecht ausgeführten Komplettsystemen mit Blockheizkraftwerk, Spitzenlastkessel, Pufferspeicher und Regelgerät. Staatliche KWK-Förderung senkt den Investitionsbedarf und verbessert die Wirtschaftlichkeit von BHKWs im Mehrfamilienhaus.

    Profitieren Sie von unseren Systemlösungen und professioneller Begleitung bei der Planung und Projektentwicklung. Unsere KWK-Experten sind jederzeit für Sie da und beantworten gern Ihre Fragen.

    Brennstoffzelle im Mfh: Wärme & Stromerzeugung

    Brennstoffzelle im Mfh: Günstige Wärme und Eigenstromerzeugung

    Brennstoffzelle im Mfh: Günstige Wärme und Eigenstromerzeugung

    Brennstoffzelle im Mfh: Günstige Wärme und Eigenstromerzeugung

    Von grünem, blauem und grauem Wasserstoff

    Um die Energiewende weiter voranzubringen, sind innovative Technologien gefragt – die Wasserstofftechnologie ist dabei ein wichtiger Baustein. Die großen Vorteile von Wasserstoff liegen darin, dass man mit ihm Energie leicht speichern und transportieren kann. Dies ermöglicht eine deutlich größere Flexibilität in der Energieversorgung.

    Wasserstoff ist ein Gas und auf der Erde reichlich vorhanden, allerdings fast ausschließlich in chemischen Verbindungen (Wasser, Säuren, Kohlenwasserstoffen, etc.). Wasserstoff wird gewonnen, indem man Wasser (H2O) in Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H2) aufspaltet. Allerdings braucht es viel Energie, um das Molekül H2 abzuspalten. Geschieht dies mit Hilfe elektrischen Stroms, spricht man von Elektrolyse.

    Innovative Herstellungsverfahren
    Für die Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse kann Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne verwendet werden. Dieses Verfahren zur Herstellung des sogenannten „grünen Wasserstoffs“ wird auch als Power-to-Gas bezeichnet und ist eine der Power-to-X-Technologien (PtX-Technologien), bei denen Strom genutzt wird, um zum Beispiel Gase (Power-to-Gas), Wärme (Power-to-Heat) oder flüssige Energieträger (Power-to-Liquid) herzustellen. PtX-Technologien gelten als wichtige Lösung, um die Klimaziele einzuhalten und den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.

    Bei der Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse werden vier Technologien unterschieden: Die alkalische Elektrolyse (AEL), die Proton-Exchange-Membran Elektrolyse (PEM), die Anionenaustauschmembran-Elektrolyseur (AEM) und die Hochtemperaturelektrolyse (HTEL). Die alkalische Elektrolyse ist bereits seit über einem Jahrhundert bekannt und kommerziell nutzbar, die PEM-Elektrolyse stellt eine deutlich jüngere Technologie dar, die ebenfalls kommerziell einsatzbereit ist. Gegenüber der AEL bietet die Technologie noch viel Potenzial für technische Entwicklungen und Kosteneinsparungen. Entwicklungsresultate bei der AEM-Elektrolysetechnologie zeigen ihre Eignung, Wasserstoffproduktion aus regenerativem Strom in Zukunft massentauglich zu machen. Die HTEL befindet sich noch in der Pilotphase, ihr wird für die Zukunft eine zunehmende Bedeutung zugerechnet.

    Auch der durch CO2-Abscheidung und -Speicherung (sogenannte Carbon-Capture-and-Storage, CCS) produzierte „blaue“ Wasserstoff kann für eine Übergangszeit einen Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten. Der „blaue“ Wasserstoff gilt als CO2-neutral, wenn bei der Herstellung kein CO2 in die Atmosphäre entweicht.

    „Grauer“ Wasserstoff hingegen ist nicht CO2-neutral: Bei der Herstellung fällt in jedem Fall CO2 an, da er aus fossilen Energiequellen wie beispielsweise Erdgas gewonnen wird oder in der Industrie entsteht.

    „Türkiser“ Wasserstoff wird durch die thermische Spaltung von Methan (Methanpyrolyse) hergestellt. Anstelle von CO2 entsteht dabei neben Wasserstoff fester Kohlenstoff. Bei der Herstellung von türkisem Wasserstoff muss deshalb kein gasförmiges Kohlendioxid unterirdisch gespeichert werden. Voraussetzungen für die CO2-Neutralität des Verfahrens sind die Wärmeversorgung des Hochtemperaturreaktors aus erneuerbaren Energiequellen und eine dauerhafte Bindung des Kohlenstoffs.

    Weitere Verfahren zur Herstellung von dekarbonisiertem Wasserstoff befinden sich derzeit in der Entwicklungsphase und zeigen bereits erste Erfolge. Insbesondere die Pyrolyse von Erdgas, das heißt die Aufspaltung von Methan in Wasserstoff und festen Kohlenstoff (Karbonpulver), bietet ein großes Entwicklungspotenzial. Durch sie könnte Wasserstoff in großem Maßstab und zu Kosten für die Nutzer bereitstellen, die unterhalb des Elektrolyse-Wasserstoffs liegen.

    WOFÜR WIRD WASSERSTOFF VERWENDET?

    Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
    Sektorkopplung bringt große Vorteile
    Ein wichtiges Element in der Wasserstoffstrategie ist die sogenannte Sektorkopplung. Sie dient der engeren Verzahnung und Vernetzung von Strom und Wärme, Verkehrssektor und Industrie. Wasserstoff kommt dabei als zentrales Kopplungselement zwischen Strom und Gas eine besondere Rolle zu.

    Die Sektorkopplung bringt gleich mehrere große Vorteile. Durch sie kann auch in vielen Bereichen der Industrie, die sich schlecht elektrifizieren lassen, Strom aus erneuerbaren Energien indirekt zum Einsatz kommen. Auf diese Weise ermöglicht sie es, dass mithilfe erneuerbarer Energien alle Sektoren ihre CO2-Emissionen verringern können.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass durch Effizienzgewinne der Energieverbrauch insgesamt gesenkt werden kann. Das alles führt zu einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen und dient somit dem Klimaschutz. Zudem kann die Nachfrage nach elektrischer Energie deutlich flexibler gestaltet werden und so ein Ausgleich zu den Angebotsschwankungen bei erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Biomasse) geschaffen werden.

    „Grauen“ durch „grünen“ Wasserstoff in der Industrie ersetzen
    In der Industrie sollen künftig bei vielen Prozessen CO2-frei erzeugter Wasserstoff oder Folgeprodukte wie zum Beispiel Ammoniak oder Methanol zum Einsatz kommen. In Raffinerien wird – derzeit meist noch aus fossilen Quellen erzeugter – Wasserstoff beispielsweise bei der Entschwefelung der Vorprodukte von Benzin und Diesel eingesetzt. Dieser „graue Wasserstoff“ kann dort ohne aufwendige Anpassungen zumindest teilweise durch „grünen Wasserstoff“ ersetzt werden. CO2-frei erzeugter Wasserstoff wird künftig verstärkt auch in der Stahlherstellung und der Metallverarbeitung eingesetzt werden. Dies geschieht bereits in Pilotprojekten in der Stahlindustrie zur Direktreduktion von Eisenerz anstelle des Treibhausgasintensiven Hochofenprozesses.

    Insgesamt haben kurz- bis mittelfristig Anwendungsbereiche Priorität, in denen der Einsatz von Wasserstoff schon heute nahe an der Wirtschaftlichkeit ist, die relativ unabhängig von anderen Voraussetzungen sind oder in denen keine sinnvollen alternativen Optionen zur massiven CO2-Minderung bestehen. Langfristig kann „grüner“ Wasserstoff auch bei der Umstellung auf CO2-neutrale Herstellung beispielsweise in der Zement- sowie in der Glas- und Keramikindustrie in Kombination mit einer Kohlenstoffquelle (CCU) eine wichtige Rolle spielen.

    Gemeinsam mit wichtigen Beteiligten – insbesondere energieintensiven Industriebereichen wie Chemie und Stahl – sollen in branchenspezifischen Dialogformaten langfristige Dekarbonisierungsstrategien auf Basis von CO2-freiem Wasserstoff entwickelt werden. Die Bundesregierung unterstützt die Zusammenarbeit von Wissenschaft und innovativen Unternehmen. Vorbilder sind hier zum Beispiel Carbon2Chem und die Kopernikus-Projekte. Diese Erfahrungen kann Deutschland nutzen, um international sichtbare „Showcase“-Initiativen mit Exportpotenzial zum „grünen“ Wasserstoff aufzulegen.

    Eine zusätzliche Option im Verkehr
    Im Verkehr ist Wasserstoff vor allem in den Bereichen eine Alternative, in denen voraussichtlich batteriebetriebene Antriebslösungen technisch nicht sinnvoll sind und daher auch zukünftig auf gasförmige oder flüssige Kraftstoffe angewiesen sind. Die Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen kann unter anderem im ÖPNV (Busse, Züge), im Straßenschwerlastverkehr (Lkw) oder in der Logistik (Gabelstapler, Flurförderzeuge) die Elektromobilität ergänzen und den Ausstoß von CO2 und anderen Luftschadstoffen massiv senken. Im Pkw-Bereich hat die Brennstoffzelle gute Perspektiven im Einsatz auf langen Strecken.

    Innovationen im Wärmemarkt
    Die Brennstoffzellentechnologie ermöglicht die Nutzung von grünem Wasserstoff im Heizbereich. Mit dem Programm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien (NIP) fördert das Bundeswirtschaftsministerium den Einbau solcher Heizungen in privaten Wohngebäuden, kleinen und mittleren Unternehmen sowie kommunale Gebietskörperschaften.

    Quelle: BMWi/2020/07

    Wasserstoff

    Energieversorger
    Von grünem, blauem und grauem Wasserstoff

    Um die Energiewende weiter voranzubringen, sind innovative Technologien gefragt – die Wasserstofftechnologie ist dabei ein wichtiger Baustein. Die großen Vorteile von Wasserstoff liegen darin, dass man mit ihm Energie leicht speichern und transportieren kann. Dies ermöglicht eine deutlich größere Flexibilität in der Energieversorgung.

    Wasserstoff ist ein Gas und auf der Erde reichlich vorhanden, allerdings fast ausschließlich in chemischen Verbindungen (Wasser, Säuren, Kohlenwasserstoffen, etc.). Wasserstoff wird gewonnen, indem man Wasser (H2O) in Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H2) aufspaltet. Allerdings braucht es viel Energie, um das Molekül H2 abzuspalten. Geschieht dies mit Hilfe elektrischen Stroms, spricht man von Elektrolyse.

    Innovative Herstellungsverfahren
    Für die Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse kann Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne verwendet werden. Dieses Verfahren zur Herstellung des sogenannten „grünen Wasserstoffs“ wird auch als Power-to-Gas bezeichnet und ist eine der Power-to-X-Technologien (PtX-Technologien), bei denen Strom genutzt wird, um zum Beispiel Gase (Power-to-Gas), Wärme (Power-to-Heat) oder flüssige Energieträger (Power-to-Liquid) herzustellen. PtX-Technologien gelten als wichtige Lösung, um die Klimaziele einzuhalten und den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.

    Bei der Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse werden vier Technologien unterschieden: Die alkalische Elektrolyse (AEL), die Proton-Exchange-Membran Elektrolyse (PEM), die Anionenaustauschmembran-Elektrolyseur (AEM) und die Hochtemperaturelektrolyse (HTEL). Die alkalische Elektrolyse ist bereits seit über einem Jahrhundert bekannt und kommerziell nutzbar, die PEM-Elektrolyse stellt eine deutlich jüngere Technologie dar, die ebenfalls kommerziell einsatzbereit ist. Gegenüber der AEL bietet die Technologie noch viel Potenzial für technische Entwicklungen und Kosteneinsparungen. Entwicklungsresultate bei der AEM-Elektrolysetechnologie zeigen ihre Eignung, Wasserstoffproduktion aus regenerativem Strom in Zukunft massentauglich zu machen. Die HTEL befindet sich noch in der Pilotphase, ihr wird für die Zukunft eine zunehmende Bedeutung zugerechnet.

    Auch der durch CO2-Abscheidung und -Speicherung (sogenannte Carbon-Capture-and-Storage, CCS) produzierte „blaue“ Wasserstoff kann für eine Übergangszeit einen Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten. Der „blaue“ Wasserstoff gilt als CO2-neutral, wenn bei der Herstellung kein CO2 in die Atmosphäre entweicht.

    „Grauer“ Wasserstoff hingegen ist nicht CO2-neutral: Bei der Herstellung fällt in jedem Fall CO2 an, da er aus fossilen Energiequellen wie beispielsweise Erdgas gewonnen wird oder in der Industrie entsteht.

    „Türkiser“ Wasserstoff wird durch die thermische Spaltung von Methan (Methanpyrolyse) hergestellt. Anstelle von CO2 entsteht dabei neben Wasserstoff fester Kohlenstoff. Bei der Herstellung von türkisem Wasserstoff muss deshalb kein gasförmiges Kohlendioxid unterirdisch gespeichert werden. Voraussetzungen für die CO2-Neutralität des Verfahrens sind die Wärmeversorgung des Hochtemperaturreaktors aus erneuerbaren Energiequellen und eine dauerhafte Bindung des Kohlenstoffs.

    Weitere Verfahren zur Herstellung von dekarbonisiertem Wasserstoff befinden sich derzeit in der Entwicklungsphase und zeigen bereits erste Erfolge. Insbesondere die Pyrolyse von Erdgas, das heißt die Aufspaltung von Methan in Wasserstoff und festen Kohlenstoff (Karbonpulver), bietet ein großes Entwicklungspotenzial. Durch sie könnte Wasserstoff in großem Maßstab und zu Kosten für die Nutzer bereitstellen, die unterhalb des Elektrolyse-Wasserstoffs liegen.

    WOFÜR WIRD WASSERSTOFF VERWENDET?

    Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
    Sektorkopplung bringt große Vorteile
    Ein wichtiges Element in der Wasserstoffstrategie ist die sogenannte Sektorkopplung. Sie dient der engeren Verzahnung und Vernetzung von Strom und Wärme, Verkehrssektor und Industrie. Wasserstoff kommt dabei als zentrales Kopplungselement zwischen Strom und Gas eine besondere Rolle zu.

    Die Sektorkopplung bringt gleich mehrere große Vorteile. Durch sie kann auch in vielen Bereichen der Industrie, die sich schlecht elektrifizieren lassen, Strom aus erneuerbaren Energien indirekt zum Einsatz kommen. Auf diese Weise ermöglicht sie es, dass mithilfe erneuerbarer Energien alle Sektoren ihre CO2-Emissionen verringern können.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass durch Effizienzgewinne der Energieverbrauch insgesamt gesenkt werden kann. Das alles führt zu einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen und dient somit dem Klimaschutz. Zudem kann die Nachfrage nach elektrischer Energie deutlich flexibler gestaltet werden und so ein Ausgleich zu den Angebotsschwankungen bei erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Biomasse) geschaffen werden.

    „Grauen“ durch „grünen“ Wasserstoff in der Industrie ersetzen
    In der Industrie sollen künftig bei vielen Prozessen CO2-frei erzeugter Wasserstoff oder Folgeprodukte wie zum Beispiel Ammoniak oder Methanol zum Einsatz kommen. In Raffinerien wird – derzeit meist noch aus fossilen Quellen erzeugter – Wasserstoff beispielsweise bei der Entschwefelung der Vorprodukte von Benzin und Diesel eingesetzt. Dieser „graue Wasserstoff“ kann dort ohne aufwendige Anpassungen zumindest teilweise durch „grünen Wasserstoff“ ersetzt werden. CO2-frei erzeugter Wasserstoff wird künftig verstärkt auch in der Stahlherstellung und der Metallverarbeitung eingesetzt werden. Dies geschieht bereits in Pilotprojekten in der Stahlindustrie zur Direktreduktion von Eisenerz anstelle des Treibhausgasintensiven Hochofenprozesses.

    Insgesamt haben kurz- bis mittelfristig Anwendungsbereiche Priorität, in denen der Einsatz von Wasserstoff schon heute nahe an der Wirtschaftlichkeit ist, die relativ unabhängig von anderen Voraussetzungen sind oder in denen keine sinnvollen alternativen Optionen zur massiven CO2-Minderung bestehen. Langfristig kann „grüner“ Wasserstoff auch bei der Umstellung auf CO2-neutrale Herstellung beispielsweise in der Zement- sowie in der Glas- und Keramikindustrie in Kombination mit einer Kohlenstoffquelle (CCU) eine wichtige Rolle spielen.

    Gemeinsam mit wichtigen Beteiligten – insbesondere energieintensiven Industriebereichen wie Chemie und Stahl – sollen in branchenspezifischen Dialogformaten langfristige Dekarbonisierungsstrategien auf Basis von CO2-freiem Wasserstoff entwickelt werden. Die Bundesregierung unterstützt die Zusammenarbeit von Wissenschaft und innovativen Unternehmen. Vorbilder sind hier zum Beispiel Carbon2Chem und die Kopernikus-Projekte. Diese Erfahrungen kann Deutschland nutzen, um international sichtbare „Showcase“-Initiativen mit Exportpotenzial zum „grünen“ Wasserstoff aufzulegen.

    Eine zusätzliche Option im Verkehr
    Im Verkehr ist Wasserstoff vor allem in den Bereichen eine Alternative, in denen voraussichtlich batteriebetriebene Antriebslösungen technisch nicht sinnvoll sind und daher auch zukünftig auf gasförmige oder flüssige Kraftstoffe angewiesen sind. Die Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen kann unter anderem im ÖPNV (Busse, Züge), im Straßenschwerlastverkehr (Lkw) oder in der Logistik (Gabelstapler, Flurförderzeuge) die Elektromobilität ergänzen und den Ausstoß von CO2 und anderen Luftschadstoffen massiv senken. Im Pkw-Bereich hat die Brennstoffzelle gute Perspektiven im Einsatz auf langen Strecken.

    Innovationen im Wärmemarkt
    Die Brennstoffzellentechnologie ermöglicht die Nutzung von grünem Wasserstoff im Heizbereich. Mit dem Programm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien (NIP) fördert das Bundeswirtschaftsministerium den Einbau solcher Heizungen in privaten Wohngebäuden, kleinen und mittleren Unternehmen sowie kommunale Gebietskörperschaften.

    Quelle: BMWi/2020/07

    Wasserstoff

    TECHNOLOGIEN FÜR DEN KRAFTSTOFF

    UND DIE ENERGIE DER ZUKUNFT

    Das Kerngeschäft von Metacon basiert auf einzigartigen, patentierten Technologien, Verfahren und Systemen zur Wasserstoffproduktion durch katalytische Reformierung verschiedener Kohlenwasserstoffe wie Biogas, Erdgas, Flüssiggas und Ethanol. Die Entwicklung erfolgte innerhalb der Tochtergesellschaft Helbio S.A. in Griechenland und wurde seit mehr als 15 Jahren in über 25 verschiedenen Systemen in verschiedenen Ausführungen verifiziert. Für den schwedischen Markt ist Biogas ein ausgezeichneter Rohstoff, der eine kohlenstoffneutrale Wasserstoffproduktion ohne schädliche Emissionen ermöglicht. Die Fähigkeit, den eigens entwickelten Reformer in Brennstoffzellen und andere Systemkomponenten zu integrieren, ermöglicht es Metacon komplett schlüsselfertige Produkte, Systeme und Anlagen in verschiedenen Größen und für diverse Anwendungen anzubieten.

    REFORMER UND ENERGIESYSTEME IN ZWEI GRUNDVERSIONEN

    Der Reformer wird in zwei verschiedenen Ausführungen angeboten, die für verschiedene Arten von Brennstoffzellen und Marktsegmenten ausgerichtet sind, jedoch auf demselben Grundprinzip bei der katalytischen Dampfreformierung basieren:

    • Kompakte Plattenkonstruktion für Massenprodukte, hauptsächlich für KWK-Anlagen mit Brennstoffzellen im Leistungsbereich von 1 bis 5 kW elektrischer Leistung und in zweiter Linie für Netzteile und Ladegeräte. In dieser Ausführung arbeitet der Reformer unter niedrigem Druck und kann mit Brennstoffzellen zusammengebaut werden, die von dem erzeugten Reformat angetrieben werden, d. h. Wasserstoff, bei dem sämtliches CO entfernt wird, aber CO2 sowohl den Reformer als auch die Brennstoffzelle passieren kann.
    • Rohrkonstruktion zur Wasserstoffproduktion mit einer Kapazität von 10 – 500 Nm3 / h, bei der die Anwendungsanforderungen für die Reinheit von Wasserstoff sehr hoch sind. Der Reformer arbeitet unter einem Druck von 8 – 10 bar, was eine effiziente Reinigung von bis zu 99,999 % in einer  PSA (Pressure Swing Adsorption) ermöglicht. Mit dieser Technologiekombination kann Wasserstoff in der erforderlichen Qualität sowohl für industrielle Prozesse, KWK-Systeme mit Brennstoffzellen als auch als Brennstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge (Autos, Busse, Lastwagen, Gabelstapler, Schiffe, Züge usw.) und für wasserstoffbetriebene Verbrennungsmotoren angeboten werden.

    REFORMER UND ENERGIESYSTEME IN ZWEI GRUNDVERSIONEN

    Der Reformer wird in zwei verschiedenen Ausführungen angeboten, die für verschiedene Arten von Brennstoffzellen und Marktsegmenten ausgerichtet sind, jedoch auf demselben Grundprinzip bei der katalytischen Dampfreformierung basieren:

    • Kompakte Plattenkonstruktion für Massenprodukte, hauptsächlich für KWK-Anlagen mit Brennstoffzellen im Leistungsbereich von 1 bis 5 kW elektrischer Leistung und in zweiter Linie für Netzteile und Ladegeräte. In dieser Ausführung arbeitet der Reformer unter niedrigem Druck und kann mit Brennstoffzellen zusammengebaut werden, die von dem erzeugten Reformat angetrieben werden, d. h. Wasserstoff, bei dem sämtliches CO entfernt wird, aber CO2 sowohl den Reformer als auch die Brennstoffzelle passieren kann.
    • Rohrkonstruktion zur Wasserstoffproduktion mit einer Kapazität von 10 – 500 Nm3 / h, bei der die Anwendungsanforderungen für die Reinheit von Wasserstoff sehr hoch sind. Der Reformer arbeitet unter einem Druck von 8 – 10 bar, was eine effiziente Reinigung von bis zu 99,999 % in einer  PSA (Pressure Swing Adsorption) ermöglicht. Mit dieser Technologiekombination kann Wasserstoff in der erforderlichen Qualität sowohl für industrielle Prozesse, KWK-Systeme mit Brennstoffzellen als auch als Brennstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge (Autos, Busse, Lastwagen, Gabelstapler, Schiffe, Züge usw.) und für wasserstoffbetriebene Verbrennungsmotoren angeboten werden.

    TECHNOLOGIEN FÜR DEN KRAFTSTOFF

    Energiewende in Deutschland
    TECHNOLOGIEN FÜR DEN KRAFTSTOFF

    UND DIE ENERGIE DER ZUKUNFT

    Das Kerngeschäft von Metacon basiert auf einzigartigen, patentierten Technologien, Verfahren und Systemen zur Wasserstoffproduktion durch katalytische Reformierung verschiedener Kohlenwasserstoffe wie Biogas, Erdgas, Flüssiggas und Ethanol. Die Entwicklung erfolgte innerhalb der Tochtergesellschaft Helbio S.A. in Griechenland und wurde seit mehr als 15 Jahren in über 25 verschiedenen Systemen in verschiedenen Ausführungen verifiziert. Für den schwedischen Markt ist Biogas ein ausgezeichneter Rohstoff, der eine kohlenstoffneutrale Wasserstoffproduktion ohne schädliche Emissionen ermöglicht. Die Fähigkeit, den eigens entwickelten Reformer in Brennstoffzellen und andere Systemkomponenten zu integrieren, ermöglicht es Metacon komplett schlüsselfertige Produkte, Systeme und Anlagen in verschiedenen Größen und für diverse Anwendungen anzubieten.

    REFORMER UND ENERGIESYSTEME IN ZWEI GRUNDVERSIONEN

    Der Reformer wird in zwei verschiedenen Ausführungen angeboten, die für verschiedene Arten von Brennstoffzellen und Marktsegmenten ausgerichtet sind, jedoch auf demselben Grundprinzip bei der katalytischen Dampfreformierung basieren:

    • Kompakte Plattenkonstruktion für Massenprodukte, hauptsächlich für KWK-Anlagen mit Brennstoffzellen im Leistungsbereich von 1 bis 5 kW elektrischer Leistung und in zweiter Linie für Netzteile und Ladegeräte. In dieser Ausführung arbeitet der Reformer unter niedrigem Druck und kann mit Brennstoffzellen zusammengebaut werden, die von dem erzeugten Reformat angetrieben werden, d. h. Wasserstoff, bei dem sämtliches CO entfernt wird, aber CO2 sowohl den Reformer als auch die Brennstoffzelle passieren kann.
    • Rohrkonstruktion zur Wasserstoffproduktion mit einer Kapazität von 10 – 500 Nm3 / h, bei der die Anwendungsanforderungen für die Reinheit von Wasserstoff sehr hoch sind. Der Reformer arbeitet unter einem Druck von 8 – 10 bar, was eine effiziente Reinigung von bis zu 99,999 % in einer  PSA (Pressure Swing Adsorption) ermöglicht. Mit dieser Technologiekombination kann Wasserstoff in der erforderlichen Qualität sowohl für industrielle Prozesse, KWK-Systeme mit Brennstoffzellen als auch als Brennstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge (Autos, Busse, Lastwagen, Gabelstapler, Schiffe, Züge usw.) und für wasserstoffbetriebene Verbrennungsmotoren angeboten werden.

    REFORMER UND ENERGIESYSTEME IN ZWEI GRUNDVERSIONEN

    Der Reformer wird in zwei verschiedenen Ausführungen angeboten, die für verschiedene Arten von Brennstoffzellen und Marktsegmenten ausgerichtet sind, jedoch auf demselben Grundprinzip bei der katalytischen Dampfreformierung basieren:

    • Kompakte Plattenkonstruktion für Massenprodukte, hauptsächlich für KWK-Anlagen mit Brennstoffzellen im Leistungsbereich von 1 bis 5 kW elektrischer Leistung und in zweiter Linie für Netzteile und Ladegeräte. In dieser Ausführung arbeitet der Reformer unter niedrigem Druck und kann mit Brennstoffzellen zusammengebaut werden, die von dem erzeugten Reformat angetrieben werden, d. h. Wasserstoff, bei dem sämtliches CO entfernt wird, aber CO2 sowohl den Reformer als auch die Brennstoffzelle passieren kann.
    • Rohrkonstruktion zur Wasserstoffproduktion mit einer Kapazität von 10 – 500 Nm3 / h, bei der die Anwendungsanforderungen für die Reinheit von Wasserstoff sehr hoch sind. Der Reformer arbeitet unter einem Druck von 8 – 10 bar, was eine effiziente Reinigung von bis zu 99,999 % in einer  PSA (Pressure Swing Adsorption) ermöglicht. Mit dieser Technologiekombination kann Wasserstoff in der erforderlichen Qualität sowohl für industrielle Prozesse, KWK-Systeme mit Brennstoffzellen als auch als Brennstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge (Autos, Busse, Lastwagen, Gabelstapler, Schiffe, Züge usw.) und für wasserstoffbetriebene Verbrennungsmotoren angeboten werden.

    TECHNOLOGIEN FÜR DEN KRAFTSTOFF

    Heizungssanierung: Das bringt es und das sind Ihre Möglichkeiten

    Rund 70% der Heizungsanlagen in Deutschland sind laut Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks veraltetund belasten die Umwelt durch hohe CO2-Emissionen. Die Investition in eine Heizungssanierung kommt aber nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihrem Geldbeutel und dem Wohnkomfort zugute.

    Der in die Jahre gekommene Heizungsbestand hat gleich mehrere Auswirkungen: Zum einen bringen veraltete Heizsysteme einen erheblichen Mehrverbrauch fossiler Brennstoffe mit sich und sind daher im Betrieb auch deutlich teurer. Zum anderen leidet nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt unter der alten Technik: Je größer der Verbrauch fossiler Brennstoffe in der alten Gas- oder Ölheizung ausfällt, desto mehr klimaschädliches CO2 wird auch emittiert.

    Jene Fragen werden Ihnen im Folgenden beantwortet:

    • Welche Gesichtspunkte im Rahmen einer Heizungssanierung sind besonders wichtig?
    • Wie lauten die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Modernisierungsmaßnahmen an Ihrer Heizung?

    Rechtliche Rahmenbedingungen rund um die Heizungssanierung

    Um die ambitionierten umweltpolitischen Ziele zu erreichen, möchte der Gesetzgeber veraltete Heizungen nach und nach durch moderne Heizsysteme ersetzen. Aus diesem Grund sind beim Thema Heizungssanierung auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

    Die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um die Heizungssanierung werden im Wesentlichen in dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) geregelt. Im GEG wurden die frühere Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengeführt.

    Der § 72 des Gebäudeenergiegesetzes (ehemals § 10 der EnEV) legt fest, dass Sie Heizkessel austauschen müssen, die über 30 Jahre alt sind und nicht mit Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik arbeiten. Mit dieser Regelung will man sehr umweltschädliche und ineffiziente Heizkessel sukzessive aus Bestandsgebäuden entfernen und somit die CO2-Emissionen nachhaltig senken.

    Auch bei diesem Gesetz gibt es natürlich Ausnahmen. So sind Heizgeräte mit einer Heizleistung unter 4 und über 400 kW von der Regelung ausgenommen. Darüber hinaus gibt es auch keine Austauschpflicht für die Heizung, wenn Sie Hausbesitzer einer Immobilie mit höchstens zwei Wohnungen sind und diese seit dem 1. Februar 2002 als Eigentümer selbst bewohnen. Gab es einen Eigentumsübergang, gilt danach eine Frist von zwei Jahren für die Heizungssanierung.

    Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht, aus der das Jahr der Austauschpflicht für alte Heizkessel hervorgeht:

    Baujahr HeizkesselAustauschpflicht
    19912021
    19922022
    19932023
    1994 ff.2024 ff.

    Heizsysteme im Vergleich

    Die Wahl des neuen Heizsystems steht bei einer Heizungssanierung stets im Mittelpunkt. Möchten Sie weiterhin fossile Brennstoffe nutzen und Ihre Heizkosten mit moderner Brennwerttechnik senken? Oder sollen erneuerbare Energieformen wie die Solarthermie oder die Wärmepumpe einen Teil der Wärme bereitstellen?

    Öl- und Gasheizungen mit moderner Brennwerttechnik

    Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Öl können Sie dank moderner Technik durchaus effizient und kostengünstig betreiben. Die Brennwerttechnik stellt heute den Stand der Technik dar und erlaubt es Ihnen, einen deutlich höheren Wirkungsgrad als mit einem veralteten Heizkessel zu realisieren. Wenn Sie Ihren alten Kessel durch ein neues Gerät mit Brennwerttechnik austauschen, rentiert sich diese Heizungssanierung in der Regel innerhalb weniger Jahre.

    Der wesentliche Unterschied zwischen einem Brennwertgerät und einem alten Heizkessel liegt in dem Temperaturniveau der Abgase. Bei einem alten Heizkessel wird das bei der Verbrennung von Öl oder Gas entstehende Abgas bei hohen Temperaturen bis 160°C an die Umgebung abgegeben. Der Nachteil: Die im Abgas enthaltene Wärme wird nicht dem Heizsystem zugeführt, sondern ungenutzt an die Umgebung abgegeben.

    Heizkessel mit der modernen Brennwerttechnik nutzen diese extra Energie hingegen und arbeiten daher deutlich effizienter. Lesen Sie auch die Details zum Unterschied Brennwert versus Heizwert.

    Bei alten Heizwertgeräten entweicht viel Wärme mitsamt den Abgasen. Moderne Brennwertgeräte, wie sie bei einer Heizungssanierung zum Einsatz kommen, nutzen hingegen auch diese Wärme für Ihre Raumheizung oder Warmwasser.

    Die Kosten für die Investition in einen modernen Brennwertkessel hängen von Ihrem individuellen Wärmebedarf, dem gewählten Hersteller und weiteren Faktoren ab. Üblicherweise können Sie bei einer Gas-Brennwertheizung aber von einem Preisrahmen zwischen 5.000 und 9.000 Euro und bei einem Öl-Brennwertkessel zwischen 8.000 und 12.000 Euro ausgehen.

    Alternativ kann man auch schon für einen Eigenanteil ab 30000,-€ ein BHKW bekommen, welches sich durch die Produktion von eigengenutztem Strom amortisieren kann. Diese Lösungen sind in Abhängigkeit von der benötigten Strommenge hocheffizient und variieren natürlich im Preis von der benötigten Leistung und dem eingesetzten Modell.

    Heizungssanierung

    Systemvergleich
    Heizungssanierung: Das bringt es und das sind Ihre Möglichkeiten

    Rund 70% der Heizungsanlagen in Deutschland sind laut Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks veraltetund belasten die Umwelt durch hohe CO2-Emissionen. Die Investition in eine Heizungssanierung kommt aber nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihrem Geldbeutel und dem Wohnkomfort zugute.

    Der in die Jahre gekommene Heizungsbestand hat gleich mehrere Auswirkungen: Zum einen bringen veraltete Heizsysteme einen erheblichen Mehrverbrauch fossiler Brennstoffe mit sich und sind daher im Betrieb auch deutlich teurer. Zum anderen leidet nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt unter der alten Technik: Je größer der Verbrauch fossiler Brennstoffe in der alten Gas- oder Ölheizung ausfällt, desto mehr klimaschädliches CO2 wird auch emittiert.

    Jene Fragen werden Ihnen im Folgenden beantwortet:

    • Welche Gesichtspunkte im Rahmen einer Heizungssanierung sind besonders wichtig?
    • Wie lauten die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Modernisierungsmaßnahmen an Ihrer Heizung?

    Rechtliche Rahmenbedingungen rund um die Heizungssanierung

    Um die ambitionierten umweltpolitischen Ziele zu erreichen, möchte der Gesetzgeber veraltete Heizungen nach und nach durch moderne Heizsysteme ersetzen. Aus diesem Grund sind beim Thema Heizungssanierung auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

    Die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um die Heizungssanierung werden im Wesentlichen in dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) geregelt. Im GEG wurden die frühere Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengeführt.

    Der § 72 des Gebäudeenergiegesetzes (ehemals § 10 der EnEV) legt fest, dass Sie Heizkessel austauschen müssen, die über 30 Jahre alt sind und nicht mit Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik arbeiten. Mit dieser Regelung will man sehr umweltschädliche und ineffiziente Heizkessel sukzessive aus Bestandsgebäuden entfernen und somit die CO2-Emissionen nachhaltig senken.

    Auch bei diesem Gesetz gibt es natürlich Ausnahmen. So sind Heizgeräte mit einer Heizleistung unter 4 und über 400 kW von der Regelung ausgenommen. Darüber hinaus gibt es auch keine Austauschpflicht für die Heizung, wenn Sie Hausbesitzer einer Immobilie mit höchstens zwei Wohnungen sind und diese seit dem 1. Februar 2002 als Eigentümer selbst bewohnen. Gab es einen Eigentumsübergang, gilt danach eine Frist von zwei Jahren für die Heizungssanierung.

    Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht, aus der das Jahr der Austauschpflicht für alte Heizkessel hervorgeht:

    Baujahr HeizkesselAustauschpflicht
    19912021
    19922022
    19932023
    1994 ff.2024 ff.

    Heizsysteme im Vergleich

    Die Wahl des neuen Heizsystems steht bei einer Heizungssanierung stets im Mittelpunkt. Möchten Sie weiterhin fossile Brennstoffe nutzen und Ihre Heizkosten mit moderner Brennwerttechnik senken? Oder sollen erneuerbare Energieformen wie die Solarthermie oder die Wärmepumpe einen Teil der Wärme bereitstellen?

    Öl- und Gasheizungen mit moderner Brennwerttechnik

    Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Öl können Sie dank moderner Technik durchaus effizient und kostengünstig betreiben. Die Brennwerttechnik stellt heute den Stand der Technik dar und erlaubt es Ihnen, einen deutlich höheren Wirkungsgrad als mit einem veralteten Heizkessel zu realisieren. Wenn Sie Ihren alten Kessel durch ein neues Gerät mit Brennwerttechnik austauschen, rentiert sich diese Heizungssanierung in der Regel innerhalb weniger Jahre.

    Der wesentliche Unterschied zwischen einem Brennwertgerät und einem alten Heizkessel liegt in dem Temperaturniveau der Abgase. Bei einem alten Heizkessel wird das bei der Verbrennung von Öl oder Gas entstehende Abgas bei hohen Temperaturen bis 160°C an die Umgebung abgegeben. Der Nachteil: Die im Abgas enthaltene Wärme wird nicht dem Heizsystem zugeführt, sondern ungenutzt an die Umgebung abgegeben.

    Heizkessel mit der modernen Brennwerttechnik nutzen diese extra Energie hingegen und arbeiten daher deutlich effizienter. Lesen Sie auch die Details zum Unterschied Brennwert versus Heizwert.

    Bei alten Heizwertgeräten entweicht viel Wärme mitsamt den Abgasen. Moderne Brennwertgeräte, wie sie bei einer Heizungssanierung zum Einsatz kommen, nutzen hingegen auch diese Wärme für Ihre Raumheizung oder Warmwasser.

    Die Kosten für die Investition in einen modernen Brennwertkessel hängen von Ihrem individuellen Wärmebedarf, dem gewählten Hersteller und weiteren Faktoren ab. Üblicherweise können Sie bei einer Gas-Brennwertheizung aber von einem Preisrahmen zwischen 5.000 und 9.000 Euro und bei einem Öl-Brennwertkessel zwischen 8.000 und 12.000 Euro ausgehen.

    Alternativ kann man auch schon für einen Eigenanteil ab 30000,-€ ein BHKW bekommen, welches sich durch die Produktion von eigengenutztem Strom amortisieren kann. Diese Lösungen sind in Abhängigkeit von der benötigten Strommenge hocheffizient und variieren natürlich im Preis von der benötigten Leistung und dem eingesetzten Modell.

    Heizungssanierung

    Erneuerbare Heizsysteme

    a) Holz

    In der Fachwelt wird gestritten, ob Holz, besonders Pelletheizungen, als erneuerbare Energien eingestuft werden können. Da Holz nach den Meeren der größte CO2-Speicher ist, bewirkt jede Verbrennung einen CO2-Anstieg. Auch im Schadstoffbereich Feinstaub und nicht kalkulierbarer zukünftiger Preise muss Holz kritisch gesehen werden.

    b) Wärmepumpen
    Wärmepumpen bieten zwar den Vorteil, dass diese im Sommer die Räume kühlen können. Doch energetisch muss die Wärmepumpe entsprechend hoch dimensioniert sein, um den Wärmespeicher und die Räume gerade im Winter mit Heizwärme zu versorgen. Durch relativ hohen Stromverbrauch aus dem Stromnetz existieren heute schon Wärmepumpen-Stromabschaltungen für mehrere Stunden. Eine abgespeckte Version nur für Warmwasser, birgt aber erhebliche Gesundheitsrisiken, weil die erreichten Wassertemperaturen (maximal ca. 50C°) das Wachstum von Keimen (Legionellen) mehr als begünstigen.

    c) Brennstoffzellen-BHKW die einzige vernünftige Lösung

    In MFH sind BHKW grundsätzlich die bessere energetische Lösung als eine Wärmepumpe. Der Grund hierfür liegt darin, dass Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt werden, und somit doppelte CO2-Einspareffekte entstehenWir haben die passende Lösung für Sie, fragen Sie uns unverbindlich danach!

    Fazit) Alle weiteren Techniken werden gerne „schöngeredet“. Es bleibt der gesunde Menschverstand, den man bei einer solchen Investition benutzen sollte:

    Sonne scheint nur Tagsüber und im Winter steht sie in Deutschland so schlecht, das Sie als Energielieferant nur eine ergänzende Rolle spielen kann. Akkus sind erstens teuer nicht umweltfreundlich in der Herstellung sowie Entsorgung und zweitens halten Sie maximal den Strom vom Vortag, eine Überbrückung von 6 Monaten ist also wirtschaftlicher und technischer Blödsinn.

    Holz wächst nunmal langsam und die Verbrennung dieses Rohstoff geht deutlich schneller, somit ist die Endlichkeit dieser Ressource offensichtlich, ganz abgesehen vom entstehenden Feinstaub.

    Wasser haben wir mehr als genug und das lässt sich in Wasserstoff und Sauerstoff spalten, was zwar aktuell noch viel Energie benötigt, aber wir verschenken Strom ins Ausland, der von den Regenerativen Quellen (Wind und Sonne) zu Zeiten produziert wird wenn er nicht benötigt wird. Somit ist die Verwendung dieses Stroms allemal besser als in zu entsorgen. Der Wasserstoff lässt sich dann problemlos in abgewandelter Form über das vorhandene Erdgasnetz verteilen. Im BHKW macht man dann wieder Strom und Wärme daraus und die Abfallstoffe (Wasser und etwas CO2) sind dann wiederverwendbar. Siehe hierzu auch  PTX.

    Erneuerbare Heizsysteme

    Systemvergleich
    Erneuerbare Heizsysteme

    a) Holz

    In der Fachwelt wird gestritten, ob Holz, besonders Pelletheizungen, als erneuerbare Energien eingestuft werden können. Da Holz nach den Meeren der größte CO2-Speicher ist, bewirkt jede Verbrennung einen CO2-Anstieg. Auch im Schadstoffbereich Feinstaub und nicht kalkulierbarer zukünftiger Preise muss Holz kritisch gesehen werden.

    b) Wärmepumpen
    Wärmepumpen bieten zwar den Vorteil, dass diese im Sommer die Räume kühlen können. Doch energetisch muss die Wärmepumpe entsprechend hoch dimensioniert sein, um den Wärmespeicher und die Räume gerade im Winter mit Heizwärme zu versorgen. Durch relativ hohen Stromverbrauch aus dem Stromnetz existieren heute schon Wärmepumpen-Stromabschaltungen für mehrere Stunden. Eine abgespeckte Version nur für Warmwasser, birgt aber erhebliche Gesundheitsrisiken, weil die erreichten Wassertemperaturen (maximal ca. 50C°) das Wachstum von Keimen (Legionellen) mehr als begünstigen.

    c) Brennstoffzellen-BHKW die einzige vernünftige Lösung

    In MFH sind BHKW grundsätzlich die bessere energetische Lösung als eine Wärmepumpe. Der Grund hierfür liegt darin, dass Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt werden, und somit doppelte CO2-Einspareffekte entstehenWir haben die passende Lösung für Sie, fragen Sie uns unverbindlich danach!

    Fazit) Alle weiteren Techniken werden gerne „schöngeredet“. Es bleibt der gesunde Menschverstand, den man bei einer solchen Investition benutzen sollte:

    Sonne scheint nur Tagsüber und im Winter steht sie in Deutschland so schlecht, das Sie als Energielieferant nur eine ergänzende Rolle spielen kann. Akkus sind erstens teuer nicht umweltfreundlich in der Herstellung sowie Entsorgung und zweitens halten Sie maximal den Strom vom Vortag, eine Überbrückung von 6 Monaten ist also wirtschaftlicher und technischer Blödsinn.

    Holz wächst nunmal langsam und die Verbrennung dieses Rohstoff geht deutlich schneller, somit ist die Endlichkeit dieser Ressource offensichtlich, ganz abgesehen vom entstehenden Feinstaub.

    Wasser haben wir mehr als genug und das lässt sich in Wasserstoff und Sauerstoff spalten, was zwar aktuell noch viel Energie benötigt, aber wir verschenken Strom ins Ausland, der von den Regenerativen Quellen (Wind und Sonne) zu Zeiten produziert wird wenn er nicht benötigt wird. Somit ist die Verwendung dieses Stroms allemal besser als in zu entsorgen. Der Wasserstoff lässt sich dann problemlos in abgewandelter Form über das vorhandene Erdgasnetz verteilen. Im BHKW macht man dann wieder Strom und Wärme daraus und die Abfallstoffe (Wasser und etwas CO2) sind dann wiederverwendbar. Siehe hierzu auch  PTX.

    Erneuerbare Heizsysteme

    Was­ser­stoff – Ener­gie­ der Zu­kunft

    Eine Wirtschaft ohne Treibhausgase innerhalb der nächsten 30 Jahre – das ist das erklärte Ziel Europas, um den Klimawandel aufzuhalten. Erneuerbare Energien sollen fossile Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas ablösen. Im Zuge der nachhaltigen Umgestaltung der Energieversorgung wird Wasserstoff dabei eine wichtige Rolle spielen.

    Für saubere Mobilität, die effiziente Versorgung mit Strom und Wärme, als Speicher zum Ausgleich schwankender erneuerbarer Energien, als Grundlage für alternative Treibstoffe oder als Prozessgas in der Industrie – Wasserstoff ist als Energieträger sehr vielseitig, über die Sektorengrenzen hinweg einsetzbar und bietet so große Synergiepotenziale. Nachhaltig und wirtschaftlich erzeugter Wasserstoff ist deshalb ein zentraler Baustein, um den Ausstoß vor allem des schädlichen Treibhausgases CO2 in den Bereichen Energie, Verkehr und Industrie massiv zu senken und dadurch dem Klimawandel zu begegnen. Der Aufbau einer sektorenübergreifenden und möglichst globalen Wasserstoffwirtschaft eröffnet gleichzeitig enorme Chancen für neue Technologien und Geschäftsmodelle.

    Das DLR ist in allen Bereichen der Wasserstoffforschung und entlang der ganzen Prozesskette – von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung aktiv. Mit der Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten arbeiten seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, ihn umfassend nutzbar zu machen. Um Wasserstoff bald in großindustriellem Maßstab nachhaltig und wirtschaftlich herzustellen, forscht das DLR vor allem an zwei Methoden: der Elektrolyse und solarthermischen Verfahren. Ebenso untersucht das DLR, wie sich Wasserstoff möglichst effizient und sicher speichern und auch über weite Strecken transportieren lässt. Das DLR entwickelt sowohl spezielle Brennstoffzellen als auch neuartige Wasserstofftanks für den mobilen Einsatz und integriert sie in die jeweiligen Gesamtsysteme, seien es Autos, Busse, Lastwagen, Lastenfahrräder, Züge, Flugzeuge oder Schiffe. Gemeinsam mit Turbinen- und Kraftwerksherstellern forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Brennstoffflexibilität und entwerfen Konzepte, wie Gemische aus Erdgas und Wasserstoff möglichst stabil und schadstoffarm verbrennen.

    Hintergrundartikel: Überblick über die Wasserstoffforschung im DLR

    Vor dem Hintergrund seiner breiten Expertise hat das DLR in einer zweiteiligen Studie das Potenzial von grünem Wasserstoff als Energieträger für ein klimaneutrales Energiesystem untersucht. Die Studie nennt Erfolgsfaktoren, um Wasserstoff erfolgreich zu etablieren und empfiehlt Forschungsschwerpunkte.

    Zur Studie:

    Auch Strom aus solarthermischen Kraftwerken kann in sonnenreichen Ländern zur Herstellung von Wasserstoff verwendet werden. Informationen dazu finden Sie in der DLR-Studie “Solarthermische Kraftwerke”. Sie fasst in kompakter Form die wesentlichen Fakten über Technologie, Auswirkungen und Potenziale solarthermischer Kraftwerke zusammen.

    Zur Studie:

    Prof. Karsten Lemmer, Vorstandsmitglied des DLR und verantwortlich für das Vorstandsressort „Innovation, Technologietransfer und wissenschaftliche Infrastrukturen“, ist Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats. Dieser berät und unterstützt den Staatssekretärsausschuss für Wasserstoff durch Vorschläge und Handlungsempfehlungen bei der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie. Komplementär zur nationalen Strategie veröffentlichte die EU-Kommission ihre Wasserstoffstrategie für die kommenden Dekaden. Zur Umsetzung der Strategie hat die Kommission die Europäische Allianz für sauberen Wasserstoff ins Leben gerufen. Auf Basis seines Engagements in der Wasserstoffforschung auf europäischer Ebene begrüßt das DLR diese Ambition und setzt sich zugleich dafür ein, der Wissenschaft auch auf europäischer Ebene eine starke Rolle durch einen ständigen Vertreter / eine ständige Vertreterin in der europäischen Wasserstoff-Allianz zur Umsetzung der europäischen Wasserstoffstrategie zukommen zu lassen.

    Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)05.09.2021

    Was­ser­stoff – Ener­gie­ der Zu­kunft

    Energieversorger
    Was­ser­stoff – Ener­gie­ der Zu­kunft

    Eine Wirtschaft ohne Treibhausgase innerhalb der nächsten 30 Jahre – das ist das erklärte Ziel Europas, um den Klimawandel aufzuhalten. Erneuerbare Energien sollen fossile Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas ablösen. Im Zuge der nachhaltigen Umgestaltung der Energieversorgung wird Wasserstoff dabei eine wichtige Rolle spielen.

    Für saubere Mobilität, die effiziente Versorgung mit Strom und Wärme, als Speicher zum Ausgleich schwankender erneuerbarer Energien, als Grundlage für alternative Treibstoffe oder als Prozessgas in der Industrie – Wasserstoff ist als Energieträger sehr vielseitig, über die Sektorengrenzen hinweg einsetzbar und bietet so große Synergiepotenziale. Nachhaltig und wirtschaftlich erzeugter Wasserstoff ist deshalb ein zentraler Baustein, um den Ausstoß vor allem des schädlichen Treibhausgases CO2 in den Bereichen Energie, Verkehr und Industrie massiv zu senken und dadurch dem Klimawandel zu begegnen. Der Aufbau einer sektorenübergreifenden und möglichst globalen Wasserstoffwirtschaft eröffnet gleichzeitig enorme Chancen für neue Technologien und Geschäftsmodelle.

    Das DLR ist in allen Bereichen der Wasserstoffforschung und entlang der ganzen Prozesskette – von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung aktiv. Mit der Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten arbeiten seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, ihn umfassend nutzbar zu machen. Um Wasserstoff bald in großindustriellem Maßstab nachhaltig und wirtschaftlich herzustellen, forscht das DLR vor allem an zwei Methoden: der Elektrolyse und solarthermischen Verfahren. Ebenso untersucht das DLR, wie sich Wasserstoff möglichst effizient und sicher speichern und auch über weite Strecken transportieren lässt. Das DLR entwickelt sowohl spezielle Brennstoffzellen als auch neuartige Wasserstofftanks für den mobilen Einsatz und integriert sie in die jeweiligen Gesamtsysteme, seien es Autos, Busse, Lastwagen, Lastenfahrräder, Züge, Flugzeuge oder Schiffe. Gemeinsam mit Turbinen- und Kraftwerksherstellern forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Brennstoffflexibilität und entwerfen Konzepte, wie Gemische aus Erdgas und Wasserstoff möglichst stabil und schadstoffarm verbrennen.

    Hintergrundartikel: Überblick über die Wasserstoffforschung im DLR

    Vor dem Hintergrund seiner breiten Expertise hat das DLR in einer zweiteiligen Studie das Potenzial von grünem Wasserstoff als Energieträger für ein klimaneutrales Energiesystem untersucht. Die Studie nennt Erfolgsfaktoren, um Wasserstoff erfolgreich zu etablieren und empfiehlt Forschungsschwerpunkte.

    Zur Studie:

    Auch Strom aus solarthermischen Kraftwerken kann in sonnenreichen Ländern zur Herstellung von Wasserstoff verwendet werden. Informationen dazu finden Sie in der DLR-Studie “Solarthermische Kraftwerke”. Sie fasst in kompakter Form die wesentlichen Fakten über Technologie, Auswirkungen und Potenziale solarthermischer Kraftwerke zusammen.

    Zur Studie:

    Prof. Karsten Lemmer, Vorstandsmitglied des DLR und verantwortlich für das Vorstandsressort „Innovation, Technologietransfer und wissenschaftliche Infrastrukturen“, ist Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats. Dieser berät und unterstützt den Staatssekretärsausschuss für Wasserstoff durch Vorschläge und Handlungsempfehlungen bei der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie. Komplementär zur nationalen Strategie veröffentlichte die EU-Kommission ihre Wasserstoffstrategie für die kommenden Dekaden. Zur Umsetzung der Strategie hat die Kommission die Europäische Allianz für sauberen Wasserstoff ins Leben gerufen. Auf Basis seines Engagements in der Wasserstoffforschung auf europäischer Ebene begrüßt das DLR diese Ambition und setzt sich zugleich dafür ein, der Wissenschaft auch auf europäischer Ebene eine starke Rolle durch einen ständigen Vertreter / eine ständige Vertreterin in der europäischen Wasserstoff-Allianz zur Umsetzung der europäischen Wasserstoffstrategie zukommen zu lassen.

    Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)05.09.2021

    Was­ser­stoff – Ener­gie­ der Zu­kunft

    Der Strompreis

    Wer mit Strom beliefert wird, zahlt dafür einen bestimmten Preis. In die Kalkulation dieses Strompreises für Haushaltskunden fließen drei wesentliche Bestandteile ein: 

    • Der Preis für die Beschaffung sowie den Vertrieb des Stroms,
    • die Entgelte für die Netznutzung
    • und die staatlich veranlassten Preisbestandteilen wie zum Beispiel Steuern und EEG-Umlage.

    Der erste Preisbestandteil bildet sich aus dem Wettbewerb der Stromanbieter – er kann daher je nach Stromanbieter unterschiedlich hoch sein und wird auch als Wettbewerbsanteil bezeichnet. Hier können die Stromkunden häufig Geld sparen, indem sie ihren Stromliefervertrag gut auswählen und prüfen, ob sich ein Wechsel des Anbieters oder Tarifes für sie lohnt.

    Nicht beeinflussbar für den Stromanbieter sind dagegen die beiden anderen Bestandteile des Strompreises. Denn sie sind durch Gesetze und staatliche Regelungen vorgegeben.

    Laut Monitoringbericht 2020 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt machen die staatlich veranlassten Preisbestandteile ungefähr die Hälfte des Strompreises aus. 2020 hatten sie einen Anteil von rund 52 Prozent. Der Wettbewerbsanteil lag bei 25 Prozent und rund 23 Prozent des Strompreises entfielen auf Netzentgelte (einschließlich Mess- und Abrechnungskosten).

    Was bedeutet das konkret? Haushaltskunden mit einem Jahres-Stromverbrauch von 2.500 kWh bis 5.000 kWh zahlten 2020 einen durchschnittlichen Strompreis von insgesamt 32,05 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Davon entfielen 7,97 Cent/kWh auf Strombeschaffung und Vertrieb Infografik (PDF, 93 KB).

    Wichtig ist, die Endpreise der Stromanbieter zu vergleichen. Mit einem Wechsel kann oft Geld gespart werden. So betrug der durchschnittliche Strompreis in 2020 bei einem Jahres-Stromverbrauch von 2.500 kWh bis 5.000 kWh in der Grundversorgung 33,80 Cent/kWh, bei einem Vertrag beim Grundversorger außerhalb der Grundversorgung 31,67 Cent/kWh und bei einem Lieferanten, der nicht der örtliche Grundversorger ist, durchschnittlich 31,22 Cent/kWh. Auch wenn mittlerweile nur noch weniger als ein Drittel aller Haushaltskunden in der Grundversorgung mit Strom beliefert werden: Private Haushalte sollten von ihrer Wechselmöglichkeit noch mehr Gebrauch machen.

    Die Netzentgelte sind bundesweit nicht einheitlich hoch, denn sie hängen von den Kosten des jeweiligen Netzgebiets und dem Stromverbrauch in diesem Gebiet ab. Regionale Unterschiede bei den Übertragungsnetzentgelten werden durch das Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur (NEMoG) und eine darauf beruhende Rechtsverordnung bis zum Jahr 2023 abgebaut . Weitere Informationen finden Sie hier. 2020 lagen die Netzentgelte nach dem Monitoringbericht von Bundesnetzagentur (BNetzA) und Bundeskartellamt (BKartA) im bundesweiten Durchschnitt bei 7,50 Cent/kWh einschließlich Mess- und Abrechnungskosten Infografik (PDF, 76 KB).

    Bis zum Ende des Jahres 2018 flossen auch die Offshore-Anbindungskosten in die Netzkosten der Übertragungsnetzbetreiber ein. Seit dem Jahr 2019 werden die Anbindungskosten aber über die Offshore-Umlage (s. unten) finanziert, und nicht mehr über die Übertragungsnetzentgelte.

    Quelle : BMWi 2021

    Der Strompreis

    Energieversorger
    Der Strompreis

    Wer mit Strom beliefert wird, zahlt dafür einen bestimmten Preis. In die Kalkulation dieses Strompreises für Haushaltskunden fließen drei wesentliche Bestandteile ein: 

    • Der Preis für die Beschaffung sowie den Vertrieb des Stroms,
    • die Entgelte für die Netznutzung
    • und die staatlich veranlassten Preisbestandteilen wie zum Beispiel Steuern und EEG-Umlage.

    Der erste Preisbestandteil bildet sich aus dem Wettbewerb der Stromanbieter – er kann daher je nach Stromanbieter unterschiedlich hoch sein und wird auch als Wettbewerbsanteil bezeichnet. Hier können die Stromkunden häufig Geld sparen, indem sie ihren Stromliefervertrag gut auswählen und prüfen, ob sich ein Wechsel des Anbieters oder Tarifes für sie lohnt.

    Nicht beeinflussbar für den Stromanbieter sind dagegen die beiden anderen Bestandteile des Strompreises. Denn sie sind durch Gesetze und staatliche Regelungen vorgegeben.

    Laut Monitoringbericht 2020 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt machen die staatlich veranlassten Preisbestandteile ungefähr die Hälfte des Strompreises aus. 2020 hatten sie einen Anteil von rund 52 Prozent. Der Wettbewerbsanteil lag bei 25 Prozent und rund 23 Prozent des Strompreises entfielen auf Netzentgelte (einschließlich Mess- und Abrechnungskosten).

    Was bedeutet das konkret? Haushaltskunden mit einem Jahres-Stromverbrauch von 2.500 kWh bis 5.000 kWh zahlten 2020 einen durchschnittlichen Strompreis von insgesamt 32,05 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Davon entfielen 7,97 Cent/kWh auf Strombeschaffung und Vertrieb Infografik (PDF, 93 KB).

    Wichtig ist, die Endpreise der Stromanbieter zu vergleichen. Mit einem Wechsel kann oft Geld gespart werden. So betrug der durchschnittliche Strompreis in 2020 bei einem Jahres-Stromverbrauch von 2.500 kWh bis 5.000 kWh in der Grundversorgung 33,80 Cent/kWh, bei einem Vertrag beim Grundversorger außerhalb der Grundversorgung 31,67 Cent/kWh und bei einem Lieferanten, der nicht der örtliche Grundversorger ist, durchschnittlich 31,22 Cent/kWh. Auch wenn mittlerweile nur noch weniger als ein Drittel aller Haushaltskunden in der Grundversorgung mit Strom beliefert werden: Private Haushalte sollten von ihrer Wechselmöglichkeit noch mehr Gebrauch machen.

    Die Netzentgelte sind bundesweit nicht einheitlich hoch, denn sie hängen von den Kosten des jeweiligen Netzgebiets und dem Stromverbrauch in diesem Gebiet ab. Regionale Unterschiede bei den Übertragungsnetzentgelten werden durch das Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur (NEMoG) und eine darauf beruhende Rechtsverordnung bis zum Jahr 2023 abgebaut . Weitere Informationen finden Sie hier. 2020 lagen die Netzentgelte nach dem Monitoringbericht von Bundesnetzagentur (BNetzA) und Bundeskartellamt (BKartA) im bundesweiten Durchschnitt bei 7,50 Cent/kWh einschließlich Mess- und Abrechnungskosten Infografik (PDF, 76 KB).

    Bis zum Ende des Jahres 2018 flossen auch die Offshore-Anbindungskosten in die Netzkosten der Übertragungsnetzbetreiber ein. Seit dem Jahr 2019 werden die Anbindungskosten aber über die Offshore-Umlage (s. unten) finanziert, und nicht mehr über die Übertragungsnetzentgelte.

    Quelle : BMWi 2021

    Der Strompreis

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